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Mittwoch, 05. März 2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

in der heutigen Ausgabe unseres Sonder-Newsletters stellen wir Ihnen neue Studien zum Thema Adipositas, deren Auswirkungen auf die kardiometabolische Gesundheit sowie zu nicht medikamentösen und arzneimittelbasierten Therapieoptionen vor.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].

Ihre Redaktion von Biermann Medizin

 

Heutiger Schwerpunkt: Adipositas

Deutschland wird nicht nur immer älter, sondern auch schwerer – oder sollten wir eher sagen voluminöser? Denn dass nicht allein das Gewicht über die Gesundheit eines Menschen bestimmt, ist unumstritten. Entscheidend ist vor allem das Körperfett. Hier spielt nicht nur die Menge eine Rolle, sondern auch die Verteilung, die sich in der Regel bei Männern und Frauen unterscheidet. Das wirkt sich wiederum unterschiedlich auf die Herzgesundheit, insbesondere das Herzalter, aus.

Doch trotz aller Diskussionen um seine Aussagekraft bleibt der Body-Mass-Index (BMI) weiterhin ein wichtiges Instrument für die Diagnostik von Adipositas. Aktuelle Daten legen nahe, dass weitere anthropometrische Kriterien nicht notwendig sind, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Aus derselben Studie geht ebenfalls hervor, dass in vier von fünf Adipositas-Fällen bereits Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck vorliegen und die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes deutlich erhöht sind. Die Risikostratifizierung für eine Herzinsuffizienz scheint nach derzeitigem Standard bei Personen mit hohem BMI allerdings unzureichend. Die aktuell geltenden NT-proBNP-Schwellenwerte unterschätzen das Risiko bei diesen nämlich deutlich, wie eine aktuelle Studie entdeckte.

Und wie lässt sich die mögliche „Adipositas-Epidemie“ eindämmen? Die im Januar veröffentlichten Empfehlungen der Leopoldina setzen auf Prävention und adäquaten Zugang zu verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten. Sie befürworten – ebenso wie eine Mehrheit der deutschen Bürgerinnen und Bürger – beispielsweise eine Zuckersteuer. Auch bei Betroffenen steht die Ernährung primär im Fokus. Eine mögliche Lebensstilintervention umfasst den Umstieg auf eine mediterrane Ernährung. Kombiniert mit einer Kalorienreduktion und mehr Bewegung kann diese unter anderem das Diabetesrisiko senken. Neue Daten aus dem Gebiet der Chrononutrition deuten außerdem an, dass nicht nur das Timing von Mahlzeiten, sondern auch das Timinig der spezifisch zugeführten Nährstoffe Einfluss auf die Stoffwechselgesundheit haben kann.

Dass GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) bei Menschen mit Adipositas mit und ohne Typ-2-Diabetes einen großen gesundheitlichen Nutzen bieten, ist inzwischen gut belegt. In Hochrisiko­populationen senken sie die Gesamtmortalität und kardiovaskuläre Ereignisse, verdeutlicht eine aktuelle Übersichtsarbeit. So wundert es nicht, dass sich die Leopoldina dafür ausspricht, Inkretinmimetika für alle Betroffenen zugänglich zu machen. Einigkeit herrscht aber auch darüber, dass Medikamente ebenfalls von Lebensstilinterventionen begleitet werden sollten, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Körperfettverteilung beeinflusst Herzalter bei Männern und Frauen unterschiedlich

Eine britische Studie zeigt, dass sowohl geschlechtsspezifische als auch gemeinsame Muster der Körperfettverteilung das Herzalter beeinflussen. Die Erkenntnisse könnten zielgerichtetere Interventionen ermöglichen.

Losev V et al. Sex-specific body fat distribution predicts cardiovascular ageing. Eur Heart J 2025;46(46): 5076–5088.

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Mounjaro®3,* bei Adipositas: Schluss mit den Kompromissen!

Adipositas? Handeln Sie jetzt! Mit dem GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonisten Mounjaro®3,* als ganzheitliche Therapieoption unterstützen Sie Ihre Patientinnen und Patienten effektiv bei der Gewichtsreduktion – für nachhaltige Erfolge in der Behandlung und mehr Lebensqualität.

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Herzinsuffizienz: NT-proBNP-Werte unterschätzen Risiko bei Personen mit hohem BMI

Eine US-amerikanische Studie legt nahe, dass herkömmliche NT-proBNP-Grenzwerte eine Herzinsuffizienz bei Patienten mit hohem Body-Mass-Index (BMI) schlechter prognostizieren als bei normalgewichtigen Patienten.

Ostrominski JW et al. Natriuretic Peptides, Body Mass Index, and Clinical Outcomes in Heart Failure With Mildly Reduced or Preserved Ejection Fraction. J Am Coll Cardiol 2025; 86(20):1823–1839.

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Mounjaro®5,*: Standard in der Therapie des Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes frühzeitig und wirksam behandeln? Das lohnt sich – und ist dank Mounjaro®5,* mehr als möglich! Der GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist ermöglicht durch seine starke Wirksamkeit und den nachgewiesenen kardiovaskulären Nutzen9,$ einen innovativen Ansatz in der Behandlung – für eine bessere Lebensqualität von Menschen mit Typ-2-Diabetes.

Pflichttext | CMAT-10118

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Energie-reduzierte mediterrane Ernährung kann Diabetesrisiko senken

Personen mit Metabolischem Syndrom und Übergewicht oder Adipositas haben eine höheres Risiko für Typ-2-Diabetes. Eine kalorienreduzierte mediterrane Ernährung in Kombination mit gesteigerter körperlicher Aktivität kann das Diabetesrisiko reduzieren.

Ruiz-Canela, M et al. Comparison of an Energy-Reduced Mediterranean Diet and Physical Activity Versus an Ad Libitum Mediterranean Diet in the Prevention of Type 2 Diabetes: A Secondary Analysis of a Randomized Controlled Trial. Ann Intern Med 2025;178(10):1378–1389.

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Neue europäische Adipositas-Leitlinie veröffentlicht

Die European Association for the Study of Obesity (EASO) veröffentlicht eine offizielle Adipositas-Leitlinie und setzt damit neue Standards: Folgen der Adipositas stehen im Fokus und Mounjaro®2,* wird als zentrale Schlüsseltherapie empfohlen.

Wie Ihnen die Leitlinie einen roten Faden für die Adipositas-Therapie bietet, erfahren Sie im Beitrag.

Fachinformation | PP-TR-DE-3703

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Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe

Wann Menschen Kohlenhydrate und Fette zu sich nehmen, scheint die Aktivität zahlreicher Gene im Fettgewebe zu beeinflussen. Somit könnten nicht nur Kalorienmenge und Nährstoffzusammensetzung, sondern auch das Nährstoff-Timing entscheidend zur Stoffwechselgesundheit beitragen.

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), 26.02. Soliz-Rueda, J et al. Remodeling of human diurnal adipose tissue transcriptome by the composition of morning and afternoon meals. Food Res Int, 14.02.2026

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Mehr aktuelle Forschung:

Ernährungsstatus und seine Determinanten bei adipösen Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus nach Roux-en-Y-Magenbypass-Operation
BMC Surg 02.03.2026

Elterliche Adipositas und das Risiko einer metabolischen Dysfunktion im Zusammenhang mit einer Steatose bei den erwachsenen Nachkommen: Eine britische Geburts-Kohortenstudie
Gut 24.02.2026

Jenseits des BMI: Warum Herzinsuffizienz-Studien nicht nur Übergewicht, sondern auch die Körperfettmasse quantifizieren müssen
Eur J Heart Fail 17.02.2026 

Bewertung des Zusammenhangs anthropometrischer Indizes und ihrer Hauptkomponenten mit Typ-2-Diabetes in einer Querschnittsstudie
J Diabetes Metab Disord 28.02.2026

 
 

GLP-1-Rezeptoragonisten senken Mortalität und kardiovaskuläre Ereignisse

Bei Menschen mit Adipositas und kardiometabolischen oder -renalen Begleiterkrankungen können GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) die Mortalität erheblich senken. Insbesondere der kardiovaskuläre Nutzen ist inzwischen gut belegt, wie eine Übersichtsarbeit zeigt.

Galli M et al. Cardiovascular Effects and Tolerability of GLP-1 Receptor Agonists: A Systematic Review and Meta-Analysis of 99,599 Patients. J Am Coll Cardiol 2025;86(20):1805-1819.

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