Osteoporoseprävention: Was Sport und Bisphosphonate bewirken29. August 2024 © Peter Atkins – stock.adobe.com (Symbolbild) Regelmäßiger Sport und eine Behandlung mit Bisphosphonaten können die Struktur und die Kraft des Knochens im Bereich der Hüfte positiv beeinflussen, nicht aber in der Peripherie (Tibia). Darauf deutet eine randomisierte, kontrollierte Studie hin. US-Forschende teilten 276 postmenopausale Frauen (≤6 Jahre seit Menopause) nach dem Zufallsprinzip in 3 Gruppen ein: 12 Monate Sport (n=92), 12 Monate Behandlung mit Risedronat (n=91) oder eine Kontrollgruppe ohne Intervention (n=93). Zu den Übungen in der Sportgruppe gehörten Joggen mit zusätzlichen Gewichten und progressives Krafttraining. Die Risedronat-Behandlung bestand aus 150 mg Risedronat monatlich. Alle Gruppen erhielten Kalzium und Vitamin D. Um Veränderungen der Knochenstärke zu ermitteln, wurde zu Studienbeginn sowie nach 6 und nach 12 Monaten eine periphere quantitative Computertomographie (pQCT) der Tibia sowie eine Hüftstrukturanalyse (HSA) mittels Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA) durchgeführt. Die Frauen hatten eine niedrige Knochenmasse, waren im Durchschnitt 54,5 Jahre alt und befanden sich seit im Schnitt 36,7 Monaten in der Menopause. In der pQCT ließen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen feststellen, weder hinsichtlich der volumetrischen Knochendichte noch hinsichtlich Fläche und Stärke des Knochens. Aber es gab Unterschiede bei der HSA. Nach 12 Monaten waren zwischen Sport- und Kontrollgruppe folgende Unterschiede messbar: intertrochantäre Querschnittsfläche 2,25% (95%-KI 0,28–4,12; p=0,03), Cross Sectional Moment of Inertia (CSMI) 5,67% (95%-KI 1,47–9,87; p<0,01), Section Modulus (SM) 4,38% (95%-KI 1,02–7,74; p=0,01) und durchschnittliche kortikale Dicke an der schmalsten Stelle des Schenkelhalses 2,37% (95%-KI −0,08 bis 4,83; p=0,031). Die mittleren prozentualen Unterschiede bei den HSA-Werten zwischen Risedronat und der Kontrollgruppe waren wie folgt: intertrochantäres CSMI 4,28% (95%-KI -0,24 bis 8,81; p=0,03), intertrochantäres SM 3,35% (95%-KI -0,21 bis 6,91; p=0,03), subperiostale Breite des Schafts 0,82% (95%-KI 0,05–1,58; p= 0,047), Schaft-CSMI 2,53% (95%-KI 0,88–4,18; p=0,004) und Schaft-SM 1,57% (95%-KI 0,34–2,8; p=0,008). Durch die sportliche Aktivität blieb der Hals-Schaft-Winkel erhalten, sowohl im Vergleich zur Kontrollgruppe (1,27%; 95%-KI 0,13–2,41; p=0,04) als auch im Vergleich zu Risedronat (1,31%; 95%-KI 0,23–2,39; p=0,03). Fazit Regelmäßiger Sport und eine Behandlung mit Bisphosphonaten können die Struktur und die Kraft des Knochens im Bereich der Hüfte positiv beeinflussen, nicht aber in der Peripherie (Tibia). (nec) Autoren: Blay R et al. Korrespondenz: L. Bilek; [email protected] Studie: Twelve-month resistance and impact exercise program or risedronate provides a relative benefit to hip bone structure in postmenopausal women: results from a randomized controlled trial Quelle: Osteoporos Int 2024 May;35(5):877–891. Web: https://doi.org/10.1007/s00198-023-07008-x
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