Nierenkrebs: Wissenschaftler entwickeln neuartige Antikörperbehandlung6. Juni 2024 Foto: © Sebastian-Kaulitzki/stock.adobe.com Forscher des Wistar Institute, USA, haben zur Behandlung von Nierenkrebs auf der BTE-Technologie aufgebaut, um verbesserte rekombinante und synthetische DNA-Versionen von therapeutischen Antikörpern zu entwickeln, die auf CA9 abzielen. Antikörpertherapien, so genannte bispezifische T-Zell-Engager (BTEs), haben sich als wirksame Behandlungen für einige Blutkrebsarten erwiesen, doch war es schwieriger, sie für solide Tumore zu entwickeln. BTEs der ersten Generation sind zwar klinisch erfolgreich, haben aber eine kurze Halbwertszeit. In der neuen Studie wiesen die US-Forscher nun nach, dass die wirksamere Therapie mit Hilfe synthetischer DNA verabreicht werden kann, was eine direkte therapeutische Produktion bei Patienten ermöglicht. „Das Wichtigste ist, dass es eines Tages eine vielversprechende neue Therapie für Nierenkrebs geben könnte, die einen Wirkmechanismus hat, der mit Checkpoint-Inhibitoren, der derzeitigen Therapie der Wahl für diese Art von Krebs, kombiniert werden kann“, kommentiert Ryan O’Connell. „Darüber hinaus übertrifft dieser verbesserte bispezifische Antikörper die herkömmlichen bispezifischen Antikörper in unseren Studien, sowohl in Bezug auf die Wirksamkeit bei der Behandlung von Klarzelligen Nierenzellkarzinomen (ccRCC) als auch in Bezug auf die Fähigkeit des Ansatzes, viel länger im Körper zu verbleiben und somit potenziell behandlungssparend zu sein“, fügt er hinzu. Neuartige Anti-ccRCC-BTE-Varianten In präklinischen Modellen testete das US-Team die Wirksamkeit neuartiger Anti-ccRCC-BTE-Varianten, die entwickelt wurden, um die Wechselwirkungen zwischen T-Zellen und dem anvisierten Krebs zu verbessern. Diese wurden so entwickelt, dass sie mit Hilfe der synthetischen DNA-Technologie verabreicht werden können. Die Forscher verglichen herkömmliche BTEs mit einem neueren Format, den persistenten BTEs (PBTEs), die eine längere Halbwertszeit haben, aber das gleiche Zielsystem wie die älteren BTEs verwenden. Sie fanden heraus, dass die ursprünglichen PBTEs zwar länger halten als die traditionellen BTEs, dass aber das neue Design auch die allgemeine Wirksamkeit gegen Krebs verringert. Das Forschungsteam schuf dann ein neues Molekül, indem es ein bestehendes PBTE nahm und zusätzliche Bindungsdomänen hinzufügte, um den Krebs besser „sehen“ und binden zu können. Dieser neuartige persistente multivalente T-Zell-Engager (PMTE) erwies sich dann als hochwirksam und hatte gleichzeitig eine längere Halbwertszeit als das traditionelle BTE-Design, berichten die Wissenschaftler. „Bispezifische Moleküle sind generell eine wichtige Technologie, die erhebliche Vorteile in Bezug auf die Wirksamkeit bei der Krebsbekämpfung bietet“, sagt David Weiner. „Die neuen PMTEs scheinen nicht nur effektiver bei der Bindung an Tumorzellen und der Abtötung des Krebses zu sein, sondern sie benötigen auch eine viel geringere Dosis und, wie wir annehmen, eine geringere Häufigkeit der Therapie – was sich möglicherweise in besseren Ergebnissen und einer besseren Patientenerfahrung bei geringeren Kosten niederschlagen könnte.“ Das Forscherteam untersuche nun diese neuen PMTEs in Kombination mit anderen Immuntherapien und weite das Design auf weitere schwer zu behandelnde Krebsarten aus, heißt es.
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