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Mittwoch, 13. Mai 2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

in unserem Schwerpunkt-Newsletter geht es dieses Mal um die gynäkologische Onkologie und Brustkrebs.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].

Ihre Redaktion von Biermann Medizin

 

Heutiger Schwerpunkt: Gynäkologische Onkologie & Brustkrebs

Bei vielen Krebsarten fließen zunehmend molekulare Informationen in die Behandlungsentscheidungen ein. Offenbar macht eine auf dem molekularen Risikoprofil basierende adjuvante Therapie auch bei Frauen mit einem Endometriumkarzinom mit hohem bis intermediärem Risiko Sinn. Zu diesem Ergebnis kommen auf jeden Fall die Autoren der PORTEC-4a-Studie.  Dieser Ansatz ersparte fast der Hälfte der Patientinnen mit günstigem Profil eine adjuvante Therapie und reduzierte zudem bei anderen die Untertherapie.

Beim Ovarialkarzinom steht mit Suvemcitug, einem Antikörper gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor, möglicherweise künftig eine neue Therapieoption in den Startlöchern. Laut der SCORES-Studie verbesserte er als Zusatz zur Chemotherapie das progressionsfreie Überleben deutlich und das Gesamtüberleben leicht.

Einen bislang wenig beachteten Vorteil der Impfung gegen Humane Papillomviren zeigt eine neue Studie aus Schweden auf: Demnach reduziert die Impfung auch hochgradige vulvovaginale Läsionen – vor allem dann, wenn sie früh erfolgt.

Zum Mammakarzinom gibt es ebenfalls interessante Neuigkeiten: Kommt beim Screening Künstliche Intelligenz zum Einsatz, reduziert dies den Befundungsaufwand sowie die Häufigkeit aggressiver Intervallkarzinome. Ist der Brustkrebs erst einmal entdeckt und therapiert worden, fällt danach vielen Patientinnen die Rückkehr an den Arbeitsplatz schwer. Woran das liegt und wie das verbessert werden kann, beleuchten Wissenschaftler aus Frankreich. Kommt bei der Brustkrebsbehandlung eine Strahlentherapie zum Einsatz, kann diese bei höheren Dosen das Risiko für kontralateralen Brustkrebs steigern. Neuen Studienergebnissen zufolge wirkt in diesem Setting eine endokrine Therapie bei Östrogenrezeptor-positiven Tumoren offenbar protektiv.

 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Adjuvante Therapie auf Basis des molekularen Risikoprofils beim Endometriumkarzinom

Wie erfolgreich ist eine individualisierte, auf dem molekularen Risikoprofil basierende adjuvante Therapie für Frauen mit einem Endometriumkarzinom mit hohem bis intermediärem Risiko? Dieser Frage gingen Wissenschaftler um Anne Sophie V. M. van den Heerik vom Universitair Medisch Centrum Leiden in der PORTEC-4a-Studie nach.

Van den Heerik ASVM et al. Molecular profile-based adjuvant treatment for women with high-intermediate risk endometrial cancer (PORTEC-4a): results of a randomised, open-label, phase 3, multicentre, non-inferiority trial; Lancet Oncol 2026;27(1):23–35; doi: 10.1016/S1470-2045(25)00612-6

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Neue Podcastfolge: Lymphknoten beim
frühen eBC

Was hat sich beim Lymphknotenmanagement des frühen Mammakarzinoms verändert? Die neue Podcastfolge mit Prof. Maggie Banys-Paluchwoski gibt Einblicke.

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Ovarialkarzinom: Zusatz von Suvemcitug verlängert progressionsfreies und Gesamtüberleben

Im Fokus der aktuellen SCORES-Studie (NCT04908787) stand der Einsatz von Suvemcitug, eines Antikörpers gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor, beim Ovarialkarzinom.

Yuan G et al. Suvemcitug plus chemotherapy in women with platinum-resistant recurrent ovarian cancer: the SCORES randomized, double-blinded, phase 3 trial. Nat Cancer 2026;7(1):182–193. doi: 10.1038/s43018-025-01085-z

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Mehr erreichen mit TUKYSA® nach T-DXd bei HER2+ mBC1

TUKYSA® zeigt eine effektive Wirksamkeit mit Gesamtüberlebensdaten von über 2 Jahren.2 Für die Dreifachtherapie mit TUKYSA® direkt nach T-DXd liegt die höchste AGO-Empfehlung (++) vor.3 Real-World-Daten bestätigen den hohen Stellenwert von TUKYSA® nach T-DXd bei HER2+ mBC.4-6

Fachinformation | Referenzen

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Hochgradige vulvovaginale Läsionen: HPV-Impfung senkt das Risiko, besonders wenn sie früh erfolgt

Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) ist mit einem verringerten Risiko für hoch­gradige Zervixläsionen verbunden. Für hochgradige vulvovaginale Läsionen lagen jedoch bislang nur wenige Daten vor.

Deng Y et al. Quadrivalent Human Papillomavirus Vaccine and High-Grade Vulvovaginal Lesions Quelle: JAMA Oncol 2026;12(2):177–184; doi: 10.1001/jamaoncol.2025.5511

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Lynparza® in der Adjuvanz: 6 Jahre medianes Follow-up1

6-Jahres-Follow-Up-Daten bestätigen anhaltenden OS-Vorteila unter Lynparza® beim gBRCA1/2m HER2- frühen MCa mit hohem Rezidivrisikob unabhängig vom Hormonrezeptor-Status.c,d,1,2 Die adjuvante Therapie mit Lynparza® beim frühen MCa wird auch weiterhin von der Kommission Mamma der AGO mit dem höchsten Empfehlungsgrad „++“ bewertet.3

Pflichttext | Referenzen

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Mammographie-Screening mit KI: Weniger Aufwand, weniger aggressive Intervallkarzinome

Ein durch Künstliche Intelligenz (KI) gestütztes Mammographie-Screening zeigte in einer aktuellen schwedischen Studie im Vergleich zur standardmäßigen Doppelbefundung durchweg günstige Ergebnisse.

Gommers J et al. Interval cancer, sensitivity, and specificity comparing AI-supported mammography screening with standard double reading without AI in the MASAI study: a randomised, controlled, non-inferiority, single-blinded, population-based, screening-accuracy trial. Lancet 2026;407(10527):505–514; doi: 10.1016/S0140-6736(25)02464-X

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TNBC: Umsetzung von Therapie-Leitlinien

In diesem Interview spricht Prof. Kümmel über Leitlinien und Empfehlungen beim frühen triple-negativen Mammakarzinom. Er fokussiert sich unter anderem auf die AGO-Empfehlungen und die KEM-Standards. Außerdem gibt er Tipps zur Behandlung mit KEYTRUDA®.

Fachinformation

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Rückkehr in den Job nach Brustkrebs: Worauf es ankommt

Welche Arbeitsbedingungen Frauen mit einer Brustkrebsdiagnose die Rückkehr an den Arbeitsplatz erleichtern, ist bisher unzureichend geklärt. Dabei können die Arbeitsbedingungen potenzielle Hebel sein, um Betroffenen bei der Rückkehr zu helfen, so das Resümee einer Arbeitsgruppe aus Frankreich.

Ruiz de Azua G et al. Working conditions associated with return to work 2 years after breast cancer: insights from a cohort study. Br J Cancer 2026;134(1):92–98; doi: 10.1038/s41416-025-03238-4

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Mehr aktuelle Forschung:

Globale, regionale und nationale Krankheitslast durch Brustkrebs bei Frauen, 1990–2023, mit Prognosen bis 2050: eine systematische Analyse für die Global Burden of Disease Study 2023.
Lancet Oncol 2026;27(3):302–326.

Diagnostische Genauigkeit, Fairness und klinische Implementierung von KI für das Brustkrebs-Screening: Ergebnisse multizentrischer retrospektiver und prospektiver Studien zur technischen Machbarkeit.
Nat Cancer 2026;7(3):494–506. 

Verlängerte endokrine Therapie nach fünf Jahren adjuvanter Behandlung mit LHRH-Agonisten bei prämenopausalen Patientinnen mit nodalpositivem, Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom: Eine Kohortenstudie.
J Clin Oncol 2026;44(6):486–496. (kostenloser Volltext)

Anwendung einer vaginalen Östrogentherapie und damit assoziierte klinische Outcomes bei jüngeren Überlebenden von Endometriumkarzinomen
Menopause 2026;33(8):000–000. 

Diagnosezeitpunkt und Überleben bei Eierstockkrebs
JAMA Netw Open 2026;9;(3):e262434. 

 
 

Kontralateraler Brustkrebs nach Strahlentherapie und endokriner Therapie

In einer populationsbasierten Studie mit 2 unabhängigen Kohorten untersuchte ein US-amerikanisches Forschungsteam die kombinierte Wirkung von Strahlentherapie und endokriner Therapie auf das Risiko von kontralateralem Brustkrebs.

Veiga LHS et al. Contralateral breast cancer after radiotherapy and hormone therapy in two cohorts of US breast cancer survivors. Br J Cancer 2026;134(2):269–278; doi: 10.1038/s41416-025-03240-w

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