Pfefferminzöl bei gastrointestinalen Beschwerden: Beeinflussung der Physiologie24. August 2018 © sriba3 – fotolia.com Pfefferminzöl wird, wie die Autoren einer aktuellen Literaturdurchsicht schreiben, erfolgreich bereits bei verschiedenen klinischen Störungen eingesetzt. Pfefferminzöl verfügt über verschiedene Wirkmechanismen: Es führt zu einer Relaxation der glatten Muskulatur (über eine Calciumkanalblockade oder das Nervensystem des Darms), moduliert die viszerale Sensitivität (über TRPC-Kanäle) und besitzt einen antimikrobiellen Effekt, wirkt antiinflammatorisch gegen psychosozialen Stress. In Studien sei nachgewiesen worden, dass Pfefferminzöl die Physiologie des Ösophagus, des Magens, des Dünndarms, der Gallenblase und des Kolons beeinflusse, berichten die Autoren des Reviews. Man wende es an, um eine vollständige Untersuchung mittels Koloskopie und endoskopischer retrograder Cholangiopankreatographie zu erleichtern. Die Ergebnisse placebokontrollierter Studien stützten zudem die Verwendung von Pfefferminzöl beim Reizdarm-Syndrom, bei funktioneller Dyspepsie, funktionellem Abdomenschmerz bei Kindern und postoperativer Übelkeit. Fazit Pfefferminzöl sei ein Naturprodukt, das die Physiologie im gesamten Gastrointestinaltrakt beeinflusse, bei verschiedenen klinischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werde und ein gutes Sicherheitsprofil aufweise, so das Resümee der Autoren. Autoren: Chumpitazi BP et al. Korrespondenz: Dr. B. P. Chumpitazi, Texas Children‘s Hospital, 6621 Fannin St, Houston, TX, USA; [email protected] Studie: Review article: the physiological effects and safety of peppermint oil and its efficacy in irritable bowel syndrome and other functional disorders Quelle: Aliment Pharmacol Ther 2018; 47(6):738–752. Web: onlinelibrary.wiley.com
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