Nikotinkonsum: Altersgrenze erhöhen und Prävalenz bei jungen Erwachsenen senken1. August 2019 Foto: © Maksymiv Iurii/Adobe Stock Eine neue US-amerikanische Studie hat ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit regelmäßigen Nikotinkonsums unter jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren, die schon einmal geraucht haben, um 39 Prozent gesenkt wird, wenn man das gesetzliche Mindestalter für den Erwerb entsprechender Produkte von 18 auf 21 Jahr anhebt. Die Reduktion war sogar noch größer (50%) bei denen, die enge Freunde hatten, die rauchten, als sie 16 waren. In der Studie wurde die Raucherprävalenz unter jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 20 sowie zwischen 21 und 22 Jahren in Regionen verglichen, in denen das gesetzliche Mindestalter für Tabakverkäufe auf 21 Jahre angehoben wurde. In Gebieten mit entsprechender Gesetzgebung war die Wahrscheinlichkeit für Nikotinkonsum unter 18- bis 20-Jährigen sehr viel geringer als in Gegenden ohne solche Regelungen. Dieser Unterschied war für 21- bis 22-Jährige nicht erkennbar, die zwar nicht von den Verkaufsbeschränkung betroffen waren, aber von anderen lokalen Faktoren hätten beeinflusst werden können, die die unterschiedliche Raucherquote der jüngeren Altersgruppe erklären könnten (z. B. anderer lokale Regelungen den Nikotinkonsum betreffend, regionale Einstellungen zum Rauchen). Abigail Friedman von der Yale School of Public Health, Hauptautorin der Studie, kommentiert: „Diese Studie zeigt, dass ein ‚sozialer Multiplikator’-Effekt die Auswirkungen von Tabak-mit-21-Gesetzen verstärken kann. Diese Politik führte zu einer um 39 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit für regelmäßiges Rauchen, jedoch war die Reduktion insgesamt stärker unter jungen Menschen, deren Freunde mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Einführung des Mindestalters von 21 Jahren rauchten. Dieses Ergebnis unterstützt die Anhebung des Mindestalters für den Erwerb von Tabakprodukten auf 21 Jahre als Mittel, um den Nikotinkonsum bei jungen Erwachsenen zu reduzieren und die öffentliche Gesundheit zu verbessern.“ Bis Juni 2019 hatten 16 US-Bundesstaaten und mehr als 400 Kommunen entsprechende Gesetze verabschiedet.
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