Omikron mit höherer Krankenhaussterblichkeit als Influenza20. Februar 2023 Bild: ©CROCOTHERY – stock.adobe.com Eine repräsentative Studie unter Leitung der Universität Luzern (Schweiz) hat die Sterblichkeit von hospitalisierten Personen mit der Corona-Variante Omikron und von solchen mit Influenza verglichen. Unter Omikron zeigte sich dabei eine signifikant höhere Krankenhausmortalität. Für den Vergleich der Krankheitsverläufe hospitalisierter Personen wurden die Daten von 3066 Omikron-betroffenen mit 2146 an Influenza Erkrankten abgeglichen. Die Autorinnen und Autoren kommen zum Schluss, dass die Sterblichkeit während der ersten 30 Hospitalisierungstagen bei den an der Omikron-Variante Erkrankten rund 1,5-mal höher war. Bezüglich der Notwendigkeit einer Aufnahme auf die Intensivstation zeigte sich kein Unterschied zwischen der Corona-Variante Omikron und Influenza. Zwar belegen verschiedene Studien, dass die Omikron-Variante verglichen mit der Delta-Variante deutlich weniger Hospitalisierungen und Todesfälle verursacht hat. Im Vergleich zur saisonalen Grippe könne bei Omikron im Untersuchungszeitraum jedoch von einer signifikant höheren Krankenhausmortalität gesprochen werden, wie die Universität Luzern in einer aktuellen Mitteilung zur Studie zusammenfasst. Und dies, trotz der Veränderungen gegenüber der vorher dominanten Delta-Variante, einer zunehmenden Immunität in der Bevölkerung sowie besseren Therapiestrategien. Hauptverantwortlicher des Forschungsprojekts ist Prof. Rami Sommerstein, Lehr- und Forschungsbeauftragter für Medizin an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin der Universität Luzern. Die Ergebnisse der Studie wurden zusammen mit weiteren Autorinnen und Autoren im Februar 2023 im medizinischen Fachjournal „JAMA Network Open“ publiziert. Erstautorin der Studie ist Lea Portmann, Studentin im gemeinsamen Masterstudiengang Medizin der Universitäten Luzern und Zürich. Für die Erhebung wurden Daten von insgesamt 5212 hospitalisierten Personen in 15 Schweizer Kliniken ausgewertet. Die Daten der COVID-betroffenen wurden im Zeitraum vom 15. Januar 2022 bis 15. März 2022 erhoben, in welchem die Omikron-Variante von COVID-19 mit über 95 Prozent aller Fälle vorherrschend war. Die Daten, der an Influenza Erkrankten stammen aus den Grippesaisons 2018/19, 2020/21 und 2021/22.
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