Pembrolizumab verringert das Risiko von Nierenkrebsrezidiven12. Juli 2021 Foto: MQ-Illustrations – stock.adobe.com Wird der Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab bereits in einem früheren Stadium von Nierenkrebs eingesetzt, kann er die Rezidivwahrscheinlichkeit senken. Die Ergebnisse einer Phase-III-Studie dazu wurden am 11.07.2021 auf dem Kongress der European Association of Urology (EAU) vorgestellt. Es besteht ein hohes Risiko, dass Nierenkrebs nach einer Operation zur Entfernung von Tumoren wiederkehrt, aber es gibt derzeit keine Behandlung, um dies zu verhindern. An der KEYNOTE-Studie nahmen knapp 1000 Patienten mit Nierenkrebs teil, die sich einer Operation unterzogen hatten. Die Hälfte von ihnen erhielt das Immuntherapeutikum Pembrolizumab und die andere Hälfte ein Placebo. Pembrolizumab wird zur Behandlung einer Reihe von Krebsarten angewendet, einschließlich Nierenkrebs im Spätstadium, bei dem sich die Krankheit auf andere Organe ausgebreitet hat. Im Rahmen der internationalen Studie in 20 Ländern wurde das Medikament bei erstmals Patienten in einem frühen Stadium der Krankheit angewendet wurde. Das Team fand heraus, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv bei Patienten unter Pembrolizumab über einen Zeitraum von zwei Jahren ein Drittel geringer war als bei Patienten unter Placebo. Das Follow-up der Patienten wird fortgesetzt, um die Auswirkungen der Behandlung auf die Überlebensraten über einen Zeitraum von fünf Jahren zu bestimmen. Die Studie zeigte auch, dass die Nebenwirkungen des Medikaments denen ähnlich waren, die normalerweise bei einer Krebsbehandlung zu erwarten sind. Co-Autor Prof. Thomas Powles vom Barts Cancer Institute an der Queen Mary University of London, sagte: „Diese frühen Daten aus der Studie sind sehr vielversprechend, da die wiederkehrenden Erkrankungen bei Patienten unter Pembrolizumab deutlich reduziert werden. Es gibt auch Anzeichen dafür, dass das Medikament die Überlebensraten verbessern könnte, aber wir können uns noch ein paar Jahre nicht sicher sein. Wir hoffen, dass diese Studie, wenn sie abgeschlossen ist, ein starkes Argument dafür sein wird, dass dieses Medikament von der Arzneimittelbehörde zugelassen wird.“ (EAU/ms)
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