Polyzystisches Ovarialsyndrom: Kindliches Übergewicht durch Metformin4. September 2018 © sp4764 – fotolia.com Werden Mütter in der Schwangerschaft aufgrund eines polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) mit Metformin behandelt, ist das Risiko erhöht, dass der Nachwuchs im Alter von 4 Jahren übergewichtig sein wird, wie das Follow-up von 2 randomisiert-kontrollierten Studien zeigt. Insgesamt nahmen 182 Kinder von Müttern mit PCOS an den Untersuchungen teil. Die Mütter hatten vom 1. Schwangerschaftstrimenon bis zur Entbindung entweder 1700 oder 2000 mg Metformin oder ein Placebo erhalten. Im Alter von 4 Jahren unterschied sich die Körpergröße zwischen den Kindern nicht signifikant (z-Score-Differenz: 0,07 [95 %-KI 0,22-0,36]; p=0,651). Doch die Kinder aus der Metformin-Gruppe hatten mit 4 Jahren eine höheres Körpergewicht als die Placebogruppe (z-Score-Differenz: 0,38 [95 %-KI 0,07–0,69]; p=0,017) und einen höheren BMI (z-Score-Differenz 0,45 [95 %-KI 0,11–0,78]; p=0,010). In der Metformin-Gruppe gab es mehr übergewichtige/adipöse Kinder (26 [32 %]) als in der Placebogruppe (14 [18 %]; OR 2,17 [95 %-KI 1,04–4,61]; p=0,038). Die Differenz des z-Scores beim Kopfumfang im Alter von 1 Jahr betrug 0,27 (95 %-KI -0,04 bis 0,58; p=0,093). Autoren: Engen Hanem LG et al. Korrespondenz: Department of Clinical and Molecular Medicine, Faculty of Medicine and Health Sciences, Norwegian University of Science and Technology, Trondheim, Norwegen Studie: Metformin use in PCOS pregnancies increases the risk of offspring overweight at 4 years of age; follow-up of two RCTs Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2018 Apr 1;103(4):1612–1621. Web: academic.oup.com/jcem
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