Nicht mehr Knochenbrüche durch die langfristige Einnahme von PPI6. Juni 2017 © crevis – fotolia.com Einigen Studien zufolge könnten Protonenpumpenhemmer (PPI) ein höheres Risiko für Knochenbrüche bedeuten. Bislang konnte jedoch keine Kausalität nachgewiesen werden. In der vorliegenden Studie von Dr. Laura Targownik vom Manitoba Inflammatory Bowel Disease Research Centre im kanadischen Winnipeg konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die langfristige Einnahme von PPI weder Knochenstärke noch -stoffwechsel maßgeblich beeinflusst. Die Arbeitsgruppe rekrutierte für ihre im „American Journale of Gastroenterology“ publizierte Studie 52 Probanden, die mindestens 5 Jahre lang PPI einnahmen und matchten diese mit der gleichen Anzahl an Personen, die in den vergangenen 5 Jahren keine PPI eingenommen hatten. Allen Teilnehmern wurde die areale Knochenmineraldichte (aBMD) per dualer Photon-Röntgen-Absoptiometrie (DXA) bestimmt. Darüber hinaus ermittelten die Forscher anhand eines 3-dimensionalen quantiativen Computertomographie-Bildes (3D-QCT), ob langfristige PPI-Einnahme die Knochenstruktur verändert, unabhängig von der aBMD. Weder in der Standard-BMD noch in der volumetrischen BMD fanden Targownik und ihre Kollegen irgendwelche Unterschiede. Auch die Marker für Knochenstoffwechsel oder Knochenstärke unterschieden sich ebensowenig. Daher schließen sie einen möglichen Zusammenhang zwischen erhöhtem Risiko für Knochenbrüche und Einnahme von PPI aus. Autoren: Targownik LE et al. Korrespondenz: Dr. Laura Targownik, Manitoba Inflammatory Bowel Disease Research Centre, Winnipeg, MB, Kanada; [email protected] Studie: Long-Term Proton Pump Inhibitor Use Is Not Associated With Changes in Bone Strength and Structure Quelle: Am J Gastroenterol 2017;112(1):95–101. Web: www.nature.com/ajg
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