Prof. Antje Körner erhält internationalen Forschungspreis zu kindlicher Adipositas

Prof. Antje Körner erhält den Willendorf Award von Dr. Simón Barquera, Präsident der der Welt-Adipositas-Föderation. (Quelle: © Clara Wetzel | World Obesity Federation)

Prof. Antje Körner ist in Mexico City als erste deutsche Wissenschaftlerin mit dem Willendorf Award der Welt-Adipositas-Föderation (World Obesity Federation) ausgezeichnet worden.

Der Preis zählt zu den bedeutendsten, internationalen Ehrungen auf dem Gebiet der Adipositasforschung. Er wird seit 1980 im Rahmen des „International Congress on Obesity“ verliehen. Antje Körner ist Professorin für Metabolismusforschung an der Universität Leipzig und Leiterin des Bereichs „Childhood Obesity and Metabolic Research“ am Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) bei Helmholtz Munich.

„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre und Anerkennung für die Arbeit meines gesamten Teams. Sie unterstreicht die Bedeutung einer langfristig angelegten und interdisziplinären Forschung, um die Ursachen von Adipositas und deren Folgen besser zu verstehen und die Versorgung betroffener Kinder und Familien nachhaltig zu verbessern“, erklärt Körner. Kinder stehen im Zentrum ihrer wissenschaftlichen Arbeit. „Jedes Kind verdient die Chance auf ein gesundes Leben. Forschung trägt dazu bei, Risiken früh zu erkennen, Folgeerkrankungen zu verhindern und betroffenen Familien neue Perspektiven zu eröffnen.“

Die Arbeit der Leipziger Adipositas-Expertin hat entscheidend dazu beigetragen, die frühe Kindheit als kritisches Zeitfenster für die Manifestation dieser Krankheit zu identifizieren. Körner untersucht, welche biologischen Veränderungen im Fettgewebe mit den metabolischen Folgeerkrankungen verknüpft sind. Darüber hinaus konnte ihr Team neue Wege aufzeigen, um das Risiko schwerwiegender Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes präziser vorherzusagen. Zudem gelang es ihr, eine bislang unbekannte genetische Ursache von Adipositas zu identifizieren.

Die Preisträgering hat mehr als 250 wissenschaftliche Originalarbeiten veröffentlicht und mehr als elf Millionen Euro an Forschungsgeldern eingeworben, darunter Mittel der EU, der DFG und des BMBF.