Prädiabetes: Vermeidung einer Progression verringert das Sterberisiko um Jahrzehnte23. Juli 2024 Foto: © syahrir/stock.adobe.com Personen mit der Diagnose Prädiabetes können laut Forschern des China-Japan Friendship Hospital, China, ihr langfristiges Sterberisiko und diabetesbedingte gesundheitliche Komplikationen senken, wenn sie den Ausbruch von Diabetes durch Ernährung und Bewegung um nur vier Jahre hinauszögern. Es sei bisher nicht bekannt gewesen, wie lange eine Person die Entwicklung von Diabetes hinauszögern muss, um eine bessere langfristige Gesundheit zu gewährleisten. In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „PLOS Medicine“ veröffentlicht wurde, untersuchten Forscher nun den Gesundheitszustand von 540 Personen mit Prädiabetes. Die Teilnehmer gehörten entweder einer Kontrollgruppe oder einer von drei Lebensstil-Interventionsgruppen an, die eine gesunde Ernährung, mehr Bewegung oder beides beinhalteten. Die Studie verfolgte die Teilnehmer über 30 Jahre lang. Das Team ermittelte das langfristige Sterberisiko, das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse und anderer diabetesbedingter Komplikationen für die Studienteilnehmer. Beobachtung über 30 Jahre Die Forscher fanden heraus, dass Personen, die mindestens vier Jahre nach ihrer Erstdiagnose (Prädiabetes) nicht-diabetisch blieben, ein deutlich geringeres Sterberisiko und ein deutlich geringeres Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis hatten als Personen, die früher an Diabetes erkrankten. Dieser Schutzeffekt wurde bei Personen, die weniger als die „Vierjahresgrenze“ nicht-diabetisch blieben, nicht beobachtet. Insgesamt lässt die Analyse laut den Wissenschaftlern darauf schließen, dass die langfristigen Gesundheitsergebnisse einer Person mit Prädiabetes umso besser sind, je länger sie die Entwicklung von Diabetes hinauszögern kann. Allerdings kann selbst ein nur wenige Jahre andauernder Prädiabetes-Status für die kommenden Jahre Vorteile bringen. Die Autoren fügen hinzu: „Diese Studie legt nahe, dass ein längerer Nichtdiabetes-Status bei Personen mit IGT (impaired glucose tolerance = gestörte Glukosetoleranz) positive gesundheitliche Auswirkungen hat und die Sterblichkeit senkt. Die Umsetzung wirksamer Interventionen für Personen mit IGT sollte als Teil der vorbeugenden Behandlung von Diabetes und diabetesbedingten Gefäßkomplikationen in Betracht gezogen werden.“
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