Psoriasis: Prädiktoren für Rückfall nach Absetzen von Biologika3. März 2025 © fusssergei – stock.adobe.com (Symbolbild) Inzwischen ist in der täglichen Praxis das Absetzen von Biologika bei Patienten mit Psoriasis nach einer Remission gängiger geworden, berichten die Autoren einer aktuellen Studie einleitend. Ziel ihrer Untersuchung war es daher, entsprechende Prädiktoren zu identifizieren und ein Vorhersagemodell für die Zeit bis zum Rückfall nach Absetzen der Biologika zu erstellen. In der Studie wurden 1613 Behandlungszyklen mit Biologika untersucht und davon 991 Zyklen zur Analyse eingeschlossen. Die Zeit bis zum Rückfall nahm signifikant ab, je mehr vorherige Absetzungen biologischer Behandlungen erfolgten. Die maximale Verbesserung des PASI nahm während der Behandlung ab und der PASI-Wert bei Absetzen des Biologikums stieg parallel dazu an, je öfter die Patienten zuvor Biologika abgesetzt hatten. Die Zeit bis zum Rückfall nach Absetzen war bei Interleukin(IL)-23-Inhibitoren (IL-23i) am längsten, gefolgt von IL-12/23i, IL-17-Inhibitoren (IL-17i) und Tumornekrosefaktor-α-Inhibitoren. Nach der Anpassung wurden durch multivariate Cox-Regression folgende signifikante Prädiktoren für einen Rückfall nach einem Absetzen ermittelt: die Wirkmechanismen von Biologika (HR für IL-17i vs. IL-12/23i 1,59; HR für IL-23i vs. IL-12/23i 0,60), die Anzahl vorheriger Absetzungen von Biologika (HR 1,23; 95%-KI 1,13–1,33), die Zeit bis zum Erreichen von PASI-50 (HR 1,01; 95%-KI 1,00–1,02), die maximale PASI-Verbesserung bei Biologika (HR 0,98; 95%-KI 0,98–0,99) und der PASI am Ende der Therapie (HR 1,03; 95%-KI 1,01–1,05). Das Modell zeigte laut den Autoren eine gute Vorhersage- sowie Unterscheidungsfähigkeit. Die Studienergebnisse können Ärzten und Patienten dabei helfen, individuelle Behandlungsentscheidungen zu treffen. Informationen über das Risiko eines Rückfalls zu bestimmten Zeitpunkten nach dem Absetzen von Biologika sind besonders wertvoll für Patienten, die ein Absetzen von Biologika oder eine bedarfsgerechte biologische Therapie in Betracht ziehen. Der Nutzen und das Risiko wiederholter Absetzungen von Biologika sollten jedoch nach Ansicht der Autoren sorgfältig abgewogen werden, da die Wirksamkeit der Behandlung und die Dauer der Remission mit zunehmender Anzahl der Absetzungen abnehmen. (am)
Mehr erfahren zu: "Exosomen aus Planarien unterstützen Wundheilung im Hautmodell" Exosomen aus Planarien unterstützen Wundheilung im Hautmodell Forschende aus Schweden sammelten wilde Strudelwürmer aus einem Park in Malmö. Es ist ihnen gelungen, die Regenerationsfähigkeit der Würmer zu nutzen, um die Wundheilung in rekonstruierten menschlichen Hautmodellen in vitro […]
Mehr erfahren zu: "Forschende grenzen das Sensitive-Skin-Syndrom von Rosazea ab" Forschende grenzen das Sensitive-Skin-Syndrom von Rosazea ab Eine Studie liefert neue Hinweise darauf, dass das Sensitive-Skin-Syndrom biologisch klar von Rosazea zu unterscheiden ist. Wichtige Entzündungsmechanismen der Rosazea fanden sich bei empfindlicher Haut nicht.
Mehr erfahren zu: "Melanom: Personen in Outdoor-Berufen besonders betroffen" Melanom: Personen in Outdoor-Berufen besonders betroffen Neue Daten zeigen: Insbesondere wer beruflich viel im Freien arbeitet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Melanome im Gesicht. Gleichzeitig fehlt es vielen Betroffenen an Risikobewusstsein und systematischem Sonnenschutz.