Nierentransplantation: Studie untersucht das Abstoßungsrisiko mittels Immunzell-Analyse4. Oktober 2024 Foto: © luuuusa/stock.adobe.com Forscher des Forschungsinstituts Germans Trias i Pujol (IGTP) haben sich mit der Analyse von Immunzellen befasst, insbesondere von regulatorischen B-Zellen, um das Risiko von Schäden und Abstoßung bei Nierentransplantationspatienten zu überwachen. Die Überwachung von Transplantationspatienten und die Marker für die Toleranz gegenüber dem transplantierten Organ seien nach wie vor begrenzt, schreiben die Autoren eingangs. Die verfügbaren Biomarker seien zwar robust, aber nicht sehr ausgefeilt, und in den meisten Fällen ist eine Nierenbiopsie erforderlich, um den Zustand des Organs und frühe Anzeichen einer Abstoßung genau zu diagnostizieren. Die Nierenbiopsie ist ein hochinvasives Verfahren und deckt Nierenschäden erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf, betonen die Forscher. Die Ergebnisse ihrer Forschung wurden in der Fachzeitschrift „Frontiers in Immunology“ veröffentlicht. Verlauf der Forschung Die Längsschnittstudie ermöglichte es den Wissenschaftlern, drei Monate nach der Transplantation ein bestimmtes Zellmuster zu identifizieren. Es zeigte sich, dass Patienten mit höheren Werten einer bestimmten Signatur von Übergangs-B-Zellen (die mit regulatorischen B-Zellen assoziiert sind) ein geringeres Risiko für künftige Nierenfunktionsstörungen und eine Abstoßung haben, während niedrigere Werte auf eine schlechtere Prognose hinweisen. Diese neue Signatur könnte eine präzisere Anpassung der Patientenbetreuung und -behandlung ermöglichen, schreiben die Forscher. Patienten mit niedrigem Risiko könnten von einer Reduzierung der Immunsuppression profitieren, während Patienten mit hohem Risiko eine engmaschigere Überwachung und Präventivmaßnahmen erhalten könnten, um Funktionsstörungen und Abstoßung zu vermeiden. Zusätzlich zur zellulären Analyse haben die Forscher mehrere Gene ausgewertet, die zuvor von der Gruppe mit regulatorischen B-Zellen in Verbindung gebracht wurden und die ebenfalls einen Zusammenhang mit dem Funktionieren der transplantierten Niere aufweisen und als zusätzliche Indikatoren für das Schadensrisiko dienen könnten.
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