Professur für Perinatale Immunologie erhalten

Natascha Köstlin-Gille und ihre Mitarbeiterin Stefanie Dietz bei der Arbeit (Foto: © privat)

PD Dr. Natascha Köstlin-Gille von der Abteilung Neonatologie des Universitätsklinikums Heidelberg hat von der der Else Kröner-Fresenius-Stiftung eine Else Kröner Clinician Scientist Professur für Perinatale Immunologie erhalten.

In Deutschland wird eines von zwölf Kindern zu früh geboren, zehn Prozent dieser Kinder kommen bereits vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt. Frühgeburtlichkeit ist der zweithäufigste Grund für Kindersterblichkeit in den ersten fünf Jahren und einer der Hauptgründe für lebenslange Beeinträchtigungen.

Sowohl das Auftreten von Frühgeburtlichkeit an sich, als auch die Entstehung von Komplikationen bei Frühgeborenen hängen in vielen Fällen eng mit einer nicht adäquaten Reaktion des Immunsystems zusammen. Köstlin-Gille erforscht mit ihrer Arbeitsgruppe die Besonderheiten des Immunsystems und dessen Zusammenspiel mit dem Mikrobiom während der Schwangerschaft und der Neugeborenenzeit. Hierzu kombiniert sie basis-immunologische Untersuchungen mit modernen Hochdurchsatzverfahren, systembiologischen Ansätzen und klinischer Forschung.

Ziel der Professur Perinatale Immunologie ist es, präventive und therapeutische Ansätze für immunologisch-inflammatorische Komplikationen während der Perinatalzeit zu entwickeln und damit frühe Schädigungen zu verhindern, Prägungsvorgänge individualisiert zu steuern und die langfristige Gesundheit zu verbessern.