Positive Beeinflussung des Metabolischen Syndroms senkt möglicherweise Krebsrisiko der Betroffenen13. März 2024 Abbildung: © Yury Zap/stock.adobe.com Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Personen mit persistierendem und sich verschlechterndem Metabolischen Syndrom ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krebsarten besitzen. Für die Analyse teilten die Forschenden 44.115 chinesische Erwachsene (Durchschnittsalter 49 Jahre) basierend auf deren Entwicklung zwischen dem Zeitpunkt der ersten körperlichen Untersuchung (2006) und dem Untersuchungsjahr 2010 in vier Gruppen mit unterschiedlichen Verläufen ein: 10,56 Prozent wiesen während der gesamten Zeit niedrige Scores bezüglich eines Metabolischen Syndroms auf. Ein Muster von Scores im mittleren niedrigen Bereich war bei 40,84 Prozent der Studienteilnehmer zu beobachten, während 41,46 Prozent während des Untersuchungszeitraum mit ihren Scores konstant im mittleren hohen Bereich lagen. Ein Muster von bereits anfänglich erhöhten und noch steigenden Scores hingegen fiel bei 7,14 Prozent der Untersuchten auf. Im Nachbeobachtungszeitraum 2010 bis 2021 (mediane Nachbeobachtungszeit 9,4 Jahre) kam es bei den in die Analyse eingeschlossenen Personen zu 2271 Krebsdiagnosen. Im Vergleich zu Teilnehmern mit stabil niedrigen Scores für das Metabolische Syndrom ergaben sich für solche mit einem Muster von anfänglich bereits erhöhten und danach im Verlauf zunehmenden Scores erhöhte Krebsrisiken: Die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung überhaupt war 1,3-fach erhöht, das für Brustkrebs 2,1-fach und das für ein Endometriumkarzinom 3,3-fach. Die Wahrscheinlichkeit für Nierenkrebs stieg bei den Personen mit sowieso erhöhten und noch steigenden Scores für das Metabolische Syndrom um das 4,5-Fache, die für Darmkrebs um das 2,5-Fache und das Risiko für Leberkrebs schließlich nahm um das 1,6-Fache zu. Selbst bei Zusammenfassung der Gruppen mit Scores im durchgehend niedrigen, mittel/niedrigen und mittel/hohen Bereich besaßen die Personen mit zunehmenden Scores ein höheres Risiko für alle genannten Krebsarten. Außerdem, so berichten die Studienautoren, hätten Personen mit anhaltend hohen Werten für das Metabolische Syndrom und einer gleichzeitigen chronischen Entzündung das höchste Risiko dafür besessen, an Brust-, Endometrium-, Dickdarm- und Leberkrebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit für Nierenkrebs hingegen wurde überwiegend bei Teilnehmern mit anhaltend hohen Werten, aber ohne chronische Entzündung beobachtet. „Diese Studie legt nahe, dass eine proaktive und kontinuierliche Behandlung des Metabolischen Syndroms eine wesentliche Strategie zur Krebsprävention sein könnte“, kommentiert Seniorautor Dr. Han-Ping Shi von der Capital Medical University in Peking (China). „Unsere Studie kann eine Richtschnur für zukünftige Forschungen zu den biologischen Mechanismen sein, die einen Zusammenhang zwischen dem Metabolischen Syndrom und Krebs herstellen, und möglicherweise zu gezielten Behandlungen oder Präventionsstrategien führen. Eine formelle Bewertung dieser Interventionen wird erforderlich sein, um festzustellen, ob sie das Krebsrisiko beeinflussen können.“
Mehr erfahren zu: "Boehringer Ingelheim stoppt Investitionen in Deutschland" Boehringer Ingelheim stoppt Investitionen in Deutschland 900 Millionen Euro, die eigentlich für hiesige Standorte des Pharma-Konzerns Boehringer Ingelheim vorgesehen waren, werden nun in anderen Weltregionen investiert. Der Unternehmenschef wählt klare Worte.
Mehr erfahren zu: "ASCO 2026: R-CHOP plus Immuntherapie verzögert Progression aggressiver B-Zell-Lymphome" Weiterlesen nach Anmeldung ASCO 2026: R-CHOP plus Immuntherapie verzögert Progression aggressiver B-Zell-Lymphome Die Ergebnisse der Phase-III-Studie frontMIND zeigen, dass die Ergänzung des R-CHOP-Regimes mit Tafasitamab und Lenalidomid in der Erstlinie die Progression bei Patienten mit aggressivem Diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) oder hochgradigem […]
Mehr erfahren zu: "ASCO 2026: Zusatz von STRIDE mit/ohne Lenvatinib zur TACE bei Leberkrebs sinnvoll" Weiterlesen nach Anmeldung ASCO 2026: Zusatz von STRIDE mit/ohne Lenvatinib zur TACE bei Leberkrebs sinnvoll Bei nicht resektablen Hepatozellulären Karzinomen (HCC), die mittels transarterieller Chemoembolisation (TACE) behandelt werden können, lässt sich das Tumorwachstum mit dem STRIDE*-Regime mit oder ohne Lenvatinib verlangsamen und möglicherweise das Überleben […]