Philipp Lurz wird neuer Direktor des Zentrums für Kardiologie an der Universitätsmedizin Mainz

Philipp Lurz übernimmt die Direktion des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz. Foto: ©Universitätsmedizin Mainz/Peter Pulkowski

Univ.-Prof. Philipp Lurz wird neuer Direktor des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz und übernimmt seit 1. Oktober die W3-Professur für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Kardiologie.

Der 44-jährige Kardiologe gilt als anerkannter Experte auf dem Gebiet der interventionellen Kardiologie, der Herzinsuffizienz sowie der Herzklappentherapie. Auch personalisierte und individualisierte Therapieansätze mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz gehört zu seinen Schwerpunkten. Mit der Amtsübernahme tritt Lurz die ruhestandsbedingte Nachfolge von Univ.-Prof. Thomas Münzel an.

„Ich freue mich, dass wir mit Professor Lurz einen international herausragenden Vertreter seines Faches als Professor und neuen Direktor des Zentrums für Kardiologie gewinnen konnten. Kardiovaskuläre Erkrankungen gelten in Deutschland als Volkskrankheit Nummer eins. Daher ist es uns ein großes Anliegen, innovative Diagnostik und Therapien zu entwickeln und die Prävention zu verbessern. Philipp Lurz bringt ideale Voraussetzungen mit, um die zunehmend interdisziplinäre Ausrichtung des Faches weiter auszubauen und so Krankenversorgung, Forschung und Lehre zu stärken. Zudem gibt seine Berufung einen weiteren Impuls, die bereits begonnene Ambulantisierung voranzutreiben“, so der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. „Seinen Vorgänger Professor Münzel danke ich ausdrücklich im Namen des gesamten Vorstands für sein außerordentlich erfolgreiches Wirken über 19 Jahre an der Universitätsmedizin Mainz, in denen er die Mainzer Kardiologie zu einer der herausragendsten in Deutschland entwickelt hat.“

Philipp Lurz hat eine erfolgreiche wissenschaftliche Laufbahn vorzuweisen. Insbesondere im Bereich der Herzinsuffizienz zählt er national sowie international als renommierter Experte. „Professor Lurz bringt wertvolle Erfahrungen aus einem der größten kardiovaskulären Zentren mit. Nicht zuletzt bietet sein Forschungsbereich zahlreiche Anknüpfungspunkte zu unseren Schwerpunkten, sodass er die klinische und translationale Forschung in Mainz wegweisend mitgestalten kann“, unterstreicht der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann.

Lurz sieht der neuen Aufgabe als Direktor des Zentrums für Kardiologie und zugleich der Kardiologie I am Zentrum erwartungsvoll entgegen: „In meiner klinischen Arbeit habe ich zur Behandlung von komplexen Erkrankungen ein ‚Heart-Team‘ etabliert, das mit großem Erfolg interdisziplinäre Therapien diskutiert und umgesetzt hat. Diese fächerübergreifende Zusammenarbeit ist mir ein besonderes Anliegen. Ich freue mich sehr, ein Team von herausragenden Experten der kardiovaskulären Medizin zu bereichern und zu erweitern, um so auch in engster Kooperation mit meinem herzchirurgischen Kollegen Hendrik Treede eine innovative und personalisierte Herzmedizin zu gestalten.“

Um das Renommee des Zentrums für Kardiologie und des interdisziplinären Herz- und Gefäßzentrums weiter zu stärken, plant Lurz mit seinem Team neue Behandlungsformen zu entwickeln und das Leistungsspektrum der Universitätsmedizin Mainz zu erweitern. „Zuletzt hat sich meine Arbeitsgruppe eine Expertise auf dem Gebiet ‚innovativer Therapien der Herzinsuffizienz‘ sowie ‚Digital Health‘ erarbeitet. Unsere Motivation ist es, durch minimal-invasive Eingriffe die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten sicherer, schonender und effektiver zu machen. Zudem werden wir durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Diagnostik, Risikoprädiktion und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen personalisieren und präzisieren. Dies würde sich hervorragend in die Schwerpunkte und Konzeptionen der Universitätsmedizin Mainz einfügen. Die starke Vernetzung der Kliniken, Forschungszentren und außeruniversitären Institute in Mainz bieten exzellente Forschungsmöglichkeiten, um gemeinsam die Vision einer Präzisionsmedizin und personalisierten Therapie umsetzen zu können“, ergänzt Lurz. Im Bereich der Lehre plant er weitere Maßnahmen zur Nachwuchsförderung.