PAP-Nutzung: Dosisabhängiger Zusammenhang mit Verbesserung der Müdigkeit

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Bislang, so erklären die Autoren einer aktuellen Studie, sei der Zusammenhang zwischen der Müdigkeit von Patienten mit Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) und deren Nutzung einer Behandlung mit positivem Atemwegsdruck (PAP) nur an relativ kleinen und stark selektierten Populationen untersucht worden. In ihrer eigenen Arbeit führten sie nun eine solche Bewertung anhand von 95.397 OSA-Patienten durch, die bei einer spezifischen Smartphone-App registriert waren.

Die Probanden machten zu Studienbeginn sowie nach 7, 14, 21 und 28 Tagen der PAP-Therapie Angaben zu ihrer Müdigkeit. Die teilnehmenden OSA-Patienten waren im Durchschnitt 49,6 ±13,0 Jahre alt, mehrheitlich (61,6 %) handelte es sich um Männer. Es zeigte sich, dass Müdigkeit am Tag der häufigste Grund für den Beginn einer PAP-Therapie war: Dies traf auf 57,1% der Patienten zu. An einer mittelschweren bis schweren OSA litten nach eigenen Angaben 42,2% der in die Studie eingeschlossenen App-Nutzer. Die meisten Patienten berichteten über eine Besserung ihrer Schläfrigkeit unter PAP-Therapie im Laufe des Untersuchungszeitraumes, wobei 62,1% an Tag 28 sogar angaben, „keine“ oder eine nur „leichte“ Müdigkeit zu verspüren.

Die Studienautoren ermittelten einen dosisabhängigen Zusammenhang zwischen der Verbesserung der von den Patienten an Tag 28 angegebenen Müdigkeit einerseits und der PAP-Nutzung andererseits. Dieser Befund, so berichten die Forschenden, habe auch an Tag 360 der Untersuchung noch Bestand gehabt.

Die von den Probanden angegebene Schläfrigkeit an Tag 28 war mit einer Compliance nach Kriterien der US-amerikanischen Centers for Medicare & Medicaid Services nach 90 Tagen assoziiert (ca. 90% für Personen ohne oder mit nur leichter Müdigkeit vs. <70% für diejenigen mit verbleibender starker oder gar extremer Schläfrigkeit).

Die durchschnittliche tägliche PAP-Nutzung über den Zeitraum von 360 Tagen betrug ca. 5,0 bzw. etwa 3,7 h unter Personen ohne oder mit nur leichter Müdigkeit im Vergleich zu OSA-Patienten mit starker oder extremer Schläfrigkeit.

Fazit
Laut den Studienautoren kann eine Erfassung von durch Patienten selbst eingeschätzten Outcomes mithilfe digitaler Lösungen im Verlauf einer Therapie diese Outcomes durch die Bereitstellung umsetzbarer Erkenntnisse verbessern. (ac)

Autoren: Cistulli PA et al.
Korrespondenz: Peter Cistulli; [email protected]
Studie: Relationship between Self-reported Sleepiness and Positive Airway Pressure Treatment Adherence in Obstructive Sleep Apnea
Quelle: Ann Am Thorac Soc 2023;20(8):1201–1209.
Web: https://doi.org/10.1513/AnnalsATS.202206-482OC