Operations- und Diagnostikzentrum der Pferdeklinik der JLU feierlich eingeweiht

Petra Zellner (LBIH), Elmar Damm (HMdF), Prof. Stefan Arnhold (FB Vet.med.), Alexander Wright (Stadt Gießen), Dr. h.c. Ann-Kathrin Linsenhoff (Hochschulrat), Timon Gremmels (HMWK), Prof. Katharina Lorenz (JLU), Prof. Michael Röcken (Pferdekl.) Quelle: JLU/Rolf K. Wegst

Der Neubau stellt einen Meilenstein für die Veterinärmedizin in Gießen dar: So hat die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) in einer Feierstunde mit zahlreichen Gästen das Operations- und Diagnostikzentrum der Klinik für Pferde eingeweiht.

Der Neubau mit einer Gesamtnutzfläche von rund 1.000 Quadratmetern ermöglicht hochmoderne Behandlungsmöglichkeiten und optimiert gleichzeitig die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen für die Studierenden und das medizinische Personal. Zu dem Gebäude gehören hochtechnisierte Operationssäle und moderne Untersuchungsbereiche für Chirurgie und Innere Medizin.

Pferdechirurgie auf internationalem Niveau

„Eine moderne Pferdeklinik ist für die JLU von entscheidender Bedeutung, um im internationalen Wettbewerb die besten Köpfe zu gewinnen und das hohe Niveau in der klinischen Forschung und Lehre nachhaltig weiterzuentwickeln“, betonte JLU-Präsidentin Prof. Katharina Lorenz in ihrer Begrüßung. „Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die dieses zukunftsweisende Operations- und Diagnostikzentrum gemeinsam erfolgreich verwirklicht haben.“

Wissenschaftsminister Timon Gremmels und JLU-Hochschulrätin Dr. h.c. Ann-Kathrin Linsenhoff (links) machen sich vor dem neuen Operations- und Diagnostikzentrum ein Bild von der Dimension der künftigen Patienten. Quelle: JLU/Rolf K. Wegst

Wissenschaftsminister Timon Gremmels erklärte: „Die Justus-Liebig-Universität Gießen steht für exzellente Wissenschaft und die enge Verbindung zwischen Forschung und Praxis. Die Pferdeklinik der JLU verbindet universitäre Spitzenmedizin mit der Ausbildung der nächsten Generation von Tierärztinnen und Tierärzten und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit unserer Tiere. Mit dem neuen Operations- und Diagnostikzentrum schaffen wir hervorragende Bedingungen für Forschung, Lehre und Behandlung. Es stärkt die herausragende Bedeutung des veterinärmedizinischen Standorts Gießen. Ich danke allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben.“

Finanzminister Prof. R. Alexander Lorz erklärte: „Das neue Operations- und Diagnostikzentrum setzt Maßstäbe: Es festigt den exzellenten Ruf der Gießener Pferdeklinik, stärkt ihre einzigartige Stellung in Hessen und sichert langfristig Spitzenmedizin für Tiere. Forschung, Lehre und Praxis können hier unter modernsten Bedingungen erfolgen. Das sucht seinesgleichen.“

„Die Veterinärmedizin gehört seit langem zu den besonderen Stärken unserer Universitätsstadt. Sie prägt Gießen als Wissenschaftsstandort, als Ausbildungsort und als Ort medizinischer Spitzenleistungen“, sagte Alexander Wright, Bürgermeister der Universitätsstadt Gießen. Die Einweihung sei daher auch ein Gewinn für die gesamte Stadt. „Gießen ist ohne seine Universität nicht denkbar. Die Justus-Liebig-Universität ist nicht nur die größte und prägendste Bildungseinrichtung unserer Stadt, sie ist auch identitätsstiftend“, fügte er hinzu.

Zentrum ist Leuchtturm für den Fachbereich Veterinärmedizin

Der Dekan des Fachbereichs Veterinärmedizin Prof. Stefan Arnhold, betonte: „Das neue Operations- und Diagnostikzentrum für die Pferdeklinik ist ein sichtbares Zeichen für die Leistungsfähigkeit, die Zukunftsorientierung und die herausragende Bedeutung der Veterinärmedizin in Gießen.“

„Das Operations- und Diagnostikzentrum für Pferde wird ein Leuchtturm für den Fachbereich Veterinärmedizin“, sagte Prof. Michael Röcken, der Leiter der Klinik für Pferde (Chirurgie). „Mit dieser wegweisenden Infrastrukturmaßnahme wird die Zukunft der hochmodernen Pferdemedizin am Standort Gießen nachhaltig gesichert.“

„Mit dem neuen Operations- und Diagnostikzentrum erhält die über Jahrzehnte gewachsene Exzellenz der Gießener Pferdemedizin endlich die Umgebung, die ihr entspricht – ein Gewinn für Forschung, Lehre und Patientenversorgung und ein klares Bekenntnis der JLU zur Zukunft der Pferdemedizin am Standort Hessen“, betonte Dr. h.c. Ann Kathrin Linsenhoff, Mitglied des Hochschulrats der JLU und Sportbeauftragte des Landes Hessen. „Mein Dank gilt allen, die dieses Vorhaben mit Weitblick, Beharrlichkeit und persönlichem Engagement möglich gemacht haben.”

Architektur, Innenausbau und Technik ganz auf Pferdepatienten abgestimmt

Petra Zellner, Vertreterin des Direktors des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH), sagte: „Der Neubau für die Pferdemedizin in Gießen ist ein Hochspezialbau, in dem Architektur, Innenausbau und Technik optimal auf die Bedürfnisse der Tiere und den Laborbetrieb abgestimmt sind – von der Kranbahn für den schonenden Transport der Pferde bis zur Rohrpostanlage für schnelle Labortests. Der LBIH hat diese Präzision gemeinsam mit allen Beteiligten umgesetzt, selbst unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen wie technische Komplexität und räumliche Enge. Ich freue mich über den erfolgreichen Abschluss dieses Projekts und wünsche der renommierten Tiermedizin in Gießen alles Gute.“

Die Pferdechirurgie und die innere Medizin des Pferdes sind tief in die Lehrveranstaltungen und Studienmodule des gesamten veterinärmedizinischen Studiums integriert. Damit ermöglicht die moderne Infrastruktur ein adäquates und praxisnahes Studienangebot. Und sie schafft die Voraussetzungen dafür, die gesetzlichen Anforderungen für die tierärztliche Zulassung und Ausbildung dauerhaft zu erfüllen. In dem Bestandsgebäude der Pferdeklinik in der Frankfurter Straße 108 sind nach wie vor die Ställe für die Unterbringung der Patienten sowie Büroräume untergebracht. Zudem werden die Räumlichkeiten für die Lehre in der Propädeutik genutzt.

Für das Bauvorhaben hat die JLU rund 20 Millionen Euro in die Hand genommen. Die Realisierung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Land Hessen und dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH).