Online raus aus der Internetsucht3. August 2020 Leitet das OMPRIS-Forschungsprojekt: Dr. Jan Dieris-Hirche (Foto: privat) Therapie-Start per Webcam: Im Rahmen eines Forschungsprojektes finden computerspiel- und internetsüchtige Menschen künftig digital, real und an jedem Ort in Deutschland Hilfe. Genauso leicht, wie Menschen sich im Internet verlieren können, weil Computerspiele oder Streamingdienste für sie jederzeit und schnell verfügbar sind, genauso unkompliziert können Menschen mit problematischem Internetgebrauch seit dem 1. August 2020 einen Weg aus ihrer Sucht finden. Direkt am Rechner, mit Hilfe von OMPRIS, dem onlinebasierten Motivationsprogramm zur Reduktion von problematischem Medienkonsum. Ein Forschungsprojekt unter Leitung der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bochum im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) macht dies möglich: OMPRIS ist für Betroffene niederschwellig, leicht zugänglich und kostenlos. „Sicherlich klingt es zunächst paradox, internetsüchtige Menschen mit Hilfe des Internets zu behandeln“, sagt Dr. Jan Dieris-Hirche, Oberarzt und Leiter der Medienambulanz der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bochum. „Doch wir holen die Betroffenen direkt dort ab, wo sie sich am meisten aufhalten – im Internet.“ Das neue Angebot wird bis zum Herbst 2022 als digitales vier- bis sechswöchiges Beratungsprogramm mit vielen therapeutischen und medienpädagogischen Elementen zur Verfügung stehen. Etwa zweimal pro Woche werden webcambasierte Einzelgespräche stattfinden, in denen die Teilnehmenden motiviert werden, ihr Medienverhalten zu reflektieren und zu verändern. Zudem wird eine Sozialarbeiterin bei Fragen rund um Themen wie Wohnungssuche, Wohngeld oder Hilfe bei der ARGE beraten. OMPRIS komme gerade zur rechten Zeit, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, betont: „Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, digitale Therapien vorzuhalten. Dies gilt vor allem auf dem noch relativ neuen Gebiet der Internetsucht.“
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