Nierenerkrankungen bei Kindern: Hoffnung auf therapeutische Fortschritte4. Mai 2022 Foto: © Ekatarina – stock.adobe.com Mehr als 250 nationale und internationale Experten aus Medizin und Psychologie sowie Pflegefachkräfte tauschen sich vom 15.–18. Mai über neueste Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen aus. Die 53. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (GPN) in Freiburg greift dabei aktuelle Entwicklungen auf und wagt einen Blick in die Zukunft. „Manche einst unheilbare Erkrankung erweist sich als überraschend gut beherrschbar und wir können auf weitere therapeutische Quantensprünge hoffen“, zeigt sich Tagungsleiter Prof. Martin Pohl, Leiter der Sektion Kindernephrologie am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, optimistisch. Fortschritte in der Genetik und dem Verständnis der Pathophysiologie machen diese positive Sichtweise im Bereich der Nierenerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen möglich. Einer der spektakulärsten Fortschritte der vergangenen Jahre ist die Entwicklung von Immuntherapien. Einblicke in zentrale Aspekte der Immunantwort haben die Grundlagen für das Verständnis immunologischer Mechanismen bei Nierenerkrankungen gelegt und bieten die Möglichkeit, chronische Nierenerkrankungen durch gezielte Eingriffe in das Komplementsystem zu mildern oder zu heilen. Mehrere Vorträge und ePoster-Sessions beleuchten diesen Therapieansatz. Zu den weiteren Schwerpunkten im viertägigen Tagungsprogramm gehört neben traditionell wichtigen Themen des Fachgebiets wie Transplantation und Dialyseverfahren auch die Glomerulopathie, eine Schädigung der Nierenkörperchen, die oft als Folge angeborener oder entzündlicher Erkrankungen auftritt. Das Risiko, im Verlauf einer Glomerulopathie eine akute oder chronische Niereninsuffizienz zu erleiden, ist hoch.
Mehr erfahren zu: "Projekt für Umgang mit psychisch belasteten Schülern startet" Projekt für Umgang mit psychisch belasteten Schülern startet Verhaltensauffälligkeiten nehmen auch im Schulalltag zu. Nach langer Planung startet in Sachsen nun ein Projekt, das Lehrkräfte sowie Schulleitungen entlasten soll.
Mehr erfahren zu: "Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angststörungen und Panikattacken" Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angststörungen und Panikattacken Auch mehrere Jahre nach Ende der Corona-Pandemie prägt diese Zeit noch Tausende Teenager in Baden-Württemberg in Form psychischer Erkrankungen.
Mehr erfahren zu: "Chirurgieverband zu den Hybrid-DRG-Neuerungen: Ambulantisierung kann so nicht gelingen" Chirurgieverband zu den Hybrid-DRG-Neuerungen: Ambulantisierung kann so nicht gelingen Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC) befürchtet, dass mit der jetzigen Ausgestaltung der Hybrid(H)-DRGs das angestrebte Ziel der Ambulantisierung nicht erreicht werden kann. Er fordert daher eine sachgerechte Refinanzierung vor […]