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Mittwoch, 20. April 2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

in unserem Schwerpunkt-Newsletter stellen wir Ihnen dieses Mal aktuelle Studien zum Blasenkarzinom vor.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].

Ihre Redaktion von Biermann Medizin

 

Heutiger Schwerpunkt: Blasenkarzinom

Patienten, die gleichzeitig unter nicht muskelinvasivem Blasenkrebs und einer Blasenauslassobstruktion leiden, haben ein geringeres Rezidiv- und Progressionsrisiko, wenn sie eine Holmium-Laser-Enukleation der Prostata erhalten. Liegt ein rezidivierendes, hochgradiges, nicht muskelinvasives Blasenkarzinom vor, zeigt sich die radikale Zystektomie auf lange Sicht vorteilhafter als eine blasenerhaltende Therapie.

Auch beim Blasenkarzinom erweist sich zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) als vielversprechender prognostischer Marker, wie bereits beim Prostatakarzinom und Hodenkrebs nachgewiesen (s. Newsletter „Uro-Onkologie“, 25.02.2026). Dies konnten Wissenschaftler für die radikale Zystektomie belegen. Nimmt man zur ctDNA  einen kombinierten Immunmarker hinzu, lassen sich bei einer adjuvanten Immuntherapie Patienten besser stratifizieren.

Eine radikale Zystektomie stellt als großer Eingriff eine Herausforderung für den Körper dar. Behandelnde Ärzte können ihre Patienten bei der Erholung unterstützen, indem sie ihnen eine optimierte perioperative Ernährung anbieten.

Mehr dazu und zu weiteren Studien finden Sie in diesem Newsletter.

 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Laserbehandlung verringert Risiko bei Blasenkrebs mit gleichzeitiger Blasenauslassobstruktion

Die Behandlung einer Blasenauslassobstruktion (BOO) per Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) scheint ein Schutzfaktor gegen Rezidiv und Progression bei Blasenkrebs zu sein. Das ergibt eine Beobachtungsstudie aus Italien.

Porreca A et al. The Role of Holmium Laser Enucleation of the Prostate in Reducing the Risk of Bladder Cancer Recurrence and Progression. J Endourol 2026;40(1):90-99.

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Langzeitstudie JAVEMACS: ~31 Monate mOS im Versorgungsalltag

Die japanische JAVEMACS-Studie (n = 349) lieferte Langzeitdaten aus dem Versorgungsalltag: Nach einem medianen Follow-up von 34 Monaten betrug das mOS ab Beginn der Avelumab-Erstlinien-Erhaltungstherapie 30,6 Monate (95 %-KI: 24,6–40,1). Rund 74 % der Patienten, die die Erhaltungstherapie beendeten, konnten anschließend eine Zweitlinientherapie erhalten.1

Fachinformation | Pflichttext | Referenzen

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Zystektomie behauptet ihren Stellenwert gegenüber blasenerhaltender Therapie

In einem Vergleich der radikalen Zystektomie (RC) mit blasenerhaltender Therapie (BST) bei Patienten mit rezidivierendem, hochgradigem, nicht muskelinvasivem Blasenkarzinom (NMIBC) hat die RC vergleichbar oder besser abgeschnitten. Die Patienten konnten in der „pragmatischen“ CISTO-Studie die Therapie selbst wählen.

Gore JL et al. Twelve-Month Results From the CISTO Study Comparing Radical Cystectomy Versus Bladder-Sparing Therapy for Recurrent High-Grade Non-Muscle-Invasive Bladder Cancer. J Clin Oncol 2026;44(4):274–285.

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Zirkulierende Tumor-DNA mit hoher prognostischer Aussagekraft bei muskelinvasivem Blasenkrebs

Der perioperative Status zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) ist mit der Patientenprognose bei muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) assoziiert. Dies zeigt eine aktuelle Publikation in „European Urology Focus“.

Tasios A et al. In Patients with Muscle-invasive Bladder Cancer Undergoing Radical Cystectomy, Dynamics of Circulating Tumor DNA Following Cystectomy: Association with Patient Outcomes. Eur Urol Focus 2025;11(6):959–967.

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Kombinierter Immunmarker sagt Ansprechen auf adjuvante Immuntherapie bei muskelinvasivem Hochrisiko-Urothelkarzinom vorher 

Durch eine Kombination zweier Immunmarker lässt sich herausfinden, welche Patienten mit muskelinvasivem Hochrisiko-Urothelkarzinom von einer aduvanten Immuntherapie mit einem Checkpoint-Inhibitor profitieren. Die Autoren einer aktuellen Studie verbanden den Status zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) aus Daten früherer Studien mit dem Gesamtüberleben (OS) der Patienten und dem kombinierten Immunmarker.

Elias R et al.Intratumoral Expression of a Composite B Cell / CD8 T Cell Biomarker Stratifies Overall Survival by Circulating Tumor DNA Status and Benefit From Adjuvant Immunotherapy in High-Risk Muscle-Invasive Urothelial Carcinoma. J Urol 2026;215(3):294–304.

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Optimierte perioperative Ernährung beschleunigt die Genesung nach radikaler Zystektomie

Bei Patienten, die sich einer radikalen Zystektomie mit Harnableitung unterziehen, kann eine strukturierte Optimierung der perioperativen Ernährung die gastrointestinale Erholung signifikant verbessern, den Krankenhausaufenthalt verkürzen, die Wundheilung beschleunigen und die Skelettmuskelmasse erhalten. Das ist das Ergebnis einer Forschungsarbeit der Tanta University in Ägypten.

Amer ML et al. Impact of perioperative nutrition on recovery after radical cystectomy: a randomised Trial. BJU Int 2026 Mar;137(3):536–546.

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Mehr aktuelle Forschung:

Stadienspezifische Zusammenhänge der HER2-Überexpression mit klinischen und pathologischen Merkmalen bei Blasenkrebs: eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
Int Urol Nephrol 25.03.2026

Diagnostische Leistungsanalyse der Methylierung zweier Gene beim Urothelkarzinom anhand von Urinproben mit geringem Volumen.
Cancer 2026;132(7):e70373.

Klinische Ergebnisse von BCG-behandelten Patienten mit nicht muskelinvasivem Blasenkrebs mit hohem Risiko gemäß den Risikoklassifikationen der European Association of Urology vor und nach 2021.
BJU Int 23.03.2026

 

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