19.1/2026

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Advertorial
 
 

Im Januar hat die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Empfehlung zur Pneumokokken-Impfung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis einschließlich 17 Jahren mit RisikofaktorenA aktualisiert. Die STIKO empfiehlt nun die einmalige Indikationsimpfung mit dem 20-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff PCV20 (Prevenar 20®).1

Vorteile und Ziel der einmaligen PCV20-Impfung

Bislang sah die STIKO-Empfehlung für Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit RisikofaktorenA die sequenzielle Impfung mit PCV13 oder PCV15 gefolgt von einer Dosis PPSV23 nach 6 bis 12 Monaten vor. Aufgrund der begrenzten Dauer des Impfschutzes sollte nach mindestens 6 Jahren eine Auffrischung mit PPSV23 erfolgen.2 Mit der aktualisierten STIKO-Empfehlung wird dieser Altersgruppe – wie bereits Erwachsenen – nur noch PCV20 empfohlen. Eine Auffrischimpfung mit PPSV23 wird nicht mehr empfohlen.1

 Tab. 1: Umsetzung der Pneumokokken-Indikationsimpfung für Kinder ab 2 Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit Risikofaktoren unter Berücksichtigung des aktuellen Impfstatus.1

Ziel dieser neuen und vereinfachten STIKO-Empfehlung ist es, die Zahlen von invasiven Pneumokokken-Erkrankungen (IPE) und Pneumokokken-Pneumonien sowie deren Folgen – wie Hospitalisierung, Behinderung und Tod – bei Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen zu reduzieren.1

Das aktualisierte Impfschema ermöglicht1:

  1. Eine größere Serotypenabdeckung durch PCV20 vs. PCV13 und PCV15 in der Altersgruppe (2023 bis 2025: 50 % für PCV13, 59 % für PCV15 und 68 % für PCV20).
  2. Eine – wegen der T-Zell-unterstützten Immunantwort – vermutlich längere Schutzdauer vs. PPSV23.
  3. Eine vereinheitlichte, vereinfachte Empfehlung zur Indikationsimpfung über alle Altersgruppen.

 

Erhöhte Anfälligkeit für Pneumokokken-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen mit Risikofaktoren

In Deutschland treten 30 % der IPE-Fälle in der Altersgruppe der 2- bis 17-Jährigen bei Kindern und Jugendlichen mit Risikofaktoren auf. Die geschätzte IPE-Inzidenz dieser Gruppe liegt mit 17,1 vs. 21,1/100.000 Einwohner:innen pro Jahr nah an der IPE-Inzidenz von Personen ab 60 Jahren.1 Gleichzeitig steigt die Pneumonie-Rate mit der Anzahl vorliegender risikoerhöhender Vorerkrankungen und deren Schweregrad und die Gefahr für bleibende Folgeschäden ist bei vorliegenden Risikofaktoren besonders hoch.1, 3 Infolge einer Infektion kann es zum Beispiel zu einem Hörverlust, einer Beeinträchtigung der kognitiven Funktion oder auch zu Nierenkrankheiten bis hin zu Nierenversagen kommen.4

Etwa jede:r fünfte 0- bis 17-Jährige in Deutschland lebt mit einer chronischen Erkrankung.5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 Besonders häufig sind dabei atopische Dermatitis (12,8 %) und Asthma (6 %).5 Aber auch andere chronische Krankheiten, die das Risiko für schwer verlaufende Pneumokokken-Infektionen erhöhen, kommen im Kindesalter vor. Dazu zählen unter anderem Autoimmunerkrankungen wie rheumatische Krankheiten – z. B. die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) – und chronisch entzündliche Erkrankungen – wie beispielsweise des Darms (CED) –, sowie chronische Herzkrankheiten, Diabetes und Epilepsie. Wird eine immunsuppressive Therapie benötigt, steigt das Risiko noch weiter an.1, 12

Verordnung und Erstattung von PCV20

Unmittelbar nach einer neuen STIKO-Empfehlung erfolgt die Verordnung zunächst auf Privatrezept mit Abrechnung der Impfleistung gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Je nach Krankenkasse ist eine freiwillige Erstattung über Einzelfallentscheidung oder Satzungsleistung möglich – Eltern können diese bei ihrer Krankenkasse anfragen. Erst nach Aufnahme in die Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) wird die Pneumokokken-Impfung mit PCV20 für Kinder und Jugendliche mit Risikofaktoren zur Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Anschließend werden die Kosten für alle gesetzlich Versicherten übernommen.

Die Empfehlung zur Grundimmunisierung von Säuglingen mit PCV13 oder PCV15 bleibt bestehen.1 Die STIKO kündigte aber an, sich auch hier weiter mit dem Einsatz von PCV20 zu beschäftigen, sobald neue Daten und Studienergebnisse verfügbar werden.13 Für unter 2-Jährige kann PCV20 auf Privatrezept verordnet werden. Eine individuelle Erstattung kann mit der jeweiligen Krankenkasse besprochen werden.

 

Zur Fachinformation von Prevenar 13®
Zur Fachinformation von Prevenar 20®

Anmerkungen
A Die STIKO-Empfehlung gilt für folgende drei Gruppen: 1. Angeborene oder erworbene Immundefekte, 2. sonstige chronische Krankheiten, die mit einer erhöhten Gefährdung für Pneumokokken-Infektionen einhergehen und 3. anatomische oder fremdkörperassoziierte Risiken für eine Pneumokokken-Meningitis.1

Referenzen
1Robert Koch-Institut. Epid Bull. 2026;2:3–18.

2Robert Koch-Institut. Epid Bull. 2025;4:1–75.
3Pelton SI, et al. BMC Infect Dis. 2015;15:470.
4Kruckow KL, et al. Pneumonia (Nathan). 2023;15:5.
5Krause L, et al. Journal of Health Monitoring. 2018;3(3):2–17.
6Robert Koch-Institut. Diabetes in Deutschland - Kinder und Jugendliche. https://diabsurv.rki.de/Webs/Diabsurv/DE/diabetes-in-deutschland/kinderjugendliche/2-11_Praevalenz_Typ_1_Diabetes.html. Letzter Zugriff: 30.01.2026.
7Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. Morbus Crohn. https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/morbus-crohn/was-ist-morbus-crohn/. Letzter Zugriff: 30.01.2026.
8Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung e. V. Einfluss von Epilepsie auf die Hirnentwicklung bei Kindern: Neue Therapieansätze und Forschungsperspektiven. https://dgkn.de/dgkn/presse/pressemitteilungen/544-einfluss-von-epilepsie-auf-die-hirnentwicklung-bei-kindern-neue-therapieansaetze-und-forschungsperspektiven. Letzter Zugriff: 30.01.2026.
9Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. Herzfehler (angeborene). https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/herzfehler-angeborene/. Letzter Zugriff: 30.01.2026.
10Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. Was ist Kinder- und Jugendrheumatologie? https://www.dgkj.de/eltern/spezialist/-innen-portraits/kinder-und-jugendrheumatologie. Letzter Zugriff: 30.01.2026.
11 Statista GmbH. Bevölkerung – Einwohnerzahl in Deutschland nach relevanten Altersgruppen im Jahr 2024. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/. Letzter Zugriff: 30.01.2026.
12Wagner N, et al. Bundesgesundheitsbl. 2019;62:494–515.
13 Robert Koch-Institut. Epid Bull. 2025;33:3–11.

PP-PNR-DEU-1371