Palliativversorgung in Pandemiezeiten: Projekt PallPan erarbeitet Handlungsempfehlungen2. Oktober 2020 Foto: © Photographee.eu/Adobe Stock Auch in Pandemiezeiten ist die Versorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen eine wichtige Aufgabe, unabhängig davon, ob die Patienten an einer COVID-19-Infektion oder einer anderen schweren Erkrankung leiden. In der aktuellen Pandemiesituation war die Versorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen schwierig und nur mit Einschränkungen möglich. Diesem weiterhin relevanten Bereich widmet sich das Projekt Palliativversorgung in Pandemiezeiten (PallPan). PallPan wird vom Forschungsnetzwerk universitäre Palliativmedizin durchgeführt. Dazu haben sich 12 universitäre palliativmedizinische Einrichtungen und weitere Kooperationspartner, insbesondere die Infektiologie, im Rahmen des bundesweiten Netzwerkes Universitätsmedizin (NUM) zusammengeschlossen. In dem Forschungsvorhaben werden alle Bereiche der Hospiz- und Palliativversorgung (allgemein und spezialisiert, ambulant und stationär) berücksichtigt, damit die Vielschichtigkeit und die Komplexität der Pandemiesituation für die Versorgung von Menschen am Lebensende und deren Nahestehende angemessen abgebildet werden kann. Um für zukünftige Pandemiephasen besser vorbereitet zu sein soll bis März 2021 eine Nationale Strategie für die Betreuung schwerkranker, sterbender Erwachsener und derer Angehörigen in Pandemiezeiten erarbeitet werden. Dazu gehören wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen zur allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung von Patienten und deren Nahestehenden. Darüber hinaus werden Material für die geplante NUM-Informationsplattform gesammelt sowie die Parameter zur prospektiven Erfassung der Qualität der Palliativversorgung in Pandemiezeiten identifiziert. Die palliativmedizinischen Einrichtungen des LMU Klinikums und der Universitätsklinik zu Köln organisieren das PallPan-Projekt gemeinsam. Am LMU Klinikum werden außerdem Interviews mit Palliativpatienten und Angehörigen zu ihren Erfahrungen während der Pandemie durchgeführt, eine Evidenzsynthese der nationalen und internationalen Literatur erstellt und die Entwicklung und Konsentierung der Handlungsempfehlungen koordiniert. Am Projekt PallPan sind die Universitätsklinika in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Erlangen, Freiburg, Göttingen, Hannover, Jena, Köln, München, Rostock und Würzburg beteiligt.
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