Patientenfehler bei der inhalativen COPD-Therapie vermeiden24. August 2022 © Prostock-studio – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Fehlerquote in der Nutzung inhalativer Therapien durch Patienten ist hoch. Es ist daher sinnvoll, sich immer wieder zeigen zu lassen, wie Betroffene ihren jeweiligen Inhalator benutzen, um auf eventuelle Fehler hinzuweisen bzw. an die korrekte Art und Weise der Anwendung zur erinnern. Dass dies – ebenso wie eine Kontinuität im Sinne der Verwendung immer desselben Devices – hilft, bestätigen die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung aus Schweden. Darin hatten Forschende sich wiederholt von 310 Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) demonstrieren lassen, wie sie ihren jeweiligen Inhalator verwendeten. Dabei wurden für den Nutzen der Behandlung entscheidende Fehler bewertet und korrigiert. Die Bewertung wurde nach 1 Jahr wiederholt. Bei beiden Studienuntersuchungstermine erhoben die Forschenden Daten zum COPD Assessment Test, zur modifizierten Dyspnoe-Skala des Medical Research Council und zur Vorgeschichte von Exazerbationen. Die Studienautoren stellten fest, dass die wiederholte Beurteilung und Korrektur der Inhalationstechnik mit einer Abnahme kritischer Fehler bei dieser verbunden war. Dieser Effekt war am ausgeprägtesten bei Patienten, die während des gesamten Nachbeobachtungszeitraumes dieselben Devices verwendeten. Der Anteil der Patienten, die ≥1 kritischen Fehler bei der Inhalationstechnik machten, war bei der Nachuntersuchung in der Gesamtpopulation (46% vs. 37%; p=0,01) und bei Patienten, die immer denselben Inhalator verwendeten (46% vs. 35%; p=0,02) geringer, nicht aber bei Personen, die in der Zwischenzeit auf ein anderes Device umgestiegen waren (46% vs. 41%; p=0,56). Die falsche Positionierung des Gerätes bei der Inhalation stellte sich als der häufigste kritische Fehler bei beiden Untersuchungsterminen heraus (30% bzw. 22%). 74% der Patienten erhielten eine unveränderte COPD-Behandlung. Eine Behandlungseskalation, Deeskalation bzw. -umstellung wurde bei 14%, 11% bzw. 1% der untersuchten Patienten festgestellt. Die Studienautoren beobachteten in ihrer Untersuchung aber keinen Zusammenhang zwischen Inhalationsfehlern und COPD-Symptomen oder Exazerbationen. Fazit Die Beurteilung und Korrektur der Inhalationstechnik war mit einer Abnahme kritischer Fehler bei der Inhalationstechnik verbunden. Dieser Effekt war am ausgeprägtesten bei Patienten, die während des gesamten Nachbeobachtungszeitraums dieselben Gerätemodelle verwendeten. (ac) Autoren: Sulku J et al. Korrespondenz: Johanna Sulku; [email protected] Studie: Changes in critical inhaler technique errors in inhaled COPD treatment – A one-year follow-up study in Sweden Quelle: Respir Med 2022;197:106849. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2022.106849
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