Patienten mit Diabetes müssen nicht zwangsläufig an den Nieren erkranken9. November 2018 „Patienten mit Diabetes sollten auch immer auf ihre Nieren achten“, rät Professor Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. Foto: KfH Die Volkskrankheit Diabetes in den Fokus zu stellen und über die damit womöglich verbundenen Folgeerkrankungen zu informieren, ist Ziel des alljährlichen Weltdiabetestages am 14. November. Professor Dr. med. Dieter Bach, KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., Neu-Isenburg, weist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Vermeidung von Folgeerkrankungen an den Nieren hin. Warum Diabetes zu einer Schädigung der Nieren führen kann, erklärt der Nephrologe und Diabetologe Bach so: „Die Stoffwechselerkrankung schädigt die Gefäße im Körper – und eben auch die Kleinstgefäße, die in den Nieren die lebenswichtige Entgiftungsfunktion übernehmen.“ Nierenerkrankungen müssten aber bei Patienten mit Diabetes nicht zwangsläufig auftreten. Mit einer frühzeitigen Diagnostik und rechtzeitigen Behandlung könne gegengesteuert werden, betont Bach. So trägt eine gute Blutzuckereinstellung viel dazu bei, Nierenschäden zu verhindern. Gleiches gilt auch für den Blutdruck, denn je besser dieser eingestellt ist, desto besser werden die Nieren entlastet. „Für die rund 7 Millionen Patienten mit Diabetes in Deutschland ist es deshalb so wichtig, dass sie sich kontinuierlich haus- und fachärztlich behandeln lassen“, rät Bach. Und auch der Patient selbst könne zum Erhalt bzw. zur Stabilisierung seiner Nierenfunktion u. a. mit einer ausgewogenen Ernährung und körperlicher Bewegung beitragen. „Diese Verhaltensänderungen im Alltag sind allerdings viel einfacher zu realisieren, wenn auch das private Umfeld mitmacht“, gibt Bach zu bedenken. Nicht ohne Grund lautet das diesjährige Motto zum Weltdiabetestag: „The Family and Diabetes“.
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