Norgine Gastro Award 2018 geht an zwei Preisträger27. März 2018 NorGA-Preisträger 2018: Arthur Schmidt (Mitte links) und Ateequr Rehman (Mitte rechts.) Foto: Norgine Seit mittlerweile 9 Jahren wählt eine Jury unabhängiger Meinungsbildner unter Vorsitz von Prof. Christian Ell im Rahmen des Gastro Update aus allen vorgestellten Themen die besten deutschsprachigen Arbeiten jüngerer Gastroenterologen aus. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an PD Dr. Arthur Schmidt sowie an Dr. Ateequr Rehman. Der NorGA wurde von Norgine Deutschland ins Leben gerufen um herausragende gastroenterologische Arbeiten aus den Bereichen Magen, Dünndarm, Dickdarm, Hepatologie, Endoskopie und Sonographie auszuzeichnen. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde 2010 erstmalig verliehen. Schmidt, Ärztlicher Leiter Interdisziplinäre Endoskopie Universitätsklinikum Freiburg, stellte beim beim Gastro Update 2018 seine „WALL RESECT Studie“ vor. Hierbei handelt sich um die erste prospektiv-multizentrische Studie zur endoskopischen Vollwandresektion im Kolorektum. An neun Zentren wurden 181 Patienten mit schwierig zur resezierenden Läsionen (überwiegend non-lifiting Adenome) eingeschlossen. Die Studie zeigte eine gute Effektivität (vor allem für Läsionen <2 cm) bei einer akzeptablen Komplikationsrate. Die endoskopische Vollwandresektion könnte im Einzelfall die chirurgische Resektion ersetzen; vergleichende Studien zu anderen Techniken stehen derzeit aber noch aus. Rehman, Group leader, Host-microbiota interaction Institute of Clinical Molecular Biology, Kiel, stellte seine Arbeit über Clostridium difficile vor. C. difficile ist ein pathogener Keim, der im Menschen zu lebensbedrohlichen und schwer behandelbaren Infektionen führen kann. Zwar konnten solche Infektionen in der Vergangenheit erfolgreich durch die Übertragung von Stuhl eines gesunden Spenders in die erkrankte Person behandelt werden, die damit verbundenen Risiken für den Patienten lassen sich bisher aber nur schwer kontrollieren. Durch Sterilfiltration des eingesetzten Stuhltransplantates konnte das Risiko einer weiteren Infektion des Patienten durch die Übertragung zusätzlicher Pathogene ausgeschlossen werden, ohne die Wirksamkeit des Präparates einzuschränken. Dies stellt einen erfolgversprechenden Ansatz dar, insbesondere bei immunsuprimierten Patienten. Karsten Sternberg, Geschäftsführer der Norgine GmbH, gratuliert den Preisträgern und lobt ihr besonderes Engagement: „Die gastroenterologische Forschung ist auch zukünftig für neue Therapie- und Diagnostikoptionen unerlässlich. Ich freue mich sehr, dass junge Forscher immer wieder motiviert sind, neue und innovative Therapien zu entwickeln zum Wohle der Patienten. Uns von der Norgine ist es wichtig, dieses besondere Engagement auch in diesem Jahr auszuzeichnen und die aktuell herausragenden Arbeiten zu prämieren.“
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