Osteoporose vorbeugen, frühzeitig erkennen und behandeln7. März 2019 Foto: © bit24, Fotolia.com Osteoporose ist eine in Deutschland weit verbreitete Erkrankung: Etwa 6,3 Millionen Menschen hierzulande sind davon betroffen. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und dadurch wiederum auch für Knochenbrüche. Ein Oberschenkelhalsbruch zum Beispiel kann Folgen wie Immobilität, Lungenentzündungen oder Langzeitbehinderung nach sich ziehen. Ursache für Osteoporose kann ein Vitamin-D-Mangel sein. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt Menschen mit Diabetes mellitus anlässlich des „Tags der gesunden Ernährung” am 7. März 2019, sich gezielt auf Osteoporose untersuchen und gegebenenfalls behandeln zu lassen. Der Aktionstag steht dieses Jahr unter dem Motto: „Ernährung und Osteoporose – Prävention und Therapie“. Wie stabil das menschliche Skelett ist, hängt von erblicher Veranlagung ab. Auch Umweltfaktoren können die Stabilität beeinflussen. Im frühen Erwachsenenalter ist die Knochendichte am höchsten. Dann nimmt sie langsam ab. Ein Diabetes mellitus kann den Knochenabbau beschleunigen und infolgedessen Knochenbrüche begünstigen. „Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Menschen mit Diabetes sich nur wenig bewegen und zudem ihre Stoffwechselerkrankung schlecht eingestellt ist“, sagt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim. Auch ein Vitamin-D-Mangel kann Ursache von Osteoporose sein. Vitamin D sorgt dafür, dass Kalzium aus der Nahrung leichter über den Darm aufgenommen und in die Knochen eingelagert wird. „Vitamin-D-Mangel findet man häufig bei älteren Menschen, aber unabhängig vom Alter auch bei Menschen mit Diabetes“, erklärt Professor Haak. Über einen Bluttest kann der behandelnde Arzt einen möglichen Vitamin-D-Mangel feststellen. Professor Haak betont: „Gerade bei einem bestehenden Diabetes Typ 1 oder Typ 2 sollte ein Mangel vermieden beziehungsweise mit Vitaminpräparaten behandelt werden.“ Der Körper stellt einen großen Teil von Vitamin D in Verbindung mit Sonnenlicht über die Haut selbst her. „Deshalb empfehlen wir Menschen mit Diabetes, regelmäßig draußen aktiv zu sein. Das fördert sowohl die Vitamin-D-Bildung als auch die Knochenstabilität“, so Professor Haak. Wichtig sei darüber hinaus, auf eine Vitamin-D- und kalziumreiche Ernährung zu achten: „Reich an Vitamin D ist Seefisch wie Hering oder Lachs; auch Eier, Pilze und Leber enthalten nennenswerte Mengen. Kalzium ist unter anderem in Milch- und Sojaprodukten, Obst, Gemüse und Nüssen enthalten. Eine gute Quelle sind auch kalziumreiche Mineralwässer: Ein halber Liter eines Mineralwassers mit rund 500 mg Kalzium pro Liter deckt schon die Hälfte des Tagesbedarfs an Kalzium.“
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