Peptid T14 spiegelt Alter und Lichtalterung in der menschlichen Haut wider12. Juli 2023 Foto: © motortion – stock.adobe.com T14 ist ein Peptid, das nicht nur das Alter, sondern auch die lichtbedingte Alterung widerspiegeln kann. Die Überwachung des T14-Spiegels der Keratinozyten könnte Einblicke in den inzwischen gut dokumentierten Zusammenhang zwischen degenerativen Erkrankungen und dem Profil der Epidermiszellen bieten. T14 ist ein 14-mer Peptid, das vom C-Terminus der Acetylcholinesterase (AChE) stammt. Nach seiner Abspaltung verstärkt es den Kalziumeinstrom in verschiedenen Zelltypen in einer Reihe von Szenarien: Es bindet selektiv an den Alpha-7-Rezeptor, wo es den Kalziumeinstrom moduliert und somit ein potenzieller trophischer Wirkstoff ist. Wird es jedoch in unangemessener Weise aktiviert, wandelt sich diese ehemals nützliche Wirkung in eine toxische um, was unter anderem zu Alzheimer und verschiedenen metastasierenden Krebsarten führen kann. Da epidermale Keratinozytenzellen denselben ektodermalen Ursprung haben wie Gehirnzellen und außerdem AChE und den Alpha-7-Rezeptor exprimieren, untersuchten die Forschenden in dieser neuen Studie, ob T14 eine vergleichbare Rolle spielt. Das erste Ziel dieser Studie war es daher, herauszufinden, ob T14-ir in Keratinozyten mit einem Antikörper nachgewiesen werden kann, der das ursprüngliche AChE selbst nicht erkennt und somit leicht von ihm unterschieden werden kann. Das zweite Ziel der Studie bestand darin, die Möglichkeit zu untersuchen, dass T14 nicht nur in Keratinozyten vorhanden ist, sondern als ein Index angesehen werden kann, der nicht nur das Alter, sondern auch die lichtbedingte Alterung widerspiegelt. Das Team berichtet, dass die T14-Immunreaktivität in menschlichen Keratinozyten nachweisbar ist, wobei die Werte in umgekehrtem Verhältnis zum Alter stehen: Dieser Rückgang ist bei chronischer Lichtexposition und damit beschleunigter Hautalterung noch deutlicher. Sie schlossen daraus, dass T14, das in anderen Teilen des Körpers das Zellwachstum und die Zellerneuerung fördert, auch in der Haut wirkt. Weiterhin könnte die Überwachung des T14-Spiegels der Keratinozyten weitere Einblicke in den inzwischen gut dokumentierten Zusammenhang zwischen degenerativen Erkrankungen und dem Profil der Epidermiszellen bieten. Die Studienautoren hoffen, dass die weitere Erforschung des T14-Systems in der Epidermis neue Erkenntnisse über die Behandlung hyperproliferativer Hauterkrankungen sowie über die Mechanismen des normalen Hautalters und der Hautalterung liefern könnte.
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