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Liebe Leserin, lieber Leser,
in unserem Schwerpunkt-Newsletter geht es dieses Mal um die gynäkologische Onkologie und Brustkrebs.
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Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Gynäkologische Onkologie & Brustkrebs
Bei vielen Krebsarten fließen zunehmend molekulare Informationen in die Behandlungsentscheidungen ein. Offenbar macht eine auf dem molekularen Risikoprofil basierende adjuvante Therapie auch bei Frauen mit einem Endometriumkarzinom mit hohem bis intermediärem Risiko Sinn. Zu diesem Ergebnis kommen auf jeden Fall die Autoren der PORTEC-4a-Studie. Dieser Ansatz ersparte fast der Hälfte der Patientinnen mit günstigem Profil eine adjuvante Therapie und reduzierte zudem bei anderen die Untertherapie.
Beim Ovarialkarzinom steht mit Suvemcitug, einem Antikörper gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor, möglicherweise künftig eine neue Therapieoption in den Startlöchern. Laut der SCORES-Studie verbesserte er als Zusatz zur Chemotherapie das progressionsfreie Überleben deutlich und das Gesamtüberleben leicht.
Einen bislang wenig beachteten Vorteil der Impfung gegen Humane Papillomviren zeigt eine neue Studie aus Schweden auf: Demnach reduziert die Impfung auch hochgradige vulvovaginale Läsionen – vor allem dann, wenn sie früh erfolgt.
Zum Mammakarzinom gibt es ebenfalls interessante Neuigkeiten: Kommt beim Screening Künstliche Intelligenz zum Einsatz, reduziert dies den Befundungsaufwand sowie die Häufigkeit aggressiver Intervallkarzinome. Ist der Brustkrebs erst einmal entdeckt und therapiert worden, fällt danach vielen Patientinnen die Rückkehr an den Arbeitsplatz schwer. Woran das liegt und wie das verbessert werden kann, beleuchten Wissenschaftler aus Frankreich. Kommt bei der Brustkrebsbehandlung eine Strahlentherapie zum Einsatz, kann diese bei höheren Dosen das Risiko für kontralateralen Brustkrebs steigern. Neuen Studienergebnissen zufolge wirkt in diesem Setting eine endokrine Therapie bei Östrogenrezeptor-positiven Tumoren offenbar protektiv.
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