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Liebe Leserinnen und Leser,
Trotz Fortschritten in der endokrinen Behandlung von PatientInnen mit ER+/HER2- metastasierten Mammakarzinom stellt die Entwicklung therapielimitierender Resistenzmechanismen eine zentrale Herausforderung der Brustkrebstherapie dar. Die bei der Therapie mit ORSERDU® (Elacestrant) einzig zugelassene Testung auf ESR1-Mutationen mittels Liquid Biopsy ermöglicht es, frühzeitig Mutationen zu identifizieren, die klinisch relevante Konsequenzen für die weiterführenden Therapieoptionen haben.
ESR1-Mutationen: Therapiechance beim ER+/HER2- mBC1,2
Das ER+/HER2-negative Mammakarzinom ist die häufigste Form des metastasierten Brustkrebses.3 Diese Tumore sind in besonderem Maße durch hormonelle Signale wie Östrogen in ihrem Wachstum getrieben. Ein zentrales Therapieziel ist es daher, endokrine Therapien so lange wie möglich auszureizen und einen Wechsel zur Chemotherapie hinauszuzögern. Bis zu 40% der PatientInnen entwickeln im Krankheitsverlauf aktivierende ESR1-Mutationen4, ein entscheidender Faktor für die endokrine Resistenz, die mit einer ungünstigen Prognose verbunden ist. Die Häufigkeit von ESR1-Mutationen hängt von Dauer und Art der vorangegangenen endokrinen Therapie ab und unterstreicht somit die Notwendigkeit nach jedem Progress erneut auf ESR1m mittels Liquid Biopsy zu testen.5-9
Liquid Biopsy: PatientInnen-schonende und präzise ESR1-Mutations-Diagnostik
Das Erkennen von aktivierenden ESR1-Mutationen ist ein wichtiger Faktor bei der zielgerichteten Therapie. Für die Detektion dieser Mutationen steht mit der Liquid Biopsy eine für den vollständigen ESR1-Mutationsstatus hochsensitive Diagnostik zur Verfügung, unabhängig von der Lokalisation der Metastasen.5, 10-14 Der routinemäßige Einsatz der Liquid Biopsy bei jedem Progress ermöglicht eine zielgerichtete Behandlung. Neben hoher Testgenauigkeit punktet die Methode durch Schonung der PatientInnen, Wiederholbarkeit nach jedem Progress und einer unkomplizierten Einbindung in den klinischen Alltag.5, 10-14
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Seit dem 1. Juli 2024 ist der Nachweis einer ESR1-Mutation aus zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) zur Indikationsstellung einer Therapie mit ORSERDU® (Elacestrant) Bestandteil des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM).15
ORSERDU®: Einzig zugelassene Therapie in der 2nd-Line bei HR+/HER2- metastasiertem Mammakarzinom mit aktivierender ESR1-Mutation
Der Nachweis von ESR1-Mutationen bietet zielgerichtete Therapieoptionen: ORSERDU® ist der erste und einzige in Deutschland zugelassene orale, selektive Estrogenrezeptor-Degrader (SERD) für postmenopausale Frauen und Männer mit fortgeschrittenem ER+/HER2- metastasierten Mammakarzinom und aktivierenden ESR1-Mutationen nach einer endokrinen Therapie, einschließlich CDK4/6-Inhibitoren.17 In einer explorativen Post-hoc-Analyse der EMERALD-Zulassungsstudie konnte bei PatientInnen mit nachgewiesenen ESR1-Mutationen und einer Vortherapie von ≥ 12 Monaten CDK4/6i ein medianes progressionsfreies Überleben von 8,6 Monaten erreicht werden – im Vergleich zu 1,9 Monaten unter bisherigen Standardtherapien.18*;** Dieser klinisch relevante Effekt zeigte sich unabhängig vom Vorliegen weiterer Co-Mutationen wie PIK3CA (mPFS 5,5 Monate vs 1,9 Monate mPFS SOC.) Die aktuelle AGO-Leitlinie empfiehlt ORSERDU® deshalb explizit als gezielte Option für PatientInnen mit nachgewiesenen ESR1-Mutationen.18
Damit wird deutlich, dass der Nachweis von ESR1-Mutationen nicht nur einen entscheidenden Marker für endokrine Resistenz darstellt, sondern zugleich den Weg für eine leitliniengerechte, zielgerichtete Therapie mit ORSERDU® eröffnet – und so eine evidenzbasierte Behandlungsoption für PatientInnen mit ER+/HER2- metastasiertem Mammakarzinom schafft.
Weitere Informationen zur ESR1-Testung und ORSERDU® (Elacestrant)
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