Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom bei hochaltrigen Patienten: Analyse belegt günstige Outcomes21. Oktober 2025 Auch bei sehr betagten NSCLC-Patienten kann eine Resektion zu guten Outcomes führen. (Symbolfoto: © Sergii Mostovyi/stock.adobe.com) Ergebnisse aus einer Untersuchung zu Patienten jenseits des 90. Lebensjahres, die an einem Nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) litten, liefern Informationen, die bei einer gemeinsamen Entscheidungsfindung von Arzt und Patient zum weiteren Vorgehen unterstützen können. Die retrospektive Analyse von Daten des Memorial Sloan Kettering Cancer Center aus den Jahren 2001–2021 hat für NSCLC-Patienten in ihren Neunzigern, bei denen man sich für eine chirurgische Resektion entschied, positive Outcomes ergeben. Dabei erreichten die Operierten ein Gesamtüberleben (OS), welches sich dem von Gleichaltrigen aus der Allgemeinbevölkerung annäherte. Bislang nur wenige Informationen zu dieser Patientengruppe Zum Hintergrund ihrer Forschungsarbeit erklären die Autoren, dass immer mehr Menschen, die das 90. Lebensjahr erreicht oder überschritten haben, zur Behandlung eines NSCLC zur Thoraxchirurgie überwiesen werden. Die Wissenschaftler sehen aber dabei das Problem, dass Gespräche mit diesen Patienten über eine chirurgische Resektion als Behandlungsmöglichkeit und die informierte Zustimmung dazu nur eingeschränkt möglich sind. Grund dafür sei ein Mangel an spezifischen Informationen bezüglich der perioperativen, kurz- und langfristigen Outcomes in dieser Patientengruppe. Auch neurokognitive Komplikationen berücksichtigt Für ihre Studie identifizierten die Autoren 17 Patienten aus der genannten Altersgruppe, die sich während des untersuchten Zeitraumes einer Resektion unterzogen hatten. Retrospektiv beurteilten sie Risiken, Komplikationen und Outcomes im Zusammenhang mit der Operation. Die Forschenden berücksichtigten dabei auch neurokognitive Komplikationen, die Dauer des Krankenhausaufenthaltes, Re-Hospitalisierungen, die Mortalität und das Überleben. Medianes Überleben ermittelt Bei 15 der Patienten (88%) kam es vor der Resektion zu einer geriatrischen und/oder kardiologischen Konsultation. Geringfügigere Komplikationen traten bei 14 Operierten (82%) auf. Dabei gab es aber bei keinem der Patienten Hinweise auf eine Beeinträchtigung des neurokognitiven Status. Die Behandelten verblieben im Median fünf Tage lang im Krankenhaus. Innerhalb der auf die Entlassung folgenden 90 Tage kamen drei Patienten (18%) erneut in stationäre Behandlung. Keiner der Operierten verstarb innerhalb von 30 oder 90 Tagen nach dem dem Eingriff. Das mediane Überleben beziffern die Forschenden auf 43 Monate. (ac)
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