Prof. Antje Körner erhält internationalen Forschungspreis zu kindlicher Adipositas22. Juli 2026 Prof. Antje Körner erhält den Willendorf Award von Dr. Simón Barquera, Präsident der der Welt-Adipositas-Föderation. (Quelle: © Clara Wetzel | World Obesity Federation) Prof. Antje Körner ist in Mexico City als erste deutsche Wissenschaftlerin mit dem Willendorf Award der Welt-Adipositas-Föderation (World Obesity Federation) ausgezeichnet worden. Der Preis zählt zu den bedeutendsten, internationalen Ehrungen auf dem Gebiet der Adipositasforschung. Er wird seit 1980 im Rahmen des „International Congress on Obesity“ verliehen. Antje Körner ist Professorin für Metabolismusforschung an der Universität Leipzig und Leiterin des Bereichs „Childhood Obesity and Metabolic Research“ am Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) bei Helmholtz Munich. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre und Anerkennung für die Arbeit meines gesamten Teams. Sie unterstreicht die Bedeutung einer langfristig angelegten und interdisziplinären Forschung, um die Ursachen von Adipositas und deren Folgen besser zu verstehen und die Versorgung betroffener Kinder und Familien nachhaltig zu verbessern“, erklärt Körner. Kinder stehen im Zentrum ihrer wissenschaftlichen Arbeit. „Jedes Kind verdient die Chance auf ein gesundes Leben. Forschung trägt dazu bei, Risiken früh zu erkennen, Folgeerkrankungen zu verhindern und betroffenen Familien neue Perspektiven zu eröffnen.“ Die Arbeit der Leipziger Adipositas-Expertin hat entscheidend dazu beigetragen, die frühe Kindheit als kritisches Zeitfenster für die Manifestation dieser Krankheit zu identifizieren. Körner untersucht, welche biologischen Veränderungen im Fettgewebe mit den metabolischen Folgeerkrankungen verknüpft sind. Darüber hinaus konnte ihr Team neue Wege aufzeigen, um das Risiko schwerwiegender Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes präziser vorherzusagen. Zudem gelang es ihr, eine bislang unbekannte genetische Ursache von Adipositas zu identifizieren. Die Preisträgering hat mehr als 250 wissenschaftliche Originalarbeiten veröffentlicht und mehr als elf Millionen Euro an Forschungsgeldern eingeworben, darunter Mittel der EU, der DFG und des BMBF.
Mehr erfahren zu: "Neuer Risikoscore präzisiert Rezidivrisiko bei B-ALL unter Blinatumomab" Neuer Risikoscore präzisiert Rezidivrisiko bei B-ALL unter Blinatumomab Wenn Kinder und Jugendliche mit B-Zell-akuter lymphatischer Leukämie (B-ALL) mit dem bispezifischen Antikörper Blinatumomab behandelt werden, kann das molekulare Ansprechen nach dem ersten Immuntherapie-Zyklus in Kombination mit spezifischen genetischen Markern […]
Mehr erfahren zu: "Versorgungsprogramm für übergewichtige Kinder zeigt Wirkung" Versorgungsprogramm für übergewichtige Kinder zeigt Wirkung Das Stufenmodell STARKIDS könnte künftig die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Adipositas bundesweit verbessern. Das zeigen die Ergebnisse der STARKIDS-Studie, die in „The Lancet Regional Health – Europe“ veröffentlicht […]
Mehr erfahren zu: "Neuer Therapie-Ansatz für die Hirnerkrankung SCA3" Neuer Therapie-Ansatz für die Hirnerkrankung SCA3 Forschende aus Tübingen haben gemeinsam mit Kollegen aus Bonn, Großbritannien und Portugal einen neuen Ansatz zur Behandlung der Spinozerebelläre Ataxie Typ 3 (SCA3) entwickelt und erfolgreich an menschlichen Nervenzellen im […]