Ovarialkarzinom-Forschung: PARP-Inhibitoren und ihre Wirkung auf Zellseneszenz26. Juni 2019 Forscher der Universität vom Montréal Hospital Research Centre (CRCHUM) haben einen zweistufigen Ansatz entwickelt, um Ovarialkarzinomzellen zu zerstören. Ihre Studienergebnisse haben sie im Fachblatt „Nature Communications“ veröffentlicht. Unter der Bezeichnung „One-two Punch“ beschreibt Francis Rodier, Forscher am CRCHUM die Funktionsweise: „Im Falle von epithelialem Ovarialkarzinom, die häufigste und tödlichste Form des Eierstockkrebses, agieren wir in zwei Stadien. Zunächst zwingen wir die Krebszellen dazu, vorzeitig zu altern, d.h. sie erreichen eine Zellseneszenz. Im zweiten Schritt wenden wir die Senolyse an, was bedeutet, dass wir diese Zellen zerstören. Dafür müssen die beiden Schritte perfekt aufeinander abgestimmt sein.“ In Zellexperimenten mit HGSOC (High-grade Serous Epithelial Ovarian Cancer) erreichten die Forscher eine Seneszenz der Krebszellen per Chemotherapie plus PARP-Inhibitoren. Dabei stellten sie fest, dass Senolyse-Medikamente wie das präklinische ABT-263 nicht unmittelbar nach Beginn einer PARPi-Therapie wirken. Vielmehr müsste dem Inhibitor Zeit eingeräumt werden, die DNA der Krebszellen zunächst nachhaltig zu zerstören. Erst dann sei die Gabe von ABT-263 besonders wirksam gewesen, so die Forscher. In diesem Zusammenhang beobachteten Rodier und seine Kollegen, dass die PARPi-induzierte Seneszenz durch Absetzen des Inhibitors rückgängig gemacht werden konnte. Dies könne erklären, warum einige Patientinnen nach Beendigung ihrer Therapie wiedererkranken, so die Forscher.
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