Obstruktive Schlafapnoe: Mehr Bewegung kann Inzidenz senken

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Bei der Auswertung von Daten der Nurses’ Health Study (2002–2012; 50.332 Frauen), der Nurses’ Health Study II (1995–2013; 68.265 Frauen) und der Health Professionals Follow-up Study (1996–2012; 19.320 Männer) haben die Verfasserinnen und Verfasser einer aktuellen Publikation Faktoren gefunden, die mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit für eine Obstruktive Schlafapnoe (OSA) assoziiert sind.

Für die genannten Einzelstudien hatten die Teilnehmenden alle 2–4 Jahre Angaben zur ihrer körperlichen Aktivität in der Freizeit (quantifiziert durch metabolische-Äquivalent[MET]-h/Woche) sowie zur der vor dem Fernseher und bei der Arbeit/außer Haus verbrachten Zeit gemacht. Eine ärztlich diagnostizierte OSA wurde mittels eines validierten Protokolls der Betroffenen selbst identifiziert. Die Arbeitsgruppe setzte Cox-Modelle ein, um HRs und 95%-KIs für das Auftreten einer OSA im Zusammenhang mit körperlicher Aktivität und Bewegungsmangel zu berechnen.

Während 2.004.663 Personenjahren der Nachbeobachtung dokumentierten die Forschenden 8733 Fälle einer neu aufgetretenen OSA. Nach Bereinigung um potenzielle Störvariabeln betrug die gepoolte HR für eine OSA beim Vergleich von Personen mit ≥36,0 gegenüber <6,0 MET-h körperlicher Aktivität pro Woche 0,46 (95%-KI 0,43–0,50; pTrend<0,001). Verglichen mit den Teilnehmenden, die <4,0 h pro Woche vor dem Fernseher verbrachten, betrug die multivariabel adjustierte HR 1,78 (95%-KI 1,60–1,98) für diejenigen, die dies ≥28,0 h pro Woche taten (pTrend<0,001). Die vergleichende HR lag bei 1,49 (95%-KI 1,38–1,62) für Stunden im Sitzen bei der Arbeit/außer Haus (pTrend<0,001).

Mit zusätzlicher Adjustierung in Bezug auf mehrere metabolische Faktoren – einschließlich Body-Mass-Index und Taillenumfang – wurden die Assoziationen mit körperlicher Aktivität und der im Sitzen bei der Arbeit/außer Haus verbrachten Zeit abgeschwächt, blieben aber signifikant (pTrend<0,001). Der Zusammenhang mit der im Sitzen vor dem Fernseher verbrachten Zeit war laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht mehr statistisch signifikant (pTrend=0,18).

Fazit
In der Studie waren ein höheres Maß an körperlicher Aktivität und weniger im Sitzen verbrachte Stunden mit einer geringeren OSA-Inzidenz verbunden. Die potenziell vermittelnde Rolle metabolischer Faktoren könne aber auch von der Art des sitzenden Verhaltens abhängen, schreiben die Forschenden. (ac)

Autoren: Liu Y et al.
Korrespondenz: Tianyi Huang; [email protected]
Studie: Physical activity, sedentary behaviour and incidence of obstructive sleep apnoea in three prospective US cohorts
Quelle: Eur Respir J 2022;59(2):2100606.
Web: https://doi.org/10.1183/13993003.00606-2021