Prostatakrebs-Diagnostik: Zwei microRNAs mit sehr hoher Spezifität und Sensitivität8. Oktober 2025 microRNAs sind kurze nichtkodierende RNAs, welche die Genexpression regulieren. Aufgrund ihrer häufigen Fehlregulation bei Krebs gelten sie als vielversprechende Biomarker im Blut. Symbolbild: love employee – stock.adobe.com US-amerikanische Forscher haben 2 microRNAs (miRNAs) als vielversprechende Biomarker für die Diagnose von Prostatakrebs (PCa) im Blut identifiziert. Das 2-miRNA-Panel stelle einen signifikanten Fortschritt gegenüber dem PSA-Test dar, berichten Erstautor Shiv Verma und Kollegen im Journal „The Prostate“. Zur Identifizierung sensitiver und spezifischer miRNA-Biomarker für PCa führten die Forscher eine Target-Prediction-Analyse durch. Diese ergab die menschlichen (Homo sapiens, hsa) miRNAs hsa-miR-133a-3p, hsa-miR-144-3p, hsa-miR-153-3p und hsa-miR-590. Diese nichtkodierenden RNAs regulieren sämtlich GSTP1, das Gen für die Glutathion-S-Transferase (GSTP1), das in allen PCa-Stadien stummgeschaltet wird. Mittels quantitativer Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktion bestimmten die Wissenschaftler in Plasmaproben von 44 PCa-Patienten und 42 Personen ohne Krebs die absoluten Expressionsniveaus der 4 miRNAs. ELISA-Tests dienten dazu, die Konzentrationen des PSA im Serum und der GSTP1 im Plasma zu ermitteln. Um die Sensitivität und Spezifität der miRNAs zu beurteilen, nutzten Verma und Kollegen eine ROC-Kurvenanalyse (ROC: Receiver Operating Characteristic). Die Analyse ergab, dass hsa-miR-133a-3p und hsa-miR-153-3p eine außergewöhnliche Spezifität und Sensitivität für die PCa-Erkennung aufwiesen, mit p-Werten von <0,0001 und 0,0003. Eine weitere Validierung anhand eines unabhängigen Datensatzes von 64 Personen ohne Krebserkrankung und 26 Patienten mit PCa bestätigte signifikante Unterschiede in der hsa-miR-133a-3p- und hsa-miR-153-3p-Expression zwischen den Gruppen. Kombinierten die Forscher beide miRNAs, so ergab das 2-miRNA-Panel eine hohe diagnostische Genauigkeit mit einer Fläche unter der Kurve zwischen 0,98 und 1,0. (ms)
Mehr erfahren zu: "Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko Das intravesikale Wirkstoff-Freisetzungssystem TAR-200 hat in einer Phase-IIb-Studie gute Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten gezeigt, die unter einem nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom (NMIBC) mit hohem Risiko leiden und resistent gegen […]
Mehr erfahren zu: "Chronifizierte Beschwerden: Erwartungen als messbarer und potenziell veränderbarer Faktor" Chronifizierte Beschwerden: Erwartungen als messbarer und potenziell veränderbarer Faktor Anhaltende körperliche Beschwerden wie Erschöpfung, Magen-Darm-Probleme oder Juckreiz begleiten viele Betroffene über Monate oder Jahre und schränken ihr Leben ein. Doch wie kommt es zu einer solchen Chronifizierung von Beschwerden […]
Mehr erfahren zu: "Neuer urologischer Chefarzt in Winterthur" Neuer urologischer Chefarzt in Winterthur Prof. Christian Fankhauser ist seit 01.03.2026 neuer Chefarzt und Leiter der Klinik für Urologie am Kantonsspital Winterthur (KSW, Schweiz).