Prädiktoren für Exazerbationen einer COPD19. November 2020 © Andrey Popov – stock.adobe.com (Symbolbild) In einer kürzlich publizierten prospektiven, internationalen Beobachtungsstudie haben deren Autoren versucht, Risikofaktoren für COPD-Exazerbationen zu identifizieren. Dafür werten sie klinische Variablen, Lungenfunktion und CAT-Scores von 326 Patienten aus. Zusätzlich wurden routinemäßige Biomarker im Blut erhoben. Die Forscher beobachteten die Probanden über einen Zeitraum von 12 Monaten. Von den in die Studie eingeschlossenen COPD-Patienten erlitten 155 (47,5%) während des Nachbeobachtungszeitraumes ≥1 Exazerbation. Die mediane Zeit bis zur 1. Exazerbation betrug 147 Tage. Exazerbierer hatten mehr respiratorische Symptome, eine stärkere Beeinträchtigung der FEV1 und FVC sowie einen schlechteren CAT-Score. In Bezug auf Biomarker erwies sich nur C-reaktives Protein bei den Exazerbierern als signifikant höher (2,8 [SD 3,8] mg/dl vs. 1,9 [SD 2,6] mg/dl; p=0,037). In der multivariaten Analyse waren nur CAT-Scores, FEV1 und vorangegangene Exazerbationen signifikant mit einer Exazerbation während der Nachuntersuchung verbunden. In der Risikogleichung hatten Patienten mit einem CAT-Score ≥15, einer FEV1 <55% und ≥1 Exazerbation im Vorjahr eine Wahrscheinlichkeit von 76%, im Folgejahr eine Exazerbation zu erleiden, verglichen mit 17% der Patienten ohne die genannten Variablen. Fazit Weniger als die Hälfte der Patienten zeigte während der einjährigen Nachuntersuchung eine Exazerbation. CAT-Score, FEV1 und frühere Exazerbationen waren die einzigen Variablen, die mit einem erhöhten Risiko für Exazerbationen assoziiert waren. Routine-Biomarker lieferten keine zusätzlichen Informationen zur Bewertung des Risikos von Exazerbationen. (ac) Autoren: Nuñez A et al. Korrespondenz: Marc Miravitlles; [email protected] Studie: Clinical and spirometric variables are better predictors of COPD exacerbations than routine blood biomarkers Quelle: Respir Med 2020;171:106091. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2020.106091
Mehr erfahren zu: "Leitlinie bringt Klarheit bei Osteoporose-Frakturen " Leitlinie bringt Klarheit bei Osteoporose-Frakturen Anlässlich des Weltosteoporosetages (20. Oktober) verweist die DGOU auf die neue Leitlinie zu osteoporotischen Wirbelfrakturen1. Sie enthält klare Empfehlungen, wie diese häufig übersehenen Verletzungen besser diagnostiziert und behandelt werden können.
Mehr erfahren zu: "Dresdner BoHemE-Studie zeigt Zusammenhang zwischen Blutbildung und Knochengesundheit auf" Dresdner BoHemE-Studie zeigt Zusammenhang zwischen Blutbildung und Knochengesundheit auf Bei Myelodysplastischen Neoplasien (MDS) ist die Blutbildung im Knochenmark gestört. Therapien richten sich zumeist an Blutwerten und Blutbildveränderungen aus. Die Knochengesundheit wurde bei MDS bislang weniger beachtet.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.