Per Histopathologie festgestelltes extranodales Wachstum bei Kopf-Hals-Tumoren: Experten geben Konsensempfehlungen

Bislang bestand kein Konsens über die Dia­gnosekriterien, die Interpretation und die Dokumentation („reporting“) eines histologisch festgestellten extranodalen Wachstums beim chirurgisch behandelten Plattenepithel­karzinom im Bereich des Kopfes und Halses.

Das habe zu widersprüchlicher Evidenz in der Literatur und wahrscheinlich zu klinischen Inkonsistenzen geführt, erläutert ein Gremium um Dr. Ahmad K. Abou-Foul von der University of Birmingham, Großbritannien. Die Head and Neck Cancer International Group hat mit dieser Gruppe von 19 internationalen Pathologie-Experten, die 15 nationale klinische Forschungsgruppen repräsentieren, ein 3-stufiges modifiziertes Delphi-Verfahren durchgeführt, um Konsensempfehlungen für die Dia­gnosekriterien zu erarbeiten.

Hinsichtlich der Terminologie und der Diagnosemerkmale für ein histologisch festgestelltes extranodales Wachstum und Weichteilmetastasen waren sich die Experten weitgehend einig. Darüber hinaus hat das Gremium einen Konsens über die Erfassung eines histologisch festgestellten extranodalen Wachstums und die Entnahme von Lymphknoten erzielt.

Diese Empfehlungen werden von 19 Organisationen aus 34 Ländern unterstützt. Aus Sicht der Autoren stellen sie einen wichtigen ­Fortschritt auf dem Weg zu standardisierter Diagnose und Dokumentation histologisch nachgewiesenen extranodalen Wachstums sowie präziserer Datenerfassung und -analyse dar. (sf)

Autoren: Abou-Foul AA et al
Korrespondenz: Prof. Hisham Mehanna; [email protected]
Studie: Standardised definitions and diagnostic criteria for extranodal extension detected on histopathological examination in head and neck cancer: Head and Neck Cancer International Group consensus recommendations
Quelle: Lancet Oncol 2024; 25(7):823–944.
Web: doi.org/10.1016/S1470-2045(24)00143-8