Ausgabe 22/2026

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Dienstag, 26. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Traumaversorgung in Deutschland steht unter Druck. Dies hat laut einer aktuellen Studie, auf die DGOU und DGU gemeinsam hinweisen, mehrere Gründe: Es müssen zunehmend mehr alte Menschen versorgt werden, die oft mehrere Erkrankungen haben. Dem gegenüber nimmt die Anzahl der sie versorgenden Einrichtungen und Fachkräfte ab. In dem Projekt „Traumaversorgung in Deutschland 2030 – Chancen erkennen. Strategien entwickeln. Zukunft gestalten“ wurden solche Entwicklungen analysiert und daraus Forderungen an die Politik abgeleitet. Mehr dazu lesen Sie in unserer Top-Meldung.

Eine Studie aus Österreich hat ein höheres Verletzungsrisiko von (älteren) Frauen bei Autounfällen detektiert. Demnach tragen Frauen bereits bei geringeren Kollisionsgeschwindigkeiten schwerere Verletzungen davon als männliche Insassen. Das Risiko, schwer verletzt oder getötet zu werden, ist für sie in diesen Fällen mehr als doppelt so hoch. Im Newsletter erfahren Sie weitere Details zu den Ergebnissen und welche Empfehlungen die Studienautoren daraus ableiten.

Informieren Sie sich zudem über weitere traumatologische Forschung, etwa zu potenziell neuen Therapieansätzen nach leichten Hirnverletzungen, zur Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie bei Kriegs- und Katastrophenverletzungen oder einem neuen Ansatz bei Rückenmarkverletzungen.

Eine interessante Lektüre dieser und weiterer Themen sowie eine schöne Woche wünscht Ihnen 




   Ihr
   Harald Raabe

 

 
 
Mehr ältere Verletzte, weniger Fachkräfte: Unfallchirurgie steht vor großen Herausforderungen

Mehr ältere Verletzte, weniger Fachkräfte: Unfallchirurgie steht vor großen Herausforderungen

DGOU und DGU weisen auf eine neue Studie zur Traumaversorgung in Deutschland hin. Diese zeige, dass bis 2030 deutlich mehr ältere Menschen nach Unfällen behandelt werden müssen, während gleichzeitig Fachkräfte knapper werden.

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Leichte Hirnverletzung: Entzündungstreiber ASC liefert potenzielle Therapieansätze

Eine leichte Hirnverletzung nach Unfall, Sport oder Gewalt kann langfristige Gedächtnisprobleme und ein erhöhtes Demenzrisiko verursachen. Therapien fehlen bislang. Aber Studienergebnisse zum Protein ASC liefern neue Anhaltspunkte.

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Verletzungsrisiko bei Autounfällen: Bei Frauen deutlich höher als bei Männern

Verletzungsrisiko bei Autounfällen: Bei Frauen deutlich höher als bei Männern

Eine Studie der TU Graz zeigt, dass Frauen im Vergleich zu Männern ein um 60 Prozent höheres Verletzungsrisiko bei Autounfällen haben. Besonders gilt das für Beifahrerinnen und ältere Frauen.

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Medizin im Ausnahmezustand: MKG-Chirurgie bei Kriegs- und Katastrophenverletzungen

Die DGMK rückt das Thema Kriegs- und Katastrophenmedizin auf ihrem 76. Kongress & Praxisführungsseminars mit dem Motto „MKG 4.0 Symbiose von zivilen und militärischen Anforderungen“ in den Fokus.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Beitrag von patientenspezifischen Stäben zur Operationsplanung für die Korrektur von Wirbelsäulendeformitäten.
Eur Spine J 27.4.2026

Eine verzögerte Rekonstruktion des hinteren Kreuzbandes, ein höheres Alter und ein höherer Body-Mass-Index stehen in Zusammenhang mit einer erhöhten Prävalenz von begleitenden Knorpel- und Meniskusverletzungen.
Arthroscopy 23.4.2026

Einhaltung des Trainingsprogramms, wahrgenommene Trainingsvorteile und -barrieren sowie Beweglichkeit der Wirbelsäule bei Ankylosierender Spondylitis: eine Querschnittsstudie.
Rheumatol Int 24.4.2026

 
 
 
Neuer Ansatz zur Behandlung von Rückenmarkverletzungen

Neuer Ansatz zur Behandlung von Rückenmarkverletzungen

Ein neuer Ansatz führt im Mausmodell dazu, dass sich neue neuronale Verknüpfungen im verletzten Rückenmark bilden, die die verloren gegangene Funktion teilweise wiederherstellen. Bis zu möglichen Therapien für Menschen sind allerdings weitere Schritte und Studien notwendig.

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Mit Bakteriophagen und Antibiotika gegen resistente Biofilme

Die Kombination aus Bakteriophagen und Antibiotika kann resistente Biofilme wirksam bekämpfen. Ein infektiologisches Forschungsteam am Uniklinikum Jena konnte diesen Prozess jetzt bei einem Biofilm von resistenten Klebsiellen verfolgen.

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PANORAMA:

Der BVOU übt Kritik an der geplanten GKV-Reform und protestiert mit einer Kampagne gegen die drohenden Verluste für niedergelassene Orthopäden und Unfallchirurgen und deren Folgen.
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Medizinstudentinnen berichten auf dem Ärztetag von sexueller Belästigung. Die Ärztekammer zeigt sich betroffen und kündigt Konsequenzen für den nächsten Kongress an.
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Studienergebnis aus New York: KI-Sprachmodelle scheitern an der einfachen Analyse von Krankenhausdaten.
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Die Uniklinik Köln koordiniert ein Sechs-Millionen-Euro-Verbundprojekt zur automatisierten Auswertung medizinischer Dokumente.
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TERMINE:

Prävention in der Orthopädie
11. Juni 2026
Online

41. GOTS-Kongress: „Move“
11.­–13. Juni 2026
Osnabrück

44. Jahrestagung der Sektion Kindertraumatologie der DGU
12.­–13. Juni 2026
Gießen

D.A.F. Zertifikatskurs V – Operationskurs Arthroskopische Chirurgie
12.–13. Juni 2026
Bad Saarow

28. AE-Kongress: Erfahrung als Fundament. Innovation als Auftrag.
18.–19. Juni 2026
München

 
 

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