Positive Signale auf dem Parlamentarischen Abend der Bundestierärztekammer21. Oktober 2024 BTK-Präsident Ltd. VD Dr. Holger Vogel (l.) mit Bundesminister Cem Özdemir. Foto: © BTK Die Bundestierärztekammer (BTK) hat am 15. Oktober ihren Parlamentarischen Abend in Berlin veranstaltet, um das 70-jährige Jubiläum der BTK und das 50-jährige Bestehen der Akademie für tierärztliche Fortbildung (ATF) zu feiern, wie die BTK mitteilt. Der Präsident der BTK, Ltd. VD Dr. Holger Vogel, begrüßte die geladenen Gäste aus Tierärzteschaft, Politik und Verbänden und zählte in seiner Rede einige Meilensteine der achtbaren Geschichte der BTK auf. So nannte er u. a. die auf der BTK-Website verfügbare Datenbank „NS-Schicksale“, den ersten gesamtdeutschen Tierärztetag nach der Deutschen Einheit (1992) und den 2015 verabschiedeten Ethik-Kodex der Tierärztinnen und Tierärzte Deutschlands. All diese Wegmarken hätten Einfluss auf die Entwicklung des Dachverbands gehabt. Beim Blick in die Zukunft dürfe man aber die Augen vor anstehenden Problemen nicht verschließen. „So müssen die Arbeits- und Lebensbedingungen des Berufsstands jungen Menschen auch in Zukunft eine Perspektive geben. Dazu gehört, dass wir uns mit Themen wie mentaler Gesundheit ebenso auseinandersetzen, wie mit Hindernissen in den vielfältigen Schattierungen der tierärztlichen Berufsfelder“, appellierte Vogel. Tierärztlicher Beruf wirkt in alle Teile der Gesellschaft ein Aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sprach Bundesminister Cem Özdemir zu den Gästen. Er verdeutlichte, wie sehr das BMEL von der Zusammenarbeit mit der BTK profitiere und dass sich ohne die Tierärzteschaft das hohe Maß an Verbraucherschutz und Tiergesundheit nicht halten ließe. Dafür sprach Özdemir der BTK und ATF seinen Dank aus. Dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Beruf attraktiv zu halten sei „eine Gemeinschaftsarbeit, bei der alle an einem Strang ziehen müssen“, betonte der Bundesminister. Auch die gastgebende Schirmherrin Dr. Franziska Kersten, MdB, hob in ihrem Grußwort hervor, wie wichtig und unverzichtbar die Zusammenarbeit mit der BTK für Gesetzgebungsverfahren sei, denn schließlich „wirkt der tierärztliche Beruf in alle Teile der Gesellschaft ein“, erklärte die Tierärztin. Ebenso unverzichtbar seien gut ausgebildete Tierärztinnen und Tierärzte. Deswegen schätze sie auch die ATF sehr, welche Anerkennung über die Grenzen des Berufsstands findet. Prof. Dr. Dr. h. c. Axel Wehrend, Vorsitzender der ATF, hielt das Schlusswort und skizzierte die konkreten Aufgaben der Akademie. „Das Bestreben zur Fortbildung entspringt für die meisten Tierärzte aus einem individuellen Bedürfnis und gehört zum beruflichen Selbstverständnis“, resümierte Prof. Wehrend. Außerdem beschrieb er die unglaubliche Diversität des Berufstands, in dem sich über die Jahre zahlreiche Nischen zu etablierten tierärztlichen Beschäftigungsfeldern entwickelt haben.
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