Nierenfunktion: Studie untersucht Variabilität des glykosylierten Hämoglobins23. Januar 2025 Foto: © daniiD/stock.adobe.com Chinesische Wissenschaftler bewerteten kürzlich den Zusammenhang zwischen der Variabilität des glykosylierten Hämoglobins (HbA1c) und dem Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion bei Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM). In ihrem systematischen Review erklären sie, dass die HbA1c-Variabilität positiv mit dem Fortschreiten der Nierenfunktionsverschlechterung assoziiert ist. Ihrer Ansicht nach kann daher die HbA1c-Variabilität eine wichtige und vielversprechende Rolle bei der Steuerung der glykämischen Kontrollziele spielen. Außerdem könnte bei T2DM eine bessere Vorhersage des Fortschreitens der Nierenfunktionsverschlechterung vorgenommen werden. Für ihre Meta-Analyse führten die Forschenden eine umfassende Suche in den Datenbanken PubMed, Embase, Web of Science und der Cochrane Library durch. Letztendlich schlossen sie 18 Studien ein, die die Ziele der Meta-Analyse erfüllten. Die HbA1c-Variabilität stellten die Experten als Indizes für die Standardabweichung (SD), den Variationskoeffizienten (CV), den HbA1c-Variabilitäts-Score (HVS) und den Hämoglobin-Glykationsindex (HGI) dar. Die Analysen zeigten positive Zusammenhänge zwischen der HbA1c-Variabilität und der Verschlechterung der Nierenfunktion, mit einer HR von 1,26 (95 %-KI 1,15–1,38) für Gruppen mit hoher bzw. niedriger Standardabweichung, für Variationskoeffizienten-Gruppen eine HR von 1,47 (95 %-KI 1,30–1,65), für HbA1c-Variabilitäts-Score-Gruppen eine HR von 1,32 (95 %-KI 1,10–1,57) und für Hämoglobin-Glykationsindex-Gruppen eine HR von 1,53 (95 %-KI 1,05–2,23). Darüber hinaus war jeder 1 prozentige Anstieg von Standardabweichung und Variationskoeffizienten mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion assoziiert, mit einer HR von 1,26 (95 %-KI 1,17–1,35) bzw. 1,13 (95 %-KI 1,03–1,23). Außerdem stand jeder Anstieg des HbA1c-Wertes um 1 Standardabweichung mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion in Zusammenhang, mit einer HR von 1,17 (95 %-KI 1,07–1,29). (jh)
Mehr erfahren zu: "Individueller genetischer Hintergrund steuert Evolution von Krebs" Individueller genetischer Hintergrund steuert Evolution von Krebs Warum entwickelt sich Krebs bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe hat jetzt an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus […]
Mehr erfahren zu: "Nierenerkrankung und APOL1-Gen: Neuartiger Risikoscore könnte Vorhersage des CKD-Risikos verbessern" Weiterlesen nach Anmeldung Nierenerkrankung und APOL1-Gen: Neuartiger Risikoscore könnte Vorhersage des CKD-Risikos verbessern Ein internationales Forscherteam hat den neuartigen Risiko-Score APRS entwickelt. Dieser könnte bei Personen mit Nierenkrankheit und Hochrisiko-Genotypen des APOL1-Gens den Verlauf der Krankheit präziser vorhersagen.
Mehr erfahren zu: "DGfN fordert bundesweites Nierenregister" DGfN fordert bundesweites Nierenregister Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hat ein Impulspapier für ein bundesweites Registersystem zur Nierengesundheit veröffentlicht (1).