Nykturie bei älteren Frauen: Exogenes Melatonin erweist sich als sicher und wirksam

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Melatonin kann als sichere und wirksame Behandlung von Nykturie bei älteren Frauen angesehen werden. Dies ergibt eine aktuelle Studie aus Thailand.

Endogenes Melatonin spielt eine physiologische Rolle bei der Blasenfunktion. In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie überprüften die Mediziner des Universitätsklinikums von Bangkok die Wirksamkeit und Sicherheit von exogenem Melatonin bei Nykturie. 60 Frauen mit Nykturie >55 Jahre wurden prospektiv rekrutiert und später randomisiert auf zwei Behandlungsarme verteilt: Die Patientinnen erhielten für 2 Wochen entweder Melatonin 2 mg/Tag (n=30) oder Placebo (n=30). Zu den Ergebnismessungen gehörten Nykturie-Episoden, Nykturie-Parameter, Punktzahlen im Nykturie-Quality-of-Life-Fragebogen (N-QoL) und unerwünschte Ereignisse.

Die Behandlungs- und Kontrollgruppe waren im Durchschnittsalter vergleichbar (65,9 + 7,5 vs. 68,5 + 6,3 Jahre). Beide Gruppen hatten ähnliche Ursachen für Nykturie mit einer mittleren Miktionshäufigkeit von 2,3 (1,3–6,3) bzw. 2,3 (1,7–5,3) Episoden/Nacht zu Studienbeginn. Die Behandlungsgruppe hatte signifikant bessere Ergebnisse als die Placebogruppe in Bezug auf die mediane Reduktion der Nykturie: -1,0 (-3,0 bis 0,0) vs. 0,0 (-2,3 bis 1,3) Episoden/Nacht; p<0,001. Die mediane Dauer des ersten ununterbrochenen Schlafs war verlängert: 1,0 (-0,3 bis 4,5) h vs. 0,0 (-3,0 bis 2,3) h; p<0,001. Die N-QoL-Scores waren verbessert (Gesamtscores: p=0,016; Subskala Schlaf/Energie: p=0,019). Die Nebenwirkungen waren vergleichbar.

(ms)