Parkinson und Bewegungsstörungen: Neue Perspektiven für Forschung und Therapie – Kongress im April 2026 in Leipzig

Symbolbild: © mediastok.ai/stock.adobe.com

Neue genetische Einblicke, präzisere Biomarker, innovative Wirkstoffe und KI-gestützte Neurotechnologien: Die Parkinson-Forschung macht weltweit dynamische Fortschritte. Der Deutsche Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen vom 16. bis 18. April 2026 in Leipzig bietet Fachärzten für Neurologie, Psychiatrie oder Geriatrie, klinisch und experimentell Forschenden sowie Pflege- und Therapiefachkräften ein kompaktes fachliches Update.

Unter dem Leitthema „Vom Gen zum System – Der kinetische Code“ spannt der Kongress den Bogen von molekularen Grundlagen über Biomarker und klinische Forschung bis zur interdisziplinären Versorgung. Die Veranstaltung wird gemeinschaftlich von der DPG, dem Arbeitskreis Botulinumtoxin (AK-BoNT, Prof. David Weise) und erstmals auch der Arbeitsgemeinschaft Tiefe Hirnstimulation (THS, PD Dr. Jost-Julian Rumpf) organisiert. Neben der Parkinson-Krankheit und atypischen Parkinson-Syndromen werden auch Ataxien, Chorea, Dystonien, Spastik, Tics und Tremor adressiert. „Der Kongress fördert Synergien, regt fachübergreifendes Denken an und stärkt die medizinische Versorgung nachhaltig – durch interdisziplinär gebündelte Expertise“, unterstreicht Prof. Joseph Claßen, zweiter Vorsitzender der DPG und einer der Sprecher im vierköpfigen Kongressleitungsteam.

Genetik, Umwelt und innovative Therapie

Schwerpunkt im wissenschaftlichen Programm sind neue Entwicklungen in der Biomarkerforschung sowie bei den medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien – darunter die Tiefe Hirnstimulation und weitere neuromodulierende Verfahren. Diskutiert werden zudem Erkenntnisse zum Einfluss von Umweltfaktoren wie Feinstaub und Pestiziden sowie Präventionsstrategien. International renommierte Experten geben Einblicke in die Fortschritte der personalisierten Neurostimulation, beleuchten innovative Therapiekonzepte und die Rolle des glymphatischen Systems bei neurodegenerativen Erkrankungen. Ein Joint-Symposium der DPG mit der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft (ÖPG) thematisiert translationale Ansätze für Diagnostik und Therapie der Multisystematrophie.

Praxisnah und interprofessionell: Von Forschung bis Pflege

Der Kongress richtet sich explizit an ein interprofessionelles Publikum: Forschende, Fachärzte für Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie, Pflegefachpersonen sowie Therapeuten. Das Multidisziplinäre Forum vernetzt ärztliche und nicht-ärztliche Berufsgruppen und widmet sich praxisnah den Herausforderungen der Versorgung von Menschen mit Bewegungsstörungen. Die Fortbildungsakademie fördert den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in den klinischen Alltag durch praxisorientierte Hands-on-Kurse und Workshops.

Junge Parkinsonforschung: Wissenschaft mit Zukunft

Ein besonderes Anliegen der DPG ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die neu gegründete Arbeitsgruppe „Junge Parkinsonforschung“ bietet jungen Wissenschaftlern ein besonderes Forum für engen und anregenden Austausch. Ihr eigenes Symposium im Rahmen des Kongresses stärkt gezielt die Sichtbarkeit ihrer Forschung und bietet Raum für Präsentation und Vernetzung. Prof. Kathrin Brockmann, erste Vorsitzende der DPG, betont: „Mit seinem interdisziplinären Ansatz und dem Fokus auf Translation von Grundlagenforschung in klinische Anwendung ist der Deutsche Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen 2026 ein zentrales Forum für alle, die die Versorgung von Menschen mit Bewegungsstörungen aktiv mitgestalten.“

Weitere Informationen zum Programm und zur Registrierung – inklusive Frühbucherrabatt bis 31. Januar 2026 – finden Sie auf https://www.dpg-kongress.de

Außerdem interessant zum Thema Parkinson:

Multiple Sklerose liefert immunologische Ansätze zur Behandlung von Parkinson

Förderung für Projekt zu MRT-gesteuertem fokussiertem Ultraschall bei Parkinson