PAH: Erhöhte Mortalität bei jungen krankhaft adipösen Patienten

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Sind Adipositas und der Body-Mass-Index (BMI) bei Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) mit der Mortalität assoziiert? Um diese Frage zu klären, hat eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern neu erkrankte Patienten mit idiopathischer, medikamenteninduzierter und hereditärer PAH aus dem französischen Register für pulmonale Hypertonie untersucht.

Von 1255 in die Analyse eingeschlossenen Patienten waren 30 % fettleibig. Die Gruppe der adipösen Patienten zeichnete sich durch einen höheren Anteil von Frauen (65,1 % vs. 53,4 %; p<0,01), medikamenteninduzierter PAH (28,9 % vs. 9,2 %; p<0,01) sowie Patienten mit systemischer Hypertonie, Diabetes und Hypothyreose aus. Die meisten adipösen Patienten erfüllten die Kriterien der Klasse III der New York Heart Association (66,4 % vs. 57,1 %), weniger entsprachen der Klasse IV (11,8 % vs. 16,9 %; p<0,01). Zudem erzielten die adipösen Patienten beim 6-Minuten-Gehtest schlechtere Ergebnisse (276±121 m vs. 324±146 m; p<0,01).

Der rechtsatriale Druck, der pulmonalkapilläre Verschlussdruck und der Herzindex waren höher, während der pulmonale Gefäßwiderstand bei Patienten mit Adipositas geringer war. Weder der BMI (Hazard Ratio [HR] 0,99; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,97–1,01; p=0,41) noch Fettleibigkeit (HR 1,0; 95 %-KI 0,99–1,01; p=0,46) waren in multivariablen Analysen mit der Mortalität assoziiert.

Die Studienautoren beobachteten eine signifikante Wechselwirkung zwischen Alter und Adipositas in dem Sinne, dass die Mortalität bei Patienten unter 65 Jahren, die krankhaft adipös waren, anstieg (HR 3,01; 95 %-KI 1,56–5,79; p=0,001).

„Diese Ergebnisse haben Auswirkungen auf ein aktives Gewichts-Management bei jüngeren Patienten, die krankhaft adipös sind, die ansonsten Kandidaten für eine Lungentransplantation wären“, konstatieren die Forscher.