Kalt erwischt: 3 von 4 Erwachsenen nicht STIKO-konform gegen Pneumokokken geimpft
Traditionell nehmen Infektionen in der kalten Jahreszeit zu. Immer mehr in den Fokus rückt dabei das Zusammenspiel von viralen und bakteriellen Erkrankungen. Umso wichtiger ist es, insbesondere ältere Patient:innen ab 60 jetzt zu schützen. Mit der von der STIKO empfohlenen einmaligen Pneumokokken-Impfung ist das so einfach wie nie.
Jedes Jahr im Winter erhöht sich durch den saisonalen Anstieg von Atemwegs-Infektionen der Druck auf das Gesundheitssystem.1 Daher ist es wichtig, Impfprävention rechtzeitig zu priorisieren. Pneumokokken sind weltweit eine der häufigsten impfpräventablen Todesursachen.2 Aber 3 von 4 Erwachsenen sind laut KV-Surveillance nicht STIKO-konform gegen Pneumokokken geimpft.3
Gerade im Winter greift der enge Zusammenhang von bakteriellen und viralen Infektionen. Pneumokokken-Erkrankungen treten häufig als Koinfektionen mit RSV oder Influenza auf. Dabei scheint die virale Infektion als eine Art Türöffner zu fungieren.4,5 Eine durch Influenza beeinträchtigte Lungenbarriere erleichtert die Diffusion von Serum in die unteren Atemwege, wo es einen Nährboden für Bakterien darstellt.6 Auch nach einer überstandenen Influenza-Infektion bleibt die Anfälligkeit für bakterielle Erreger erhöht.4
Das kann bei steigenden Infektionszahlen im kommenden Winter zur Herausforderung werden. Meningitiden, Bakteriämien: Aktuelle Daten zeigen schon in der 1. Jahreshälfte 2024 einen deutlichen Anstieg invasiver Pneumokokken-Erkrankungen (invasive pneumococcal disease – IPD).7
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