43.1/2025

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Advertorial
 
 

Experteninterview: ADT bei der mHSPC-Behandlung in der niedergelassenen Praxis

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

für das metastasierte, hormonsensitive Prostatakarzinom (mHSPC) bleibt die medikamentöse Androgendeprivation (ADT) ein leitliniengerechter Basisbestandteil der umfassenden Therapieregime.1–3 Bei der Verabreichung dieser Wirkstoffe, z. B. dem GnRH-(Gonadotropin-Releasing-Hormon-)Agonist Triptorelin (Pamorelin®)4, stehe die urologische oder uroonkologische Praxis aufgrund der hohen Anzahl der mHSPC-Patienten vor einer Herausforderung, berichtete Dr. Alexander Rentschler, Dresden, in einem Interview. „Um alle Patienten zuverlässig mit der Behandlung zu versorgen, spielt die Art der Applikation daher eine große Rolle.“ Einfach und schnell müsse die Verabreichung erfolgen können, vom Anmischen bis zur Applikation. Die praxisgebundene Verabreichung habe jedoch den Vorteil, die Therapietreue und Wirksamkeit der Medikation kontrollieren zu können – der Testosteron-Spiegel würde regelmäßig erhoben, da dessen dauerhafte und zuverlässige Absenkung wichtig für den Therapieerfolg sei: „Niedrige Werte wirken sich positiv auf die Überlebenswahrscheinlichkeit sowie die Dauer bis zur Progression der Erkrankung aus“, so der Experte.

Im Regelfall sei die Applikation von ADT alle 3 Monate, einmal im Quartal, wirtschaftlich von Vorteil. Die Möglichkeit eines 6-Monats-Depots trage jedoch zur Entlastung in der Praxis bei. Die Wahl der individuell am besten geeigneten Therapie hänge für ihn von den Empfehlungen sowie den Studienergebnissen zur Wirksamkeit ab, weniger von durch Krankenversicherungen gemachte Vorgaben. „Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Libidoverlust und Hitzewallungen sind ebenfalls eher nachgestellt wichtig, auch aus Sicht der Patienten, da es keine Alternativen zur Behandlung gibt“, berichtete er. Er ist sich sicher, dass dies auch so bleiben wird: „Wir sehen in aktuellen Studien, die Effektivität neuer Wirkstoffe wird grundsätzlich in Kombination mit einer ADT untersucht“, so der Experte.

„Vielleicht ändern sich zukünftig die Verabreichungsformen, aber die ADT wird Teil der Behandlung in der niedergelassenen Praxis bleiben.“

 

Quellen

  1. Leitlinienprogramm Onkologie. S3-Leitlinie Prostatakarzinom, Version 7.0, Stand: Mai 2024. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/ Letzter Zugriff: 12.8.2025.
  2. Lowrance, W. T. et al. Journal of Urology 205, 14–21 (2021).
  3. European Association of Urology (EAU). Prostate Cancer - Guidelines, Stand: 2025. https://uroweb.org/guidelines/prostate-cancer Letzter Zugriff: 12.8.2025.
  4. Fachinformation Pamorelin®, aktueller Stand.

DKPP-DE-000035 08./2025