29.1/2026

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Hirsutismus bei Frauen mit PCOS: Zulassung für eine gezielte Therapie

Signifikante Verbesserung von Hyperandrogenismus/Hirsutismus und Lebensqualität

Liebe Leserinnen und Leser,

das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), bzw. zukünftig polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS)1, zählt mit einer Prävalenz von etwa 10–13%2 zu den häufigsten endokrinologischen Erkrankungen bei Frauen im reproduktiven Alter. Ein zentrales Leitsymptom ist der Hyperandrogenismus, der sich klinisch häufig in Form von Hirsutismus manifestiert.3

Vor diesem Hintergrund rückt die gezielte Behandlung des Hirsutismus zunehmend in den Fokus, da dieser für viele Patientinnen eine erhebliche psychosoziale Belastung darstellt.

Kelzy® ist das einzige Präparat in Deutschland, das die Zulassung zur Kontrazeption sowie seit dem 27. April 2026 auch die Zulassung zur Behandlung von Hirsutismus bei Frauen mit PCOS hat. Die Retardtablette kombiniert niedrig dosiertes Ethinylestradiol (EE, 0,02 mg) mit dem antiandrogen wirksamen Gestagen Dienogest (DNG, 2 mg).

Als erstes oral verfügbares Kontrazeptivum mit verzögerter Wirkstofffreisetzung zielt Kelzy® (DNG 2 mg / EE 0,02 mg) darauf ab, systemische hormonelle Fluktuationen zu reduzieren sowie das Blutungsmuster zu stabilisieren.

Studien belegen, dass die Retardtablette im Vergleich zum Referenzpräparat (DNG 2 mg / EE, 0,03 mg) mit einer geringeren Cmax, einer verlängerten Tmax (untersucht an Tag 1 und im Steady State an Tag 7) sowie einer geringeren Area under the curve (AUC) für EE einhergeht. Abbildung 1 veranschaulicht die mittlere EE-Konzentration von Kelzy® im Plasma und die niedrigere AUC für EE im Vergleich zu einem KOK mit sofortiger Wirkstofffreisetzung.4

 

Abbildung 1: Mittlere Ethinylestradiol-Konzentration im Plasma

 
 

In einer 9-monatigen klinischen Untersuchung blieben die analysierten hämostatischen Parameter im Plasma unverändert, und es wurden keine Unterschiede im Vergleich zu einer Formulierung mit sofortiger Wirkstofffreisetzung beobachtet.5

Kelzy® ist ab der Menarche zugelassen und bietet ein modernes 24/4-Einnahmeschema sowie ein 24-Stunden-Sicherheitsfenster. Mit einem Pearl-Index (PI) von 0,2 weist Kelzy® eine zuverlässige Suppression des Eisprungs und den besten PI aller oralen Kontrazeptiva (Originalprodukte) – in Deutschland auf.**

In Bezug auf die Therapietreue bei hormonellen Kontrazeptiva spielt eine hohe Zyklusstabilität eine wichtige Rolle. Studien zur Kontrazeption zeigen, dass Kelzy® unter dem 24/4-Schema eine hohe Zyklusstabilität ermöglicht.6

Die Retardtablette schließt eine Zulassungslücke

Mit der zweiten Indikation zur Behandlung des PCOS-bedingten Hirsutismus schließt die Retardtablette eine bislang bestehende Zulassungslücke.

Den klinischen Bedarf dahinter verdeutlichen die Leitlinien: Aktuelle Leitlinien zum PCOS empfehlen bei Frauen im reproduktiven Alter ohne Kinderwunsch kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) als Therapie der ersten Wahl bei Hyperandrogenismus und/oder Zyklusstörungen – sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Dies umfasst auch die Behandlung klinischer Symptome wie Hirsutismus sowie den Schutz des Endometriums, da bei PCOS ein erhöhtes Risiko für Endometriumhyperplasien und -karzinome besteht.3,7,8

KOK wurden bislang jedoch ohne spezifische Zulassung bei PCOS eingesetzt – jetzt erhielt Kelzy® als einziges Präparat die neue zweite Indikation zur Behandlung des Hirsutismus bei Frauen mit PCOS.

  

Die Indikationserweiterung von Kelzy® basiert auf der Zulassungsstudie von Lobo et al. (2025).9

Die doppelblinde, placebokontrollierte, prospektive Studie belegt, dass die Retardformulierung Kelzy® im 24/4-Schema über bis zu 9 Zyklen bei Frauen mit PCOS-bedingtem Hirsutismus wirksam ist: Die Retardtablette senkte erhöhte Spiegel von freiem Testosteron sowie den freien Androgenindex signifikant in den Normbereich. Gleichzeitig verbesserten sich das Blutungsmuster und die gesundheitsbezogene Lebensqualität, während die Stoffwechselparameter stabil blieben. Insgesamt erwies sich Kelzy® als gut verträglich.9

Pharmakologischer Hintergrund

Ethinylestradiol: ein relevanter Wirkstoff

Die beobachteten Effekte lassen sich durch die pharmakologischen Eigenschaften der beiden Wirkstoffe erklären: EE zeigt im Vergleich zu anderen in KOK eingesetzten Östrogenen den stärksten stimulierenden Effekt auf die Bildung des Sexualhormon-bindenden Globulins (SHBG).7

In Kombination mit dem antiandrogen wirkenden DNG ergibt sich eine ausgeprägte antiandrogene Wirkung: Die SHBG-Spiegel steigen, was dazu führt, dass der Androgenspiegel sowie das freie Testosteron reduziert werden.9

Ein wesentlicher Hintergrund der Studie von Lobo et al. war unter anderem die Empfehlung, KOK mit der niedrigsten wirksamen Östrogendosis (0,02–0,03 mg EE) als First-Line-Therapie bei PCOS einzusetzen.9,10,11

  

Kelzy® greift dieses Prinzip der niedrigsten Östrogendosis auf und kombiniert niedrig dosiertes Ethinylestradiol (0,02 mg) mit Dienogest (2 mg). Dienogest ist ein Gestagen, das neben seiner ausgeprägten antiandrogenen Partialwirkung eine hohe Spezifität für den Progesteronrezeptor im Endometrium aufweist, was zur Zykluskontrolle beiträgt. Zudem zeigt es keine relevante mineralokortikoide oder glukokortikoide Aktivität.12,13,14,15

Hirsutismus bei Frauen mit PCOS – hohe Prävalenz und seelische Belastung

Ergänzend unterstreichen epidemiologische Daten die hohe klinische Relevanz des Hirsutismus bei PCOS2: Zu seinen Leitsymptomen des PCOS gehören die Hyperandrogenämie bzw. Hyperandrogenismus – was sich klinisch sehr häufig in Hirsutismus manifestiert.3 Schätzungsweise 65–80% der Frauen mit PCOS sind von Hirsutismus betroffen.9

Neben Hyperandrogenismus und Zyklusstörungen ist PCOS zudem mit einer Vielzahl reproduktiver, metabolischer und psychischer Begleiterscheinungen assoziiert.3

Studiendaten zeigen, dass Hirsutismus das Selbstwertgefühl der Betroffenen erheblich beeinträchtigen kann. Patientinnen berichten häufig über Sorgen hinsichtlich ihres äußeren Erscheinungsbildes und möglicher Auswirkungen auf persönliche Beziehungen.16

  

Umso wichtiger ist es, die psychischen und sozialen Auswirkungen des PCOS in Diagnostik und Therapie konsequent zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang erfasste die Zulassungsstudie (Lobo et al. 2025) von Kelzy® für die zweite Indikation Behandlung des Hirsutismus bei Frauen mit PCOS auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität.


Die Retardtablette bei Frauen mit PCOS-bedingtem Hirsutismus – Wirksamkeit und Sicherheit

Die Zulassungsstudie zu Hirsutismus bei PCOS randomisierte 305 Frauen im Alter von 14 bis 40 Jahren im Verhältnis 4:1 auf Kelzy® oder Placebo. Die Patientinnen waren mindestens zwei Jahre postmenarchal und wiesen einen Body-Mass-Index (BMI) zwischen 18 und <35 kg/m² auf. Alle Teilnehmerinnen zeigten einen klinischen Hyperandrogenismus in Form von Hirsutismus, definiert durch einen adaptierten modifizierten Ferriman-Gallwey-Score (mFG) von ≥7, in Kombination mit Oligomenorrhö (≤6 Menstruationen pro Jahr) und/oder einem polyzystischen Ovarialbefund. Der mFG gilt als etablierter Goldstandard in der Hirsutismusdiagnostik.9

Die Safety-Population umfasste 291 Frauen (DNG+EE: 234; Placebo: 57), das Full-Analysis-Set (FAS) 256 Frauen (DNG+EE: 209; Placebo: 47).9

Der primäre Endpunkt war die Veränderung des Hirsutismus vom Studienbeginn bis Zyklus 9 bzw. bis zur vorzeitigen Beendigung (EDV), beurteilt anhand des adaptierten mFG-Scores. Ein Score <7 wurde als hirsutismusfrei definiert. Zu Studienbeginn wiesen die meisten Patientinnen einen milden Hirsutismus auf (Kelzy®: 82,3%; Placebo: 74,5%; mFG 7–<14), während ein schwerer Hirsutismus (mFG ≥19) nur selten beobachtet wurde.9

Verbesserung der Androgenparameter

Zu Studienbeginn war bei rund 80% der Patientinnen in beiden Behandlungsarmen der Serumspiegel des freien Testosterons (≥15 pmol/L) erhöht:  

  • Bereits ab Zyklus 3 wurde unter Kelzy® eine deutliche Absenkung des mittleren freien Testosterons in den physiologischen Bereich (<15 pmol/L) beobachtet. Bis zum Ende von Zyklus 9/EDV erreichten zwei Drittel der Frauen (127/195) in der DNG+EE-Gruppe Normwerte, während in der Placebogruppe keine relevante Veränderung beobachtet wurde. 9
  • Zusätzlich verbesserten sich die mittleren Werte von freiem Androgenindex (FAI), Androstendion, 17-Hydroxyprogesteron, Dehydroepiandrosteronsulfat sowie SHBG signifikant. In der Placebogruppe zeigten sich keine entsprechenden Effekte.9
  • Adipositas verstärkt die klinischen Manifestationen des Hyperandrogenismus häufig. Aus diesem Grund wurden BMI-Subgruppenanalysen berechnet. Die Ergebnisse ergaben auch in den BMI-Subgruppen (≤30 kg/m² vs. >30 kg/m²) keine klinisch relevanten Unterschiede.9

Signifikante Reduktion des Hirsutismus

Parallel zur Absenkung der Androgenspiegel reduzierte sich unter Kelzy® der Hirsutismus signifikant stärker im Vergleich zu Placebo.

  • Der mittlere mFG-Score sank bis Zyklus 9/EDV in der DNG+EE-Gruppe um 3,8 Punkte, gegenüber 1,5 Punkten in der Placebogruppe (mittlere Differenz: –2,24 ± 0,49 (98,75%-KI: –∞ bis –1,14; p <0,0001). Dieser Behandlungseffekt war unabhängig vom BMI (≤30 kg/m² und >30 kg/m²).9

Besonders gute Wirkung bei mildem Hirsutismus

Gerade milder Hirsutismus gilt als besonders schwer behandelbar, da Therapieeffekte anhand des adaptierten mFG-Scores weniger deutlich nachweisbar sind als bei moderat bis schwer ausgeprägtem Hirsutismus. Dass Kelzy® insbesondere bei mildem Hirsutismus wirkt, zeigen weitere Analysen der Zulassungsstudie. Rund 53,0% (88/167) der Patientinnen mit mildem Hirsutismus erreichten bis Zyklus 9/EDV eine vollständige Normalisierung. Bei Frauen mit moderatem Hirsutismus verbesserten sich 62,5% (20/32) auf einen milden Schweregrad, während 18,8% (6/32) Hirsutismus-frei wurden (Abbildung 2).9

 

Abbildung 2: Die Reduktion des Hirsutismus in den Schweregradsubgruppen (modifiziert nach 8)

 
 

Verbessertes Blutungsprofil

Auch hinsichtlich des Blutungsmusters zeigte Kelzy® deutliche Vorteile. In allen untersuchten Zeiträumen (Zyklen 2–4, 5–7, 8–9 sowie 2–9) berichtete ein signifikant höherer Anteil der Frauen über geplante Blutungen oder Spotting-Episoden im Vergleich zur Placebogruppe (p <0,0001).9

Während in den sechs Monaten vor Studienbeginn nur etwa 15% (Kelzy-Gruppe) und 17% (Placebo-Gruppe) der Patientinnen ein regelmäßiges Blutungsmuster aufwiesen, erreichten unter Kelzy® bereits in den Zyklen 2–4 89,9% (196/218) ein regelmäßiges Blutungsprofil. Zum Vergleich: In der Placebogruppe lag dieser Anteil bei 42,3% (22/52).9

Verbesserung der Lebensqualität

Die gesundheitsgezogene Lebensqualität – ein weiteres zentrales Therapieziel beim PCOS – erhöhte sich unter Kelzy® deutlich (Abbildung 3). Entsprechend verbesserten sich im PCOSQ (Polycystic Ovary Syndrome Health-Related Quality of Life Questionnaire) die mittleren Scores über alle untersuchten Domänen (Emotionen, Körperbehaarung, Gewicht, Menstruationsprobleme) – am meisten in der Kelzy®-Gruppe.9

Am Studienende zu Zyklus 9/EDV bestand eine signifikante negative Korrelation zwischen adaptiertem mFG-Score und Lebensqualität (r =–0,25; 95%-KI –0,37 bis –0,011; p = 0,0004): Mit sinkendem mFG-Score nahm die Lebensqualität zu. Eine vergleichbare negative signifikante Korrelation zeigte sich für die Domänen „Körperbehaarung“, „Emotionen“ (umfasst Fragen, ob man sich aufgrund von PCOS depressiv, niedergeschlagen oder besorgt fühlt), „Menstruationsprobleme“ und „Körpergewicht“.  In der Placebogruppe ergaben sich keine signifikanten Zusammenhänge.9

Abbildung 3: Verbesserung der Lebensqualität (modifiziert nach 8)

 
 

Stabile Stoffwechselparameter

Da PCOS häufig mit metabolischen Störungen assoziiert ist, kommt der metabolischen Sicherheit eine besondere Bedeutung zu. In der Studie von Lobo et al. blieben die Stoffwechselparameter stabil. Insbesondere zeigte sich in keiner der beiden Gruppen ein negativer Effekt auf die Insulinresistenz.9

Take Home Messages

  • Hoher klinischer Bedarf: PCOS-bedingter Hirsutismus ist häufig und für viele Patientinnen mit einer erheblichen psychosozialen Belastung verbunden – eine gezielte, evidenzbasierte Therapie ist daher essenziell.2,3,7
  • Leitliniengerechte Therapie: Kombinierte orale Kontrazeptiva mit niedriger Östrogendosis stellen die First-Line-Therapie bei Hyperandrogenismus im PCOS dar und adressieren sowohl hormonelle Dysbalancen als auch Zyklusstörungen bei Frauen ohne Kinderwunsch.7,10 Die Retardtablette Kelzy® hat die zweite Indikation für Frauen mit Hirsutismus bei PCOS erhalten.
  • Wirkprinzip und klinischer Nutzen: Die Kombination aus hoch antiandrogen wirkendem Dienogest (2 mg) und niedrig dosiertem Ethinylestradiol (0,02 mg) in Kelzy® senkt durch Erhöhung des SHBG-Spiegels das freie Testosteron sowie den freien Androgenindex signifikant – mit deutlich positiven Effekten auf Hirsutismus, Zyklusstabilität und Lebensqualität.9

 
 

**Grundlage: Overall Pearl-Index gemäß jeweiliger Fachinformation.

  1. Teede HJ, Khomami MB, Morman R et al. Polyendocrine metabolic ovarian syndrome, the new name for polycystic ovary syndrome: a multistep global consensus process. The Lancet, 2026;S0140673626007178. doi:10.1016/S0140-6736(26)00717-8.
  2. Weltgesundheitsorganisation (WHO). 2026. Polycystic ovary syndrome. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/polycystic-ovary-syndrome; abgerufen am 17.03.2026.
  3. Forslund M, Melin J, Stener-Victorin E et al. International evidence-based guideline on assessment and management of PCOS-A Nordic perspective. Acta Obstet Gynecol Scand, 2024;103(1):7-12. doi: 10.1111/aogs.14725.
  4. Public Assessment Report, Scientific discussion: Dienogest/Ethinylestradiol Exeltis (ethinylestradiol, dienogest), SE/H/2380/01/DC. Verfügbar unter: htps://docetp.mpa.se/LMF/Dienogest_Ethinylestradiol%20Exeltis%20prolonged-release%20tablet%20ENG%20PAR_09001bee83e5028c.pdf; abgerufen am 05.08.2024.
  5. Pedro-Antonio Regidor, Alicyoy Angulo, Enrico Colli. Effect over coagulation and fibrinolysis parameters of a prolonged release 24 + 4 daily use regime contraceptive formulation containing 2 mg dienogest/0.02 mg ethinylestradiol. Gynecological Endocrinology, 2025; 41:12458708, DOI: 10.1080/09513590.2025.2458708.
  6. Biskupska-Bodova K, Sójka-Kupny J, Nyirády T et al. A randomised double-blind trial to determine the bleeding profile of the prolonged-release contraceptive dienogest 2mg/ethinylestradiol 0,02mg versus an immediate-release formulation of drospirenone 3mg/ethinylestradiol 0,02mg. Eur J Contracept Reprod Health Care, 2025; 30(1):3-12. doi: 10.1080/13625187.2024.2398433.
  7. Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) mit Unterstützung des Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten/Sektion Endokrinologie/ Diabetologie (BDI). 2025; S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie des polyzystischen Ovarsyndroms (PCOS). AWMF-Registriernummer: 089-004 Version 1,0. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/089-004l_S2k_Diagnostik-Therapie-polyzystisches-Ovarsyndrom-PCOS_2025-08.pdf; abgerufen am 23.07.2025.
  8. Barry JA, Azizia MM, Hardiman PJ. Risk of endometrial, ovarian and breast cancer in women with polycystic ovary syndrome: a systematic review and meta-analysis. Hum Reprod Update, 2014 Sep-Oct;20(5):748-58. doi: 10.1093/humupd/dmu012. Epub 2014 Mar 30. PMID: 24688118; PMCID: PMC4326303.
  9. Lobo R, Angulo A, Muñoz A et al. Oral prolonged-release dienogest 2 mg and ethinylestradiol 0.02 mg in a 24/4-day regimen for polycystic ovary syndrome-associated hirsutism: a double-blind, randomised, placebo-controlled trial. EClinicalMedicine, 2025; 90:103594. doi: 10.1016/j.eclinm.2025.103594.
  10. Teede HJ, Misso ML, Costello MF et al. Recommendations from the international evidence-based guideline for the assessment and management of polycystic ovary syndrome. Fertil Steril, 2018;110:364-379. doi: 10.1016/j.fertnstert.2018.05.004.
  11. Oguz SH, Yildiz BO. An Update on Contraception in Polycystic Ovary Syndrome. Endocrinol Metab (Seoul), 2021;36(2): 296-311. doi: 10.3803/EnM.2021.958.
  12. Wiegratz I, Thaler CJ. Hormonal contraception – what kind, when, and for whom? Dtsch Arztebl Int, 2011; 108(28-29):495-505. doi: 10.3238/arztebl.2011.0495.
  13. Oettel M, Breitbarth H, Elger W et al. The pharmacological profile of dienogest. Eur J Contracept Reprod Health Care, 1999;4(1):2–13.doi: https://doi.org/10.3109/13625189909085259.
  14. Sasagawa S, Shimizu Y, Kami H et al. Dienogest is a selective progesterone receptor agonist in transactivation analysis with potent oral endometrial activity due to its efficient pharmacokinetic profile. Steroids, 2008; 73(2):222-231. doi: 10.1016/j.steroids.2007.10.003.
  15. Oettel M, Carol W, Elger W. A 19-Norprogestin without 17α-ethinyl group II: Dienogest from a pharmacodynamic point of view. Drugs of Today, 1995;31: 517–536.
  16. Lipton MG, Sherr L, Elford J et al. Women living with facial hair: the psychological and behavioral burden. J Psychosom Res, 2006; 61(2):161-168. doi: 10.1016/j.jpsychores.2006.01.016.

Pflichtangaben nach HWG §4 Abs. 1


Kelzy 2 mg/0,02 mg Retardtabletten

Wirkstoffe: Dienogest/Ethinylestradiol Zus.: Weiße Retardtabl.: Jede Tabl. enth. 2 mg Dienogest u. 0,02 mg Ethinylestradiol. Grüne Placebo-Tabl.: Die Tabl. enth. keine Wirkstoffe. Sonst. Bestandt. m. bekannter Wirkung: Jede weiße wirkstoffhaltige Retardtabl. enth. 19 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat). Jede grüne Placebo-Tabl. enth. 56mg Lactose (als Lactose-Monohydrat). Sonst. Bestandt.: Weiße (wirkstoffhaltige) Retardtabl.: Lactose-Monohydrat, Hypromellose (E 464), Povidon K30, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pfl.], wasserfr. kolloidales Siliciumdioxid. Filmüberzug: Polyvinylalkohol (teilhydrolisiert), Titandioxid (E 171), Macrogol 3350, Talkum, Macrogol 400. Grüne Tabl. (Placebo): Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K30, Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pfl.]. Filmüberzug: Hypromellose, Triacetin, Polysorbat 80, Titandioxid (E 171), Indigocarmin-Aluminiumsalz (E 132), Eisen(III)-hydroxid-oxid × H2O Anwend.: Orale hormon. Kontrazeption u. Behandl. v. Hirsutismus bei Fr. m. PCOS. Bei d. Entscheidung, Kelzy zu verschreiben, sollten die aktuel., indiv. Risikofakt. d. einzelnen Frauen, insbes. i. Hinblick auf ven. Thromboembolien (VTE), berücksichtigt werden. Auch sollte das Risiko f. eine VTE bei Anwend. v. Kelzy m. dem anderer komb. hormon. Kontrazept. (KHK) vergl. werden. Gegenanz.: Überempf. gg. die Wirkst. od. gg. einen d. genannten sonst. Bestandt. Vorliegen einer od. Risiko f. eine VTE, VTE – besteh. VTE (u. Therapie m. Antikoagulanzien) od. VTE i. d. Vorgeschichte (z. B. tiefe Venenthrombose [TVT] od. Lungenembolie [LE]), bek. erbl. od. erworb. Prädispos. f. eine VTE, wie z. B. APC-Resistenz (einschl. Faktor-V-Leiden), Antithrombin-III-Mangel, Protein-C-Mangel od. Protein-S-Mangel, gr. Operationen m. läng. Immobil., hohes Risiko f. eine VTE aufgru. mehrerer Risikofakt. Vorliegen einer od. Risiko f. eine arter. Thromboembolie (ATE), ATE – besteh. ATE, ATE i. d. Vorgeschichte (z. B. Myokardinfarkt) od. Erkr. i. Prodromalstad. (z. B. Angina pectoris), Zerebrovaskuläre Erkr. – besteh. Schlaganfall, Schlaganfall i. d. Vorgeschichte od. prodromale Erkr. (z. B. transitorische ischäm. Attacke [TIA]) i. d. Vorgeschichte, bek. erbl. od. erworb. Prädispos. f. eine ATE, wie z. B. Hyperhomocysteinämie u. Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulans), Migräne m. fok. neurol. Sympt. i. d. Vorgeschichte, hohes Risiko f. eine ATE aufgru. mehrerer Risikofakt. od. eines schwerw. Risikofakt. wie: -Diabetes mellit. m. Gefäßschäd., -Schw. Hyperton., -Schw. Dyslipoproteinämie, Besteh. od. vorausgeg. schw. Lebererkr., sol. sich die Leberfunktionswerte nicht wieder normal. haben, besteh. od. vorausgeg. (benigne od. maligne) Lebertumoren, bek., durch Sexualsteroide beeinfl. maligne Erkr. (z. B. d. Geschlechtsorgane od. d. Mamma) od. d. Verdacht darauf, nicht abgekl. vaginale Blutungen. Kelzy ist kontraindiziert f. die gleichz. Anwend. m. Arzneim., d. Ombitasvir/Paritaprevir/ Ritonavir, Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir u. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enth. Nebenw.: Häufig: Vaginalinfekt., Libidostör., Stimmungsschwank., Kopfschm., Übelkeit, Abdominalschm., Akne, intermenstr. Blutung, Brustbeschw., Dysmenorrhoe, Gewichtszun., Thyreotropin i. Blut erh. Gelegentl.: Harnwegsinfekt., Hypothyreose, Appetitstör., Flüssigkeitsret., Hyperglykämie, Insulinresist., Angst, Depression, Schlafstör., psychische Stör., Migräne, Schwindelgefühl, thrombotische Ereig., Hyperton., Hitzewall., Erbrechen, Diarrhoe, Flatulenz, aufgetr. Bauch, Alopezie, Pruritus, Dermatitis, Hyperhidrosis, Ausschlag, tr. Haut, Hauterkr., Schm. i. d. Extremitäten, Amenorrhoe, Menstruationsstör., vagin. Blutungen, Ovarialzysten, vulvovagin. Trockenh., Beckenschm., vulvovagin. Pruritus, Zervixdxplasie, Dysparreunia, vagin. Ausfluss, vulvovagin. Entz., Erschöpf., Schwellung, peripher. Ödeme, Triglyceride im Bl. erh., Kreatinphosphokinase i. Bl. erh., Cholesterin i. Bl. erh., Laktatdehydrog. i. Bl. erh., Prolaktin i. Bl. erh. Selten: Genitaler Herpes, Myringitis, Fibroadenom i. d. Brust, Leukopenie, Hyperthyriodismus, Dyslipidämie, Dysgeusie, Hypoästhesie, Parästhesie, Augenjucken, Sehstör., Vertigo, Palpitationen, Blutdruckfluktuation, Hämatom, Besenreiservarizen, Varizen, Epistaxis, Obstipation, Dyspepsie, gastroösophageale Refluxerkr., Hyperästhsie d. Zähne, Chloasma, Urtikaria, Arthralgie, Haematurie, Leukozyturie, Endometriumhyperpl., Beschw. i. Genitalb., Unwohlsein, Trägh., gen. Verschlecht. d. psych. Zustandes, Fibrin D Dimer erh., Blutdruck anormal, Insulinresistenztest. Nicht bekannt: Exazerbation v. Sympt. eines hereditären u. erworb. Angioödems

Verschreibungspflichtig. Warnhinweis: Enthält Lactose Zul.-Inhaber: Exeltis Germany GmbH, Adalperostr. 84, 85737 Ismaning. Stand d. Information: März 2026