Patientenmerkmale bei Typ-2-Diabetes und Obstruktiver Schlafapnoe2. September 2024 © Jelena Stanojkovic – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Autoren einer neuen Studie weisen darauf hin, dass eine Obstruktive Schlafapnoe (OSA) häufig bei Personen zu beobachten ist, bei denen ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert wurde. In ihrer monozentrischen Querschnittstudie hatten die Wissenschaftler die klinischen, biochemischen und polysomnographischen Merkmale von Typ-2-Diabetikern mit und ohne OSA verglichen. Insgesamt 584 Patienten mit Typ-2-Diabetes wurden mithilfe des Berlin Questionnaire beurteilt, wobei 302 die Kriterien für ein hohes OSA-Risiko erfüllten. Von diesen unterzogen sich schließlich 110 einer Untersuchung im Schlaflabor. Bei 68 (61,8%) von diesen fand man Hinweise auf eine OSA. Die Studienautoren stellten fest, dass das Verhältnis von Taille zu Hüfte bei den OSA-Patienten erheblich höher war als in der Gruppe ohne OSA (1,09 vs. 0,930; p=0,001). Ein Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) >7% wurde bei 58,8% der OSA-Patienten ermittelt, verglichen mit nur 38,1% derjenigen ohne OSA. Nüchternplasmaglukosewerte >126 mg/dl waren bei einem erheblich größeren Anteil von OSA-Patienten im Vergleich zu Personen ohne OSA zu beobachten (64,7% vs. 45,2%; p=0,04). Ebenso stellten die Studienautoren eine periphere Neuropathie häufiger in der OSA-Gruppe als unter den Patienten ohne OSA fest (47% vs. 26,1%; p=0,02). Keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen hingegen machten Erstautor Pulkit Dhiman vom Dayanand Medical College and Hospital im indischen Ludhiana und Kollegen in Bezug auf die Prävalenz von Retinophathie, Nephropathie, Erkrankungen der Koronararterien, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Erkrankungen der peripheren Gefäße aus. Fazit Bei Typ-2-Diabetes sei es entscheidend, eine OSA frühzeitig zu erkennen, um diejenigen Personen zu identifizieren, bei denen ein erhöhtes Risiko für Folgeerscheinungen wie eine periphere Neuropathie besteht sowie für Exazerbationen der glykämischen Kontrolle und dem Beginn einer nichtbehandelten Hypertonie. Zudem, so schreibt die Autorengruppe, gebe es eine positive Korrelation des Verhältnisses von Taille zu Hüfte mit der OSA-Prävalenz bei Typ-2-Diabetikern. (ac) Autoren: Dhiman P et al. Korrespondenz: Manjeet K. Goyal; [email protected] Studie: A Comprehensive Analysis of Clinical, Biochemical, and Polysomnographic Characteristics in Patients With Type 2 Diabetes Mellitus With and Without Obstructive Sleep Apnea Quelle: Cureus 2024;16(5):e59734. Web: https://doi.org/10.7759/cureus.59734
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