Nutzen von Emollienzien bei Atopischer Dermatitis: Korrelation oder Kausalität?15. Januar 2019 © magele-picture @ fotolia.com Britische Autoren haben die Ausgaben des National Health Service hinsichtlich der Verschreibung von Emollienzien gegen Hauttrockenheit sowie Atopische Dermatitis (AD) berechnet. Dazu wurden die Daten von 45.218 Patienten mit entsprechender Verschreibung und 9780 Kontrollpatienten ausgewertet und die beiden Gruppen (angeglichen nach Alter, Geschlecht und Diagnose) in Bezug auf die Kosten verglichen. Des Weiteren wurden Subanalysen hinsichtlich der verwendeten Emollienzien (kollodiales Hafer-Emollient vs. nicht-kollodiales Hafer-Emollient) durchgeführt. Die Kosten lagen in der Emollienzien-Gruppe bei 125,80 £ pro Patient gegenüber 128,13 £ in der Gruppe ohne Emollienzien. In der Emollienzien-Gruppe kam es im Vergleich zur Kontrollgruppe pro Patient seltener zu Arztkonsultationen (2,44 gegenüber 2,66) und zu niedrigeren Kosten pro Konsultation (104,15 £ gegenüber 113,25 £). Bei den Patienten der Gruppe ohne Emollienzien war die Wahrscheinlichkeit für die Verschreibung eines topischen Kortikosteroids um 18 % und die eines Antibiotikums um 13 % erhöht. In der Anwendergruppe mit dem kollodialen Hafer-Emollient lagen die Kosten pro Patient niedriger als in der Subgruppe, die ein nicht-kollodiales Hafer-Emollient anwendete (133,46 £ gegenüber 141,11 £). Bei Letzteren lag außerdem die Wahrscheinlichkeit für die Verschreibung eines topischen Kortikostroids oder Antibiotikums um 21 % über der der Erstgenannten. Die Autoren ziehen das Fazit, dass die Verschreibung von Emollienzien bei Patienten mit trockener Haut oder AD mit selteneren Arztkonsultationen, geringerer Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und reduzierten Kosten einhergeht. Besonders die Verschreibung von Emollienzien mit kolloidalem Haferextrakt war mit selteneren Verschreibungen von Kortikosteroiden und Antibiotika assoziiert.
Mehr erfahren zu: "Frühe Nahrungsmittelallergien führen nicht per se zu Essproblemen" Frühe Nahrungsmittelallergien führen nicht per se zu Essproblemen Eltern und Kliniker befürchten oft, dass Nahrungsmittelallergien im frühen Kindesalter langfristige Ess-Störungen oder eine übermäßige Selektivität („picky eating“) nach sich ziehen. Eine aktuelle Studie gibt nun Entwarnung: Danach zeigen betroffene […]
Mehr erfahren zu: "Regierung Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen" Regierung Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen Weniger Impfempfehlungen, keine Kombi-Präparate: Donald Trumps Regierung baut die Impfpolitik für Kinder um – und ignoriert sowohl explodierende Fallzahlen als auch wissenschaftliche Erkenntnisse.
Mehr erfahren zu: "Ekzem und Allergien: Dendritische Zellen treiben Immunglobulin-E-Antwort voran" Ekzem und Allergien: Dendritische Zellen treiben Immunglobulin-E-Antwort voran Interleukin‑13 verstärkt über dendritische Zellen vom Typ 2 die Bildung hochaffiner Immunglobulin-E-Antikörper. Der Mechanismus könnte erklären, wie sich über die Haut systemische Reaktionen ausbilden.