Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung: Körperliche Aktivität senkt Prävalenz28. Juli 2022 © pressmaster – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Krankheitslast der Nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) nimmt mit der Adipositas-Pandemie rasch zu, wobei körperliche Aktivität mit einem geringeren NAFLD-Risiko assoziiert wird. Niederländische Wissenschaftler haben untersucht, wie sich unterschiedliche Aktivitätsintensitäten und sitzende Tätigkeiten auswirken und ob deren Auswirkungen auf die NAFLD durch die metabolische Gesundheit erklärt werden können. Eine NAFLD wurde als hepatische Steatose definiert, die per Ultraschall diagnostiziert wurde, wenn keine sekundären Ursachen für die Steatose vorlagen. Außerdem wurden Akzelerometrie-Daten erhoben und diese in sitzende Zeit sowie leichte, moderate und intensive körperliche Aktivitäten kategorisiert. An der Querschnittstudie nahmen 667 Personen teil (Alter 63,3 Jahre; 53% Frauen; 34,3% mit NAFLD). Die Gesamtheit körperlicher Aktivitäten war mit einer niedrigeren Prävalenz der NAFLD verbunden, wenn man demografische, lebensstilbezogene und sozioökonomische Faktoren berücksichtigt (OR 0,958 pro 10 min/Tag; 95%-KI 0,929–0,986). Eine intensivere körperliche Aktivität war stärker mit einer geringeren NAFLD-Prävalenz assoziiert. Die OR für leichte, moderate und intensive körperliche Aktivitäten betrugen 0,931 (95%-KI 0,882–0,982), 0,891 (95%-KI 0,820–0,967) bzw. 0,740 (95%-KI 0,600–0,906) pro 10 min/Tag. Diese Assoziationen wurden durch die metabolische Gesundheit erklärt, insbesondere durch die Bewertung der Insulinresistenz nach dem homöostatischen Modell (Anteil gemittelt: 0,59; p<0,001) und den Taillenumfang (Anteil gemittelt: 1,08; p<0,001). Neben diesem indirekten konnte kein direkter Effekt nachgewiesen werden (p=0,282–0,827). Fazit Körperliche Aktivität jeder Intensität ist demnach umgekehrt mit der NAFLD-Prävalenz assoziiert, wobei die Auswirkungen bei höherer Intensität größer sind. Diese Korrelation wird durch eine bessere Stoffwechselgesundheit (geringere Insulinresistenz und geringerer Taillenumfang) vermittelt. Körperliche Aktivität sollte daher Teil der Therapie und Prävention von NAFLD sein, so der Rat der Autoren. (bi) Autoren: van Kleef LA et al. Korrespondenz: Robert J. de Knegt; [email protected] Studie: Objectively Measured Physical Activity Is Inversely Associated With Nonalcoholic Fatty Liver Disease: The Rotterdam Study Quelle: Am J Gastroenterol 2022;17(2):311–318. Web: https://doi.org/10.14309/ajg.0000000000001584
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