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Von Nicht-Unterlegenheitsstudie bis EOS-Maskierung: was aktuelle Daten für Ihre Patient:innen bedeuten
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Liebe Leser:innen,
schweres eosinophiles Asthma bleibt eine Herausforderung im Praxisalltag – gerade bei mehreren wirksamen Therapieoptionen braucht es solide Entscheidungshilfen. Studiendaten können hier gezielt unterstützen. In diesem Newsletter finden Sie relevante Erkenntnisse: von einer Nicht-Unterlegenheitsstudie mit mehreren Biologika bis zur kritischen Auswertung von Eosinophilenwerten unter oral Corticosteroiden (OCS).
Nicht-Unterlegenheitsstudie NIMBLE: numerisch weniger klinisch relevante Exazerbationen bei Verbleib auf Fasenra® vs. Wechsel zu Depemokimab
Die Nicht-Unterlegenheitsstudie NIMBLEa untersuchte erstmals systematisch die Umstellung von Patient:innen unter Mepolizumab oder Fasenra®b auf Depemokimab.1 Dabei war in der Gesamtpopulation die Rate klinisch signifikanter Exazerbationen über einen Zeitraum von 52 Wochen unter Depemokimab numerisch höher als unter Fortführung der bisherigen Therapie.c,1 Der primäre Endpunkt der Nicht-Unterlegenheit wurde somit nicht erreicht.
Die Ergebnisse einer präspezifizierten Subgruppenanalyse gemäß vorheriger Biologika-Therapie zeigen:
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Umstellung auf Depemokimab vs. fortgeführte Fasenra®-Therapie: numerischer Anstieg der Rate klinisch signifikanter Exazerbationend,e,1
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Umstellung auf Depemokimab vs. fortgeführte Mepolizumab-Therapie: numerisch vergleichbare Rate klinisch signifikanter Exazerbationene,f,1
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Aufgrund dieser Ergebnisse rät die Global Initiative for Asthma (GINA) bei Patient:innen, die gut auf Fasenra® ansprechen, von einem Wechsel zu Depemokimab ab.2
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EOS-Bestimmung und wichtige Schwellenwerte in der Praxis
Blut-Eosinophile (EOS) sind ein einfacher und aussagekräftiger Biomarker zur Therapiewahl. Dabei ist ein Detail entscheidend: OCS können Eosinophilie „maskieren” und einen Wert unauffällig wirken lassen, der jedoch klinisch relevant ist.3 Die S2k-Leitlinie berücksichtigt das: Unter OCS-Dauertherapie können Anti-IL-5(Rezeptor)-Biologika bereits ab > 150 EOS/µl zum Einsatz kommen.3
Dabei kann die richtige Therapie den Unterschied machen: In der Real-World-Studie XALOC-1h reduzierte Fasenra® Exazerbationen schon bei EOS-Werten zwischen 150 und 300/µl – mit gleicher Effektivität wie bei höheren EOS-Werten.4
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Mehr zum Thema sowie praktische Handlungsempfehlungen zum optimalen Timing der EOS-Bestimmung unter OCS-Therapie finden Sie auf MeinMEDCAMPUS.
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Fachinformation Fasenra®
DE-96259/06-26
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a NIMBLE: multizentrische, randomisierte, doppelblinde Doppel-Dummy-Parallelgruppen-Studie der Phase IIIA zur Nicht-Unterlegenheit. Teilnehmende (≥ 12 Jahre) mit Asthma (seit ≥ 2 Jahren) wiesen einen dokumentierten klinischen Nutzen unter Mepolizumab 100 mg s.c. Q4W oder Fasenra® 30 mg s.c. Q8W über ≥ 12 Monate auf und wurden 1:1 randomisiert; Depemokimab 100 mg s.c. Q26W (n = 848) oder Fortsetzung der bisherigen Biologika-Therapie (Mepolizumab oder Fasenra®) (n = 839).
b Fasenra® ist angezeigt als Add-on-Therapie bei erwachsenen Patient:innen mit schwerem eosinophilem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Corticosteroide plus lang wirksamer Beta-Agonisten unzureichend kontrolliert ist.
c Die Rate Ratio (RR) betrug 1,16 (95 %-Konfidenzintervall [KI]: 0,98–1,38); die Obergrenze des 95 %-KI überschritt die vordefinierte Grenze für Nicht-Unterlegenheit von 1,28.
d RR 1,38 (95 %-KI: 1,09–1,75).
e Bei der Analyse der Exazerbationsbelastung handelt es sich um deskriptive Vergleiche ohne Signifikanztestung.
f RR 0,99 (95 %-KI: 0,78–1,26).
g Klinisch signifikante Exazerbationen wurden als Verschlechterung des Asthmas definiert, die die Anwendung von systemischen Corticosteroiden und/oder einen Krankenhausaufenthalt und/oder einen Besuch in der Notaufnahme erforderlich macht. Bei allen Teilnehmenden waren intravenöse oder orale Steroide (z. B. Prednison) für ≥ 3 Tage oder eine einzelne intramuskuläre Corticosteroid-Dosis erforderlich. Bei Teilnehmenden, die systemische Corticosteroide zur Erhaltungstherapie erhielten, war mindestens die doppelte bestehende Erhaltungsdosis für ≥ 3 Tage erforderlich.
h XALOC-1: retrospektive Studie in Kanada, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich zur Wirksamkeit von Benralizumab bei Erwachsenen mit schwerem eosinophilem Asthma (SEA) und ≥ 12 Monaten Fasenra®-Behandlung. Annualisierte Exazerbationsraten (AER) wurden über 48 Wochen vor und nach Therapiebeginn in der Gesamtpopulation und nach Baseline-Charakteristika analysiert.
i Baseline-AER für alle Patient:innen war 3,37 (95 %-Kl: 3,17–3,58).
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Referenzen
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Fasenra® 30 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Fasenra® 30 mg Injektionslösung im Fertigpen
Wirkstoff: Benralizumab. Verschreibungspflichtig. Zusammensetzung: Jede Fertigspritze/jeder Fertigpen enthält 30 mg Benralizumab in 1 ml. Benralizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-Technologie in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters hergestellt wird. Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Trehalose-Dihydrat (Ph.Eur.), Polysorbat 20 (E 432), Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Asthma: Fasenra ist angezeigt als Add-on-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Corticosteroide plus lang wirksamer Beta-Agonisten unzureichend kontrolliert ist (siehe 5.1 der Fachinformation). Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA): Fasenra ist angezeigt als Add-on-Therapie bei erwachsenen Patienten mit rezidivierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (siehe 5.1 der Fachinformation). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Häufig: Pharyngitis, Überempfindlichkeitsreaktionen, Kopfschmerzen, Fieber, Reaktion an der Injektionsstelle; Nicht bekannt: Anaphylaktische Reaktion. Weitere Hinweise: siehe Fachinformation. Pharmazeutischer Unternehmer: AstraZeneca GmbH, Friesenweg 26, 22763 Hamburg, E-Mail: [email protected], www.astrazeneca.de, Servicehotline für Produktanfragen: 0800 22 88 660.
Stand: Q4 2024.
DE-75624/2024
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„KOMPAKT PNEUMOLOGIE“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.
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