Plattenepithelkarzinom: Genomische Besonderheiten13. Dezember 2018 © lhphotos – fotolia.com Der neue „Pan-Cancer Atlas“ identifiziert charakteristische Merkmale des Plattenepithelkarzinoms in 5 Körperregionen und einer Assoziation zum Raucher- oder HPV-Status des Patienten. Fast zwei Drittel der Tumorarten treten in mehr als einer Körperregion auf. Eine Tumorart wurde sogar in 25 verschiedenen Körperregionen gefunden. Nach derzeitiger Klassifikation bedeutet dies, dass derselbe Tumor unterschiedlich behandelt wird, je nachdem, wo er zuerst auftritt. Die Mediziner untersuchten 33 Krebsarten von mehr als 10.000 Patienten. Dabei handelte es sich um 23 der am weitesten verbreiteten Tumortypen und zehn Seltene. Plattenepithelkarzinomen (SCC) beherbergen 3q, 5p sowie weitere chromosomale Kopienzahlvariationen, DNA-Mutationen und/oder abweichende Methylierungen von Genen und microRNA, die mit der Epithelial-mesenchymale Transition, Wachstum, genomischen Integrität, oxidativem Schaden, Tod sowie Inflammation in Korrelation stehen. SCC mit niedriger Kopienzahlvariation tendierten zu einem HPV(+) Status und zeigten eine Hypermethylierung unter Repression der TET1 Demethylase und FANCF oder beherbergten Mutationen, die CASP8, den RAS-MAPK-Signalweg und weitere Moleküle beeinflussen. Die Autoren entdeckten die Hypomethylierung des alternativen Promoters, der die Expression des ΔNp63 Onkogens und der microRNA 944 antreibt. Die Co-Expression von Myeloid-abgeleiteten Suppressorzellen des Immun-Checkpoints kann möglicherweise die eingeschränkte Wirksamkeit einer Immuntherapie erklären. Die Autoren sind der Ansicht, dass diese Studienergebnisse neue Möglichkeiten für die molekulare Klassifikation sowie für neue therapeutische Herangehensweisen bieten.
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