Prädiktoren für Exazerbationen einer COPD

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In einer kürzlich publizierten prospektiven, internationalen Beobachtungsstudie haben deren Autoren versucht, Risikofaktoren für COPD-Exazerbationen zu identifizieren. Dafür werten sie klinische Variablen, Lungenfunktion und CAT-Scores von 326 Patienten aus. Zusätzlich wurden routinemäßige Biomarker im Blut erhoben. Die Forscher beobachteten die Probanden über einen Zeitraum von 12 Monaten.

Von den in die Studie eingeschlossenen COPD-Patienten erlitten 155 (47,5%) während des Nachbeobachtungszeitraumes ≥1 Exazerbation. Die mediane Zeit bis zur 1. Exazerbation betrug 147 Tage.

Exazerbierer hatten mehr respiratorische Symptome, eine stärkere Beeinträchtigung der FEV1 und FVC sowie einen schlechteren CAT-Score. In Bezug auf Biomarker erwies sich nur C-reaktives Protein bei den Exazerbierern als signifikant höher (2,8 [SD 3,8] mg/dl vs. 1,9 [SD 2,6] mg/dl; p=0,037).

In der multivariaten Analyse waren nur CAT-Scores, FEV1 und vorangegangene Exazerbationen signifikant mit einer Exazerbation während der Nachuntersuchung verbunden. In der Risikogleichung hatten Patienten mit einem CAT-Score ≥15, einer FEV1 <55% und ≥1 Exazerbation im Vorjahr eine Wahrscheinlichkeit von 76%, im Folgejahr eine Exazerbation zu erleiden, verglichen mit 17% der Patienten ohne die genannten Variablen.

Fazit
Weniger als die Hälfte der Patienten zeigte während der einjährigen Nachuntersuchung eine Exazerbation. CAT-Score, FEV1 und frühere Exazerbationen waren die einzigen Variablen, die mit einem erhöhten Risiko für Exazerbationen assoziiert waren. Routine-Biomarker lieferten keine zusätzlichen Informationen zur Bewertung des Risikos von Exazerbationen. (ac)

Autoren: Nuñez A et al.
Korrespondenz: Marc Miravitlles; [email protected]
Studie: Clinical and spirometric variables are better predictors of COPD exacerbations than routine blood biomarkers
Quelle: Respir Med 2020;171:106091.
Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2020.106091